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Nach Angriff auf Schiedsrichter: Spielverbot für WGB Weilburg

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Von: Marion Morello

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Spieler des WGB Weilburg waren unter anderem gegen einen Schiedsrichter vorgegangen. © WGB Weilburg

Nach dem Angriff auf einen Schiedsrichter durch zwei WGB-Weilburg-Spieler hat das Sportgericht jetzt ein Urteil gegen den Verein gefällt.

Weilburg - Diese Entscheidung ist seit Jahren überfällig und historisch: Aufgrund der jüngsten Vorfälle auf dem Sportplatz in Wilsenroth und der von der Polizei eingeleiteten Ermittlungen hat das Sportgericht im Fußballkreis Limburg-Weilburg jetzt ein vorläufiges Spielverbot für den Fußball-B-Ligisten WGB Weilburg verhängt.

Am vergangenen Sonntag hatte es unschöne Szenen am Rande des Fußball-B-Liga-Spiels des SV Wilsenroth gegen WGB Weilburg (1:0) gegeben. Nachdem zwei WGB-Spieler unter anderem gegen den Schiedsrichter tätlich geworden sein sollen, rückte die Polizei an, die unverzüglich Ermittlungen einleitete und jetzt Zeugen sucht. Kreisfußballwart Jörn Metzler höchstpersönlich hat daraufhin einen Antrag auf Spielverbot gestellt.

Sehr schnell hat das Sportgericht im Fußballkreis Limburg-Weilburg unter dem Vorsitz von Heinz Schneider gehandelt und eine historische Entscheidung getroffen. Kreisfußballwart Jörn Metzler erhielt am späten Mittwochabend Post mit dem Entschluss des Sportgerichts.

Spielverbot für Fußball-Ligisten WGB Weilburg - Historische Entscheidung

Darin heißt es wörtlich: "1. Auf Antrag des Kreisfußballwartes des Fußballkreises Limburg-Weilburg, Jörn Metzler, wird gemäß § 8 6. Strafordnung angeordnet, dass die WGB Weilburg bis zur Verhandlung und Entscheidung durch das Sportgericht vorläufig auf die Dauer von einem Monat vom Spielbetrieb ausgeschlossen wird. Das vorläufige Spielverbot ist auf das im Urteil ausgesprochene Spielverbot anzurechnen."

Erstmals seit vielen Jahrzehnten hat ein Sportgericht im Fußballkreis eine so mutige Entscheidung getroffen, nachdem es immer wieder negative, zum Teil brutale Vorfälle im Zusammenhang mit Spielern von WGB Weilburg gegeben hatte. Auch die Zivilgerichte hatten mehrfach mit Mitgliedern des Vereins zu tun gehabt. Ein Spielverbot ist eine bislang einzigartige Entscheidung. (Marion Morello)

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