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Doppeltorschütze David Lademann.

Eishockey-Regionalliga West

Fünf wilde Minuten und dann nur noch EGDL

Überzeugend, wenn auch mit Anlauf: Nach fünf wilden Minuten bekam die EG Diez-Limburg das Auswärtsspiel in der Eishockey-Regionalliga West bei den Ratinger Ice Aliens in den Griff. Bis dahin hatte man zweimal in Rückstand gelegen. Am Ende fuhren die Gäste von der Lahn einen ungefährdeten 10:4 (4:2, 2:1, 4:1)-Auswärtssieg ein.

EGDL-Trainer Frank Petrozza hatte auf Keeper Jan Guryca, Import Kyle Piwowarczyk und Stürmer Kim Mainzer verzichten müssen, dafür rückte Tim Stenger zwischen die Pfosten und Jascha Strobl als Back-up auf die Bank. Die Ice Aliens wollten ihren Fans nach der jüngsten Heimniederlage gegen Hamm zeigen, dass es auch anders geht und begannen entsprechend motiviert. Lorenzo Maas (3.) und Pascal Rüwald (5.) brachten Ratingen gleich zwei Mal früh in Führung, RJ Reed (4.) und Andre Bruch (6.) glichen jeweils aus.

„Das waren fünf, sechs verrückte Minuten am Anfang“, sollte Petrozza jene Phase später in der Pressekonferenz beschreiben. Und in der Tat gelang es den Rockets erst danach, die Partie ein wenig „zu beruhigen“. David Lademann, der erstmals an der Seite von RJ Reed und Kevin Lavallee auflief und auf Anhieb überzeugte, brachte die EGDL in der 8. Minute in Führung. Und Philipp Maier legte zehn Minuten später die 4:2-Pausenführung nach dem ersten Drittel nach (16.).

Auch wenn die Gäste die Partie anschließend über weite Strecken kontrollierten, so war der zweite Abschnitt vom Ergebnis her der ausgeglichenste. Die EGDL machte in dieser Phase (noch) zu wenig aus den eigenen Chancen. Marco Clemens hatte zwischenzeitlich für die Ice Aliens auf 3:5 verkürzt (24.), davor und danach hatten Tobias Schwab (24.) und Dominik Luft (37.) das Team auf Kurs gehalten. „Wir haben nach der schwachen Anfangsphase 55 Minuten lang gutes Hockey gespielt“, war Frank Petrozza mit allem ab dem Zwischenstand von 2:2 einverstanden. „Es sind die Kleinigkeiten, die heute gut getan haben. Andre Bruch mit seinem ersten Saisontor. David Lademann trifft zwei Mal. Insgesamt zehn Tore geschossen. Damit bin ich natürlich zufrieden.“

Genannter David Lademann hatte im letzten Drittel zunächst zum 7:3 getroffen (42.), danach schraubten Alexander Seifert (46.) und Kevin Lavallee (48., 53.) das Ergebnis in die (zweistellige) Höhe. Die Gastgeber konnten in doppelter Überzahl durch Simon Migas nur noch Ergebniskosmetik betreiben (55.). Die EGDL zeigte nach der Niederlage in Dinslaken die erhoffte Reaktion, holte sich den nächsten Dreier und will am Sonntag vor heimischer Kulisse (19.30 Uhr) gegen Neuss nachlegen.

EG Diez-Limburg: Stenger (Strobel) - Seifert, Wex, Günther, Krämer, Mörschler, Naumann - Schwab, Lavallee, Gimenez, Bruch, Firsanov, Lademann, Reed, Luft, Maier, Grund. Schiedsrichter: Dennis Kyei-Nimako. Zuschauer: 256. Tore: 1:0 Lorenzo Maas (3.), 1:1 RJ Reed (4.), 2:1 Pascal Rüwald (5.), 2:2 Andre Bruch (6.), 2:3 David Lademann (8.), 2:4 Philipp Maier (16.), 2:5 Tobias Schwab (24., Überzahl), 3:5 Marco Clemens (24.), 3:6 Dominik Luft (37.), 3:7 David Lademann (42.), 3:8 Alexander Seifert (46.), 3:9 Kevin Lavallee (48., Unterzahl), 3:10 Kevin Lavallee (53.), 4:10 Simon Migas (55., doppelte Überzahl). Strafen: Ratingen 26, Diez-Limburg 18 plus 10 für Seifert.

Der Ausblick: Sonntag, 17. November, 19.30 Uhr: EGDL gegen Neuss.

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