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FV Stierstadt: 70 Punkte als Ziel, Tim Pelka hat verlängert

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Von: Wolfgang Bardong

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Führungsspieler: Stürmer Tim Pelka (links) hat mit dem FV Stierstadt noch einiges vor.
Führungsspieler: Stürmer Tim Pelka (links) hat mit dem FV Stierstadt noch einiges vor. © Heiko Rhode

In unserer Serie über die heimischen Gruppenligisten widmen wir uns heute dem hochklassigsten Team des Oberurseler Stadtgebietes. Das steht so gut da, wie noch nie.

Was war: Der FV Stierstadt schloss die Saison 2016/17 als Vizemeister der Kreisoberliga ab und stieg als Erster der Aufstiegsrunde (nach 3:0 bei FC Karben und 1:1 gegen FV Hausen) in die Gruppenliga auf. Dort reichte es 2017/18 nur zu Rang 15 - es ging wieder hinunter in die KOL. Nach Rang acht 2018/19 gelang in der nach 19 Spielen wegen Corona abgebrochenen Saison 2019/20 der KOL-Titel - auch dank der Treffsicherheit von Tim Pelka (43 Tore). Die (nach nur zwölf Spielen) ebenfalls abgebrochene Runde 2020/21 sah den FV auf Platz 14.

Aktuell liegt das Team von Christian Liebig und Andreas Pelka - beide haben für 2022/23 verlängert - an siebter Position. Auch dank eines Aleksandar Mastilovic. "Abgeklärt, ruhig, intelligent: Aleks hat sich für uns als Königstransfer erwiesen", lobt FV-Spielausschussboss Marco Hentsch den in Sarajevo geborenen Ex-Zeilsheimer. Hentsch wertet die Gruppenliga als "ideale Basis für die Zukunft, vor allem deshalb, weil bei uns in den nächsten 24 Monaten 30 Jugendliche in den Seniorenbereich stoßen". Was sich im Winter getan hat: Neben dem Trainertandem haben auch einige feste Größen bereits für die kommende Saison zugesagt - allen voran: Ausnahme-Torjäger Tim Pelka. "Nachdem ich Ende letzten Jahres mein berufsbegleitendes Studium beendet habe, will ich den Fokus wieder mehr auf den Fußball legen", sagt der aktuell mit zwölf Toren treffsicherste Mann des FVS. Sein Ziel sei es, in der Gruppenliga anzugreifen "und noch mehr Potenzial aus unserer geilen, jungen und hungrigen Mannschaft herauszuholen. Ich habe richtig Bock, noch ein Jahr mit den Jungs zusammen zu spielen und mit unseren beiden Trainern eine erfolgreiche Saison hinzulegen." Mit Mass Barrow (18) schloss sich dem FV zudem in der Winterpause ein hochtalentierter Offensiv-Youngster von RW Frankfurt an. Taktisch schon ausgebufft, beidfüßig schussstark, extrem schnell - angesprochen auf Barrow schnalzt Hentsch mit der Zunge: "Mass wollen wir als Backup zu Tim Pelka aufbauen. Außerdem soll er unsere A-Jugend in die Gruppenliga schießen."

Ebenfalls erfreulich: Nico Matticoli, der wegen einer muskulären Entzündung am Fuß für die gesamte Vorrunde ausfiel, ist wieder fit. Fünf Coronafälle im Team sind Schnee von gestern. Alle Spieler sind gesund. Wermutstropfen: Der kopfballstarke Allrounder Ahmad Mohabat, in der Gastro-Branche tätig, wird aus beruflichen Gründen am 1. April nach München ziehen. Was schon gut klappt: Personell kaum verändert, wirkt das Team homogen und eingespielt. "Wir müssen uns für die Rundenfortsetzung nicht mehr groß finden", sagt denn auch Hentsch. Moral, Kampf, Leidenschaft - vor allem beim 5:0-Testspiel-Coup gegen Hessenligist SV Zeilsheim habe "eigentlich alles gestimmt". Wo es noch klemmt: Laut Hentsch gebe es "aktuell nicht viel zu verbessern - ab und an fehlt vielleicht noch der letzte Kick in puncto Ernsthaftigkeit im Spiel". Wie es daheim, wie es in der Fremde läuft: Zu Hause ist der FV eine Macht (6 Siege/2 Remis/1 Niederlage - 20 Punkte/23:8 Tore), auch auswärts (5/1/4 - 16 Punkte/21:18 Tore) sind die Stierstädter sperrig. "Wenn wir auch", so Hentsch, "in Niederrad (3:4) und in Fechenheim (0:4) zwei grauslige Spiele gezeigt haben." Wo es heuer noch hingehen soll: "Ich will die Saison mit 70 Punkten abschließen", sagt Marco Hentsch. Mit einer solch stattlichen Bilanz "müsste man eigentlich auf Platz vier landen".

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