Dirk Webert. Foto: privat
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Dirk Webert.

Hoffnung auf Fortsetzung der Saison

Fußball-Kreis: "Jongliererei führt nicht wirklich weiter"

  • Harald Joisten
    vonHarald Joisten
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Der Stellvertretende Kreisfußballwart Dirk Webert sieht noch keine Chance auf eine seriöse PlanungEs ist nur ein Bauchgefühl. Denn es kann weiterhin keiner vorhersagen, ob die Fußball-Saison im Amateurbereich noch fortgesetzt wird.

Sulzbach -"Mein Gefühl sagt nein. Aber man hofft natürlich, dass es anders kommt und sich das Sportliche auf dem Platz entscheidet", sagt der stellvertretende Fußballwart im Main-Taunus-Kreis, Dirk Webert.

Auch der Sulzbacher hatte sich wohl etwas mehr erhofft von der Bund-Länder-Sitzung am Mittwoch. "Was die Saison betrifft, sind wir eigentlich genauso schlau wie vorher", meinte Webert. "Die Jongliererei mit den Inzidenz-Werten führt nicht wirklich weiter und macht es schwierig."

Mehr Klarheit brachten dann die Beschlüsse der Landesregierung am Donnerstag. Hessenweit ist der Kontaktsport im Freien für Kinder bis 14 Jahre von Montag an wieder möglich. Ist der kritische Inzidenz-Wert von 100 aber überschritten, droht wieder ein Verbot (siehe auch unsere Berichte auf Seite 19). Die Mannschaften mit älteren Jugendlichen und Erwachsenen haben bei guter Entwicklung der Infektionszahlen immerhin ein Training in größeren Gruppen wieder in Aussicht, seriös lässt sich jedoch weiterhin nichts planen.

Und so beginnt die Uhr immer lauter zu ticken. Spätestens am 30. Juni muss die Saison beendet sein. Das ist Fakt. Um bis dahin zumindest die derzeit unterbrochene Vorrunde beenden zu können, müsste der Ligabetrieb wohl spätestens Anfang Mai fortgesetzt werden.

Das würde bedeuten, die Mannschaften müssten spätestens nach Ostern wieder ins Training einsteigen dürfen. Denn nach der mehrmonatigen Pause benötigen die Spieler "einen mehrwöchigen Trainingsvorlauf, um die Verletzungsgefahr nicht zu erhöhen", sagte unlängst auch Stefan Reuß, der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV). Reuß schloss aus, dass das Spielsystem wegen der besonderen Situation geändert werden könnte. "Ein Systemwechsel wie beispielsweise Play-off-Modelle werden nicht umsetzbar sein." Auch Dirk Webert betont, den Mannschaften müsse eine vierwöchige Vorbereitungszeit eingeräumt werden. Sollte dies zeitlich nicht mehr möglich sein, käme es zu einem Saisonabbruch - ohne Wertung. Ohne Auf- und Absteiger im Main-Taunus-Kreis.

Noch vor Ostern Gespräch mit Clubs

Teams, die derzeit weit oben in der Tabelle stehen, werden auf eine Fortsetzung hoffen, um möglichst aufsteigen zu können. Die Abstiegskandidaten dürften sich einen Saisonabbruch wünschen. Dazu zählt auch der FC Eddersheim, der in der Hessenliga auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt und bei einem Abbruch die Klasse halten dürfte.

Einen Aufsteiger aus der Hessenliga könnte es kurioserweise geben, da in der darüber liegenden Regionalliga Südwest der Spielbetrieb weiter läuft und entsprechend auch Absteiger herunter kommen können. Webert erwartet "etliche juristische Prüfungen".

Zwischen der nächsten Sitzung des HFV-Vorstandes am 11. März, bei der noch keine wegweisenden Entscheidungen erwartet werden, und Ostern wollen er und Kreisfußballwart Karl-Heinz Reichert die Main-Taunus-Vereine zum Gespräch einladen "und das Meinungsbild sammeln". Sicher sei weiterhin nur, das betont Webert: "Es wird irgendwann der Punkt kommen, an dem man eine Entscheidung treffen muss."

Harald Joisten

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