Die Krifteler spielten gut gegen Gotha und souverän in Friedrichshafen: Markus Floren (links) und Marius Büchi hatten an diesem Wochenende oft Grund zur Freude, auch wenn es am Ende nur zu drei Punkten reichte. foto: marcel lorenz
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Die Krifteler spielten gut gegen Gotha und souverän in Friedrichshafen: Markus Floren (links) und Marius Büchi hatten an diesem Wochenende oft Grund zur Freude, auch wenn es am Ende nur zu drei Punkten reichte.

Volleyball, 2. Bundesliga

Für die TuS Kriftel war mehr drin

  • Volker Hofbur
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Gegen den VC Gotha verspielt das Team in drei Sätzen klare Führungen

Kriftel -Für die Volleyballer der TuS Kriftel war in der 2. Bundesliga Süd im Heimspiel gegen den favorisierten VC Gotha mehr drin. Bei der 1:3-Niederlage gegen den klaren Favoriten hatten die Krifteler viele Chancen, die Partie für sich zu entscheiden. Wesentlich besser lief es beim souveränen 3:0-Erfolg beim Tabellenletzten Youngstars Friedrichshafen. Mit diesem Erfolg haben die Krifteler nun auch die letzten Zweifel am Klassenverbleib beseitigt und rutschen erst einmal auf den zehnten Tabellenplatz vor. Allerdings haben die hinter ihnen liegenden Teams aus Dresden und Delitzsch noch mehr Spiele zu bestreiten.

TuS Kriftel - VC Gotha 1:3 (25:21, 26:28, 23:25, 24:26). Mittelblocker Florian Bonadt war nach der Niederlage nach mehr als zwei Stunden Spielzeit bedient: "Die haben nicht überragend agiert. Wir haben sehr gut abgewehrt, kriegen aber in den entscheidenden Phasen den Ball nicht mehr auf den Boden und verlieren dann das Selbstbewusstsein. Das ist uns jetzt schon häufiger passiert und ist nervig."

Die Krifteler hatten einen glänzenden Start mit einer schnellen 3:0- und 11:4-Führung. "Wir haben im ersten Satz mit unserer Block-Feld-Verteidigung dominiert", beschrieb Bonadt den Spielverlauf bis zum 17:9. Dann hat der gegnerische Diagonalspieler zum Aufschlag und sorgte dafür, dass die Gäste mit sechs Punkten in Folge wieder herankamen. "Wir haben aber weiter komplett durchgespielt und es bis zum Ende durchgezogen", erklärte Bonadt, "wir sind recht cool geblieben". Die Krifteler machten die letzten drei Punkte des Satzes zum 25:21.

Vor dem zweiten Durchgang stellte Gotha seinen Block um, agierte mit einem Blockspieler mehr gegen den Krifteler Mittelangreifer. Der Spielverlauf war enger, doch setzten sich die Krifteler bis auf 18:14 ab, begannen dann aber, Fehler zu machen. So drehte Gotha die Partie zum 23:21. Die Krifteler kamen zurück, wehrten noch drei Satzbälle ab und verloren unglücklich. "Am Ende war es eine unglückliche Schiedsrichter-Entscheidung. Ich soll übergetreten sein, ich hatte aber das Gefühl, dass ich es nicht bin", beschrieb Bonadt den vierten Satzball, der Gotha mit dem 28.26 den Satzausgleich brachte.

Trotz des Dämpfers gaben die Krifteler gegen den Favoriten nicht nach. Wieder lagen sie von Beginn an in Führung und bauten diese bis auf 15:10 aus. "Wieder haben wir eine gute Block-/Feld-Verteidigung gespielt. Aber uns fehlt am Ende die Konsequenz im Angriff, wobei wir zu wenig aus den hohen Bällen gemacht haben", erklärte der Mittelblocker, der mitansehen musste, wie seine Mannschaft nach einer 23:22-Führung keinen Punkt mehr machte.

Im vierten Durchgang machten die Krifteler aus einem 0:2-Rückstand eine 5:2-Führung. "Wir haben genau das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten", beschrieb Bonadt auch den vierten Satz bis zur 16:10-Führung, "aber wir kriegten den Ball nicht tot. Es war wie schon so häufig in dieser Saison. Wir schaffen es nicht, die Spiele zu Ende zu spielen. Das ist einfach unglaublich".

Youngstars Friedrichshafen - TuS Kriftel 0:3 (21:25, 15:25, 14:25). Beim Nachwuchsteam des Bundesligisten am Bodensee, die mit einer ganz jungen und unerfahrenen Mannschaft antraten, waren die Krifteler in allen Elementen überlegen. Dabei traten sie ohne Mittelblocker Nils Kreitling an, der aus persönlichen Gründen fehlte. Im ersten Satz blieb es noch relativ ausgeglichen, auch wenn die Krifteler von Beginn an führten und diese Führung nicht mehr aus der Hand gaben. "Die Friedrichshafener haben im Aufschlag alles riskiert, während wir wieder eine sehr gute Block-/Feld-Verteidigung gespielt haben", erklärte Florian Bonadt, "wir haben das ganz solide zu Ende gespielt". Im dritten Satz blockten die Krifteler die ersten fünf Bälle des Gastgebers und gestalteten ihn überlegen. Spätestens beim 20:11 hatten sie die Partie entschieden. Auch die letzten vier Punkte holten die Gäste, die ihren ersten Matchball zum 25:14 verwandelten. "Im letzten Jahr war Friedrichshafen noch gut, aber wenn sie ihre guten Spieler verlieren und auffüllen müssen, wird es schwer für das Team", ordnete Bonadt den Erfolg ein.

Kriftel: Florentin Richter, Tobias Thiel, Florian Bonadt, Marius Büchi, Nils Kreitling, Jannik Weber, Cedric Braetsch, Markus Floren, Sebastian Bock, Florian Ruhm, Luca Wanek, Sebastian Ruhm, Cajetan Richter. vho

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