+

Fußball-Hessenliga

Ganz viel Tradition für den TuS Dietkirchen

Fußball-Hessenliga-Neuling TuS Dietkirchen erfährt am Samstag, 14 Uhr, eine geballte Ladung Tradition, wenn er im Auestadion beim KSV Hessen Kassel antritt.

VON PATRICK JAHN

Es klingt schon ein bisschen wie im Märchen, dass der „kleine“ TuS Dietkirchen am Samstag zu einem Punktspiel im traditionsträchtigen Kasseler Auestadion aufläuft. Trainer Thorsten Wörsdörfer sieht das ähnlich: „Das ist ein toller Tag für uns. Wir werden alles reinwerfen, um eine Sensation zu schaffen. In einem solchen Stadion zu spielen, ist für uns der Lohn harter Arbeit. Wichtig wird es aber sein, dass wir alles drumherum ausblenden und uns 90 Minuten ausschließlich auf das konzentrieren, was auf dem Rasen passiert.“

Der 1:2-Niederlage vom letzten Samstag gegen den KSV Baunatal trauerte „Wörsi“ im Übrigen nicht lange nach, auch wenn er sagt: „Wir hatten gegen einen starken Gegner die Chance zum Sieg und haben wegen eines irregulären Treffers unglücklich verloren.“ Und dann war da ja noch der Teamabend nach dem Spiel: „Wir hatten keinen tiefen Frust. Es ist wichtig, schnell wieder aufzustehen. Trotz allem haben wir bisher 13 Punkte ,erfightet’ und können stolz darauf sein.“ Am Dienstagabend folgte der 15:0-Kantersieg im Kreispokal bei B-Ligist FC Rubin Limburg-Weilburg. „Das war das Ergebnis unserer positiven Entwicklung“, meint Wörsdörfer.

Seit Mittwoch aber geht der Blick Richtung Hessen Kassel. Der ambitionierte Traditionsverein hinkt den Erwartungen angesichts von erst elf Punkten aus sieben Spielen deutlich hinterher und will eigentlich zurück in die Regionalliga Südwest. Thorsten Wörsdörfer weiß mitunter, warum es bei den Nordhessen noch nicht rund läuft: „Das Verhältnis von Torchancen und Toren ist nicht ideal. Und im Abwehrverhalten präsentieren sie sich häufig unglücklich und bekommen zu einfache Gegentore.“ Auf Kassel-Trainer Dietmar Hirsch freut sich „Wörsi“ im Übrigen: „Er ist ein top Trainer und ein sympathischer Typ. Ich gönne ihm aber erst nach dem Spiel am Samstag den größtmöglichen Erfolg.“ Damit es mit Zählbarem im Auestadion klappt, bedient sich Dietkirchens Übungsleiter einer These von SC Freiburg-Trainer Christian Streich: „Nicht das Spielsystem ist entscheidend, sondern die Mentalität. Wir brauchen ein top Abwehrverhalten und den entsprechenden Mut. Gelingt uns das, können wir für eine Überraschung sorgen.“

Aus personeller Sicht wird es keine Veränderungen geben, auch wenn der eine oder andere Akteur bereits heute Abend beim Kreisoberliga-Spiel der eigenen 2. Mannschaft im Einsatz sein wird. Es wäre schon ein „dickes Ding“, sollte der TuS mit mindestens einem Punkt aus Kassel zurückkehren. „Jeder Punkt ist wertvoll für uns. Wir wollen vor der kalten Jahreszeit ein gewisses Polster haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare