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Der Ball in Hessen rollt wieder. Aber wegen Corona wird es erstmal mit anderen Regeln zugehen.

Fußball

Der Ball rollt wieder: Was alles auf Spieler, Vereine und Zuschauer zukommt

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Ab Samstag, 1. August, dürfen auch in Hessen wieder Fußballspiele ausgetragen werden. Aber was kommt auf die Spieler, Betreuer, Vereine und vor allem auf die "ausgehungerten" Zuschauer zu? Wir erklären es an einem Beispiel.

  • Auch in Corona-Zeiten darf jetzt wieder Fußball gespielt werden.
  • Bald rollt der Ball wieder in Hessen – Aber die Regeln sind streng.
  • Das kommt auf Spieler, Vereine und Zuschauer bei einem Fußball-Spiel zu.

Vor knapp fünf Monaten fiel in Fußball-Deutschland der Hammer: Alle Aktivitäten wurden brüsk gestoppt, die Saison 2019/20 letztendlich abgebrochen. Ab heute, 1. August, darf endlich wieder gespielt werden – allerdings in einer komplett anderen „Fußball-Welt“. Um 18 Uhr wird Hessenligist SV Rot-Weiß Hadamar am heutigen Samstag beim A-Liga-Team der SG Heringen/Mensfelden aufspielen. Kreisfußballwart Jörn Metzler und die Gemeinde Hünfelden haben dem eingereichten Hygiene-Konzept der SG Heringen/Mensfelden zugestimmt und grünes Licht gegeben. Diese Partie wollen wir zum Anlass nehmen, den Lesern zu zeigen, was auf sie zukommt, wenn sie sich die Begegnung auf dem satten Grün in Heringen nach der langen Abstinenz anschauen möchten. So wie in Heringen wird es in der nächsten Zeit auf allen Sportplätzen zugehen.

Fußball in Hessen: Hygiene-Vorschriften – Das kommt auf Spieler, Vereine und Zuschauer zu

Einlass: Die Hygiene-Vorschriften des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) und der hessischen Landesregierung besagen, dass nicht mehr als 250 Menschen auf das Sportgelände dürfen. Abzüglich der beiden Mannschaften und ihrem Betreuerteam wäre noch etwa für knapp 200 Zuschauer Platz. An der Kasse werden nummerierte Eintrittskarten verkauft, nach 200 Tickets ist Schluss.

Anstellen geht selbstverständlich ausschließlich unter Wahrung des Mindestabstandes. „Wir werden mit Kreide Linien ziehen“, sagt Hans-Günter Pulch, Sportvorstand des TSV Heringen. Die Kassierer tragen Mundschutz, die Zuschauer müssen dies nicht (Ausnahme: bei der Toilettennutzung) – aber sie sind verpflichtet, sich in eine ausgelegte Liste einzutragen, um hinterher eine etwaige Kontaktermittlung sicherstellen zu können. Ein- und Ausgang sind getrennt, um „Gegenverkehr“ zu vermeiden.

Fußball in Hessen: Zonen-EInteilung und Hygienebereiche bei Fußball-Spielen

Zonen-Einteilung: Die Spieler auf dem Platz, die Teams an der Außenlinie und die Zuschauer müssen strikt voneinander getrennt sein. Deshalb wird die SG alle Bereiche mit Flatterband und Hütchen absperren und entsprechende Hinweisschilder aufstellen. Auf den Rängen dürfen sich bekanntlich nicht mehr als jeweils zehn Personen gruppieren. Hinter den Ersatzbänken dürfen keine Zuschauer stehen. Die Mannschaften dürfen nicht zur selben Zeit auf dem Sportgelände eintreffen. Deshalb wollen die Hadamarer bereits gegen 16 Uhr „aufschlagen“ und noch eine Taktik-Trainings-Einheit einlegen. 

Hygiene-Bereiche: Es dürfen nur jeweils sechs Spieler pro Team in den Umkleideraum, zwei gleichzeitig duschen. Die Verantwortlichen achten auf kräftiges Lüften. Die Toiletten für die Zuschauer sind geöffnet (Achtung: Betreten nur mit Maske!).

Fußball in Hessen: Das kommt auf Spieler, Vereine und Zuschauer zu – Regelungen für Gastronomie und Presse

Gastronomie: Am Wochenende soll es sehr heiß werden – das ist gut im Kampf gegen das Virus, aber schlecht für den Durst. Die Vereinsgaststätte wird geschlossen bleiben, aber am Pavillon werden kühle Getränke und knusprige Bratwurst verkauft. Auch hier ist auf die Abstandsregeln zu achten. Ketchup und Senf gibt es in Einwegpäckchen, Getränke in kleinen Flaschen. Das ist zwar nicht förderlich für die Umwelt, aber derzeit leider nicht anders machbar. Die Spieler beider Mannschaften sind angehalten, sich ihre Trinkflaschen selbst mitzubringen, zusätzlich stehen Mineralwasserreserven in 0,5-Liter-Pfandflaschen zur Verfügung. Die leeren Behälter werden später in einer Tonne eingesammelt, desinfiziert und an den Handel zurückgegeben.

Presse: Selbstverständlich unterliegen auch die Presse- und Medienvertreter dem Hygiene-Konzept des HFV und der Landesregierung. Journalisten, die vor Ort über das Spiel berichten möchten, müssen sich früh genug bei den Verantwortlichen anmelden. Entsprechend weniger Eintrittskarten dürfen an die Zuschauer verkauft werden, um die 250-Personen-Regel einhalten zu können. Von Marion Morello

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