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Markus Neugebauer (Hadamar) grätscht dem Stadtallendorfer Kevin Vidakovics in die Parade. Im Hintergrund beobachtet Jonas Herdering die Szene.

Fußball-Hessenliga

Ein gebrauchter Tag für Rot-Weiß

Der SV Rot-Weiß Hadamar hat sein Heimspiel in der Fußball-Hessenliga gegen Eintracht Stadtallendorf mit 0:2 verloren und stand schon gegen Ende der ersten Halbzeit wegen einer Roten Karte auf verlorenem Posten.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – Eintracht Stadtallendorf 0:2 (0:2). In den ersten Sequenzen durften die Zuschauer nicht den Eindruck gewinnen, als würde die Eintracht derart dominant durch die 90 Minuten marschieren. Steffen Rücker hatte nach sechs Minuten für Leon Burggraf aufgelegt, doch der Schuss des Angreifers flog am rechten Pfosten vorbei (6.). Hadamar schien gut im Spiel zu sein, doch schon bald wendete sich das Blatt. Nach gerade einmal zehn Minuten hieß es 0:1, als Laurin Vogt das Spielgerät nach tollem Pass von Kevin Vidakovics über Torhüter Christopher Strauch hinweg in die Maschen gehoben hatte. Die „kalte Dusche“ tat den Rot-Weißen weh, denn fortan lief wenig zusammen. 

Die Elf von Trainer Dragan Sicaja war absolut tonangebend und hätte frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können. Niko Jovic schoss auf Zuspiel von Muhamet Arifi knapp rechts vorbei (14.), und bei einer hochkarätigen Doppelchance von Damijan Heuser und Niko Jovic musste Torhüter Christopher Strauch sein Können aufbieten (31.). Rot-Weiß versuchte allmählich durch aggressive und bessere Zweikampfführung ins Spiel zu finden, doch die Gäste blieben einfach abgezockter, reifer und schlichtweg besser, auch weil Hadamar im Mittelfeld zu viele Räume angeboten hatte. Torjäger Felix Nolte versäumte nach einem Konter und der starken Vorarbeit Jascha Döringers im Übrigen ebenso den zweiten Treffer (36.). 

Die wahrscheinlich spielentscheidende Szene ereignete sich fünf Minuten vor der Pause: Mirco Paul hatte im Strafraum Felix Nolte unstrittig elfmeterreif gefoult, doch die Rote Karte, die Schiedsrichter Steffen Rabe zückte, war nicht nur hart, sondern faktisch falsch. Der Angriff Pauls galt klar dem Ball, so dass der Elfmeterpfiff als Strafe hätte ausreichen müssen. Jascha Döringer verwandelte sicher zum 0:2 (40.). 

Dennoch gaben die Fürstenstädter im zweiten Durchgang nicht auf, und waren mehr als nur bemüht. Zwar verpasste Laurin Vogt nach Nolte-Pass die Entscheidung, aber auch Hadamar kam zu Abschlüssen. Erst hatte Mirko Dimter per Hinterkopf Eintracht-Keeper Dusan Olujic zu einer Glanzparade gezwungen (66.), wenig später fischte der Schlussmann einen Herdering-Freistoß aus dem Eck (70.). 

Stadtallendorf tat fortan nicht mehr als notwendig, so dass sich beide Teams beinahe einen Nicht-Angriffspakt lieferten. Fünf Minuten vor Ultimo dann der zweite Strafstoß: Markus Neugebauer brachte Laurin Vogt zu Fall, doch Christopher Strauch entschärfte den schwach geschossenen Elfmeter von Felix Nolte. An der Gerechtigkeit des verdienten Gäste-Sieges konnte es an diesem Nachmittag keinen Zweifel geben. 

Hadamar: Strauch, Dimter, Mar. Neugebauer, Burggraf, Zey (63. Sedy), Gschwender, Rücker, Pandza (43. Sembene), Herdering, Mat. Neugebauer, Paul – Stadtallendorf: Olujic, Pape, Döringer, Vidakovics, Vogt, Heuser, Nolte, Jovic, Gaudermann, Arifi, Zildzovic (73. Parson) – SR: Rabe (Münchhausen) – Tore: 0:1 Laurin Vogt (11.), 0:2 Jascha Döringer (40./FE) – Rot: Mirco Paul (39., Foulspiel) – Zuschauer: 300.

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