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Rettung in allerhöchster Not: Torwart Kevin Darmstädter faustet den Ball vor Leon Burggra f weg.

Fußball-Hessenliga

Furioser Start - lethargisches Ende

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar in seinem Heimspiel gegen Namensvetter Rot-Weiß Walldorf 2:2 gespielt, dabei aber eine 2:0-Führung vergeigt. In der Endphase war der Aufsteiger sogar dem Sieg nah.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – Rot-Weiß Walldorf 2:2 (2:1). Nein, es läuft einfach noch nicht rund beim SV Rot-Weiß Hadamar. Nach einer Viertelstunde hatte alles danach ausgesehen, als würde es einen klaren Heimsieg für die Männer von Trainer Stefan Kühne geben. Zu diesem Zeitpunkt hatten Matthias Neugebauer und Leon Burggraf bereits für ein scheinbar komfortables 2:0 gesorgt. Während Neugebauer nach einer Herdering-Ecke den Walldorfer Tiefschlaf genutzt hatte und per Direktabnahme erfolgreich gewesen war (12.), nagelte Burggraf, der der Gäste-Defensive nach einem langen Ball von Florian Kröner enteilt war, die Kugel aus spitzem Winkel in den Kasten (15.). Zwei Chancen, zwei Tore. 

So hätte es weitergehen können, doch die Hadamarer hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Wirt war in diesem Fall der Liga-Neuling, der trotz des Rückstands konsequent daran festhielt, lange Bälle zu vermeiden und sich spielerisch nach vorne zu arbeiten. Richtig gefährlich wurde es erstmals nach 25 Minuten, als ein toller Spielzug über Julian Ludwig und Nico Struwe bei Christopher Nguyen landete, der per Grätsche am stark reagierenden Torwart Christopher Strauch scheiterte. Auf der anderen Seite hätte Leon Burggraf die Vorentscheidung besorgen können, doch er schloss freistehend zu hoch ab (28.). 

Das war es mit der Hadamarer Herrlichkeit. Daran änderte auch Jonas Herderings Schlenzer, den Keeper Kevin Darmstädter an die Latte lenkte (40.), nichts. Zuvor bereits waren die Gäste wieder im Spiel gewesen, als Mirko Dimter nach einem Schubser an Nils Herdt einen Elfmeter verursachte, den Julian Ludwig zum 2:1 verwandelte (35.). Dass der Treffer den Walldorfern Auftrieb geben sollte, zeigte Halbzeit zwei. Hadamar gab die – mittlerweile knappe – Führung mehr und mehr aus der Hand und zog sich viel zu sehr zurück. 

Das „schmeckte“ dem Aufsteiger, der sich bald ein optisches Übergewicht erarbeitete. Bei den wenigen Entlastungen war aus Sicht der Fürstenstädter aber durchaus das 3:1 möglich. Einmal rettete Torhüter Kevin Darmstädter mit sensationeller Fußabwehr gegen ein strammes Geschoss von Jonas Herdering (58.), ein anderes Mal wurde Leon Burggraf auf Vorarbeit von Herdering entscheidend gestört (68.). Hand auf’s Herz: Es wäre nicht verdient gewesen. Verdient war hingegen der Ausgleichstreffer. Hatte Christopher Strauch gegen Jonas Herberg noch retten können, so war er bei der folgenden Flanke auf den zweiten Pfosten machtlos – Christopher Nguyen köpfte ein (73.). 

Und plötzlich hatten die Walldorfer Lunte gerochen. Hadamar gelang nichts mehr und durfte sich bei „Fortuna“ bedanken, dass es beim Remis blieb. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Kröner, Noguchi, Burggraf, Gschwender, Pandza (64. Mar. Neugebauer), Herdering, Mat. Neugebauer (52. Rücker), Makana (77. Oriana), Paul – Walldorf: Darmstädter, Herberg, Ludwig, Herdt, Struwe (88. Wendnagel), Eichfelder, Nguyen (78. Beck), Matheisen, Borger, Toch (72. Itoi), Niksic – SR: Manuel Winkler (Warburg) – Tore: 1:0 Matthias Neugebauer (12.), 2:0 Leon Burggraf (15.), 2:1 Julian Ludwig (35./FE), 2:2 Christopher Nguyen (73.) –Zuschauer: 180.

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