Er wurde nur 49 Jahre alt: Ralf Jauernick.
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Er wurde nur 49 Jahre alt: Ralf Jauernick.

Nachruf

Fußballer trauern um Ralf Jauernick

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Er gehörte zu der erfolgreichen Fußballer-Generation der Eisbachtaler Sportfreunde in den 1990er-Jahren und hat dabei seine Spuren im Westerwälder Fußball hinterlassen: Ralf Jauernick. Plötzlich und unerwartet ist der einstige „Eisbär“ an den Folgen eines Schlaganfalls, den er nach einem Herzinfarkt erlitten hatte, am Dienstag gestorben – nur wenige Monate vor seinem 50. Geburtstag.

So wie seine damaligen Mitspieler wie Thorsten Wörsdörfer, Dirk Metternich, Ralf und Dirk Hannappel, Stefan Löffler, Melori Bigvava, Dirk Freudendahl oder Alexander Tatarenko, so hat auch Ralf Jauernick eine sportlich erfolgreiche Ära der Eisbachtaler Sportfreunde Ende des letzten Jahrtausends geprägt. Als 22-Jähriger war er im Sommer 1994 nach seinen vorherigen Stationen vom Bonner SC und dem TuS Mayen in den Westerwald zum damaligen Südwest-Oberligisten gewechselt und blieb acht Jahre in Nentershausen.

Schnell entwickelte sich „Jaue“, wie er von Mitspielern und Fans gerufen wurde, zum Leistungsträger bei den Sportfreunden sowie im zwischenzeitlichen Kooperationsteam mit der Spvgg. EGC Wirges. Der größte sportliche Erfolg war der Gewinn des Rheinlandpokals 1998, dem im DFB-Pokal nach einem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen den damaligen Zweitligisten FC Gütersloh um Michael Kraft, Willi Landgraf, David Wagner und Daniel Stendel sogar der Sprung in Runde zwei des nationalen Pokalwettbewerbs gegen Rot-Weiß Oberhausen (1:4) folgte.

Im Sommer 2002 ging Ralf Jauernicks Reise nach über 120 Pflichtspielen im rot-weißen Dress zum VfL Rheinbach. Nach weiteren Stationen beim SV Roßbach, mit dem er in sechs Jahren unter anderem in der früheren Oberliga Südwest sowie im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach spielen durfte, und dem 1. FC Spich, beendete Jauernick schließlich beim FV Oberkassel seine aktive Karriere als Spielertrainer, ehe er sich hier vollkommen auf seine Traineramt konzentrierte und den 1. FC Spich sowie den SVV Merten coachte.

Abseits des Platzes war Ralf Jauernick, nicht nur zu seiner Eisbachtaler Zeit, ein gern gesehener, geselliger Gesprächspartner, der jederzeit charmant als Frohnatur zu unterhalten wusste. Auch den Kontakt zu seinen Ex-Vereinen verlor der 49-Jährige nie und stattete so beispielsweise neben wenigen Ex-Spielern der Eisbachtaler Feier zum 50-Jährigen Vereinsbestehen im Jahr 2016 einen Besuch mit weiteren Mitspielern aus den 1990er-Jahren ab. Thorsten Wörsdörfer erinnert sich an Ralf Jauernick: „Ich war sowohl Ralfs Mitspieler als auch sein Trainer. Er war ein lebenslustiger Mensch, der immer mitgezogen hat, auch wenn es mal nicht so gut lief. Er war jemand ganz Besonderes.“

Die Eisbachtaler Sportfreunde und viele Fußballfans trauern um einen großen Sportsmann, der die Fußballbühne viel zu früh verlassen hat. sfe/mor

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