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Gibt für weitere vier Jahre den Fußballern im Kreis die Richtung vor: Andreas Bernhardt.

Kreisfußballtag Hochtaunus

Fußball-Boss Andreas Bernhardt einstimmig wiedergewählt

Der Oberurseler Andreas Bernhardt geht in seine dritte Amtszeit als Kreisfußballwart. Er kann in den kommenden vier Jahren auf ein schlagkräftiges Vorstandsteam bauen.

Ob es am Thema Coronavirus und den Aufgeregtheiten rund um den neuartigen Erreger lag? Jedenfalls waren am Freitagabend gleich acht Vereine dem Kreisfußballtag ferngeblieben. "Das sind viele", merkte Andreas Bernhardt an. Eine große Portion Überraschung und eine kleine Prise Enttäuschung begleiteten die Worte des Kreisfußballwarts.

Es blieb jedoch die einzige unerfreuliche Überraschung der Veranstaltung. Ansonsten verlief das Treffen, zu dem rund 180 Vereinsvertreter in Usingen erschienen waren, konstruktiv und harmonisch. Bei den Neuwahlen des Vorstandes herrschte große Einigkeit. Andreas Bernhardt (1. FC Oberursel) wurde einstimmig im Amt bestätigt. Nachdem Bernhardt seine dritte Amtszeit offiziell annahm, gab es starken Applaus und dazu sogar einen kleinen Sprechchor aus der letzten Reihe der Stimmberechtigten. Die Szene machte deutlich: Bernhardt bleibt nicht aus Mangel an Gegenkandidaten, sondern aufgrund seiner guten Arbeit in den vergangenen acht Jahren Fußballwart des Hochtaunuskreises.

Auch Stellvertreter Harald Hyngar (Sportfreunde Friedrichsdorf) wurde einstimmig per Direktwahl wiedergewählt. Er übernimmt zudem die unbesetzte Position des Kassenwartes. Der erweiterte Fußballausschuss wurde anschließend ohne Wahl eingesetzt. Auf diese Verfahrensweise hatte man sich geeinigt, um künftig die Posten unkompliziert besetzen zu können. Da ein KFW aber nur so gut sein kann, wie es sein Team zulässt, ließ es sich Bernhardt nicht nehmen, alle Personen namentlich vorzustellen.

Der Kreisfußballausschuss ist in Usingen bis 2024 gewählt worden: (von links) Marcus Becker, Harald Hyngar, Andreas Hartmann, Andreas Bernhardt, Thorsten Picha, Erdal Akemlek, Dieter Rothenbücher, Jessica Schmitz, Bernd Moses und Gerhard Strohmann.

Ingrid Wernher verabschiedet

Weiterhin dabei sind Bernd Moses als Vorsitzender des Kreissportgerichtes, Kreisjugendwart Dieter Rothenbücher, Kreisschiedsrichterobmann Erdal Akemlek, Kreispressewart Gerhard Strohmann, Freizeit- und Breitensport-Referent Marcus Becker, Klassenleiter Andreas Hartmann sowie Thorsten Picha als Koordinator für Ausbildung und Qualifizierung. Verabschiedet wurde nach 16-jähriger Tätigkeit Kreis-Ehrenamtsbeauftragte Ingrid Wernher, die am selben Abend mit der Verbandsehrennadel ausgezeichnet wurde. Ihre Nachfolge trat Jessica Schmitz an.

Wer den Kreis beim Verbandstag vertritt

Für den mit Spannung erwarteten Verbandsfußballtag wurden zudem sieben Delegierte gewählt. Vertreten wird der Hochtaunuskreis am 6. Juni in Grünberg von Harald Hyngar (SF Friedrichsdorf), Gerhard Strohmann (TSG Pfaffenwiesbach), Erdal Akemlek (SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg), Andreas Hartmann (SG Westerfeld), Dieter Rothenbücher (FSV Steinbach), Thorsten Picha (Teutonia Köppern) und Peter Fröhlich (TSG Wehrheim). Hinzu kommt kraft seines Amts Kreisfußballwart Bernhardt. Als Ersatz wurde Marcus Becker (FC Neu-Anspach), Werner Steuer (Teutonia Köppern), Thorsten Binz (SG Hundstadt), Frank Zweifel (EFC Kronberg) und Daniel Georgi (FC Mammolshain) gewählt.

Auch bezüglich der gestellten Anträge war man sich einig. So wurden unter anderem die Zusammensetzung des Kreisfußballtages und des Verbandstages sowie der jeweilige Delegiertenschlüssel angepasst. Außerdem wurde die Prüfung der Spielberechtigung geändert. Diese kann künftig von Schiedsrichtern wieder in den Umkleidekabinen vorgenommen werden. So treffen sich Referee und Spieler nicht erst auf dem Platz, was auch als Präventivmaßnahme gegen Gewalt oder Beleidigung am Schiri gedacht ist.

In Sachen Fairplay, sagte Bernhardt, befände man sich im Taunus vergleichsweise noch "auf der Insel der Glückseligkeit - Fußball hat schon immer die Menschen verbunden", führte er aus, "ihr als Vereine habt das ermöglicht. Dafür ein großes Dankeschön!" Der nächste Kreisfußballtag findet 2024 in Bad Homburg statt. Gastgeber wird die SpVgg 05/99 Bomber sein.

Sportkreis-Boss Möller stellt Fördergelder in Aussicht

Nicht nur als Stimmberechtigte waren die Vereinsvertreter beim Kreisfußballtag erschienen, sondern auch als Repräsentanten des Ehrenamtes. Als solche wurde ihnen eingangs ein fünffaches "Dankeschön" entgegengebracht. Sowohl Matthias Drexelius (Vorsitzender der gastgebenden Usinger TSG) als auch die Ehrengäste Jürgen Banzer, Holger Bellino (beide Mitglied des Hessischen Landtags), Steffen Wernard (Bürgermeister Usingens) und Ralf Viktora (Schatzmeister des Hessischen Fußball-Verbands) lobten das Engagement um den Breitensport in den höchsten Tönen. "Was Sie leisten, ist nicht selbstverständlich", versicherte Banzer. Bellino stellte die Bedeutung des Amateurfußballs als "wichtigen Integrationsmotor" heraus. Und Wernard erinnerte sich an seine Laufbahn als Kicker. "Der Fußball hat mir sehr viel gegeben", verriet er, "man lernt dabei Teamplay und auch Verantwortung zu übernehmen." Anschließend ergriff Norbert Möller, Vorsitzender des Sportkreises, das Wort und gab einen wertvollen Tipp, wie man auch ganz praktisch Hilfe für die ehrenamtliche Arbeit bekommen kann. "Alle acht Jahre stehen Vereinen Fördermittel zur Verfügung", erklärte er, "dabei geht es um eine Summe zwischen 5000 und 17 000 Euro." Es lohnt sich also, mal beim Sportkreis nachzuhorchen.

ROBIN KUNZE

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