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Alexander Ujma (schwarzes Trikot), hier im Spiel gegen die SF Friedrichsdorf, setzt sich mit dem TSV Vatanspor durch.

Fußball Hochtaunus, Gruppenliga

2:0 gegen den FSV Friedrichsdorf: TSV Vatanspor  verlässt letzten Platz

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Die Usinger TSG muss nach einem 2:3 im Verfolgerduell dem SC Dortelweil Rang zwei überlassen. Für den 1. FC-TSG Königstein setzt es in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West einen bitteren Nackenschlag.

Vatanspor Bad Homburg - FSV Friedrichsdorf 2:0 (1:0): Ganze Steinlawinen waren am Samstagabend von den Herzen der Gastgeber gepurzelt. Nicht nur, weil der Verbandsliga-Absteiger durch seinen Dreier den letzten Tabellenplatz los war - "vor allem die Art und Weise, in der wir die drei hochverdienten Punkte geholt haben, stimmt mich für die nächste Zeit zuversichtlich", atmete Vatan-Vorsitzender Yasin Bozdag durch.

"Wir konnten unsere vielen Ausfälle, darunter mehrere Mentalitätsspieler, nicht kompensieren. Das war schon enttäuschend", sagte FSV-Coach Metin Yildiz - und attestierte dem TSV Vatanspor ebenfalls einen "verdienten Sieg, weil Vatan mehr gewollt hatte als wir". Obendrein habe man bei beiden Gegentoren "große Unterstützung" geleistet. Und nicht zuletzt habe aus Yildiz' Sicht auch der Unparteiische nicht den besten Tag erwischt: "Zweimal pfiff er uns in der ersten Hälfte den Vorteil ab, als wir alleine aufs Tor zugesteuert wären". Bis die Gastgeber in der 26. Minute nach einer Ecke von Alexander Ujma in Führung gingen - Eric Bueno Oliva köpfte beim Abwehrversuch ins eigene Tor - hätten die Gastgeber schon längst vorlegen können. Ehe Luka Coric in der 53. Minute nach einer von Koyun schlecht abgewehrten Flanke aus 20 Metern abzog und das 2:0 besorgte. Die dickste Chance des FSV hatte Bünyamin Celikci am Fuß, als einen Freistoß aus 25 Metern zu hoch angesetzt hatte (39.).

Tore: 1:0 Bueno Oliva (26./ET), 2:0 Coric (53.).

Sportfreunde Friedrichsdorf - Olympia Fauerbach 3:5 (2:3):  Optisch hatten die Sportfreunde ein Plus, doch wie formulierte Martin Schmidt, der Sportliche Leiter: "An klaren Chancen unsererseits ließ Fauerbach nur wenig zu. Im Gegenteil: Wenn wir noch vier Gegentreffer mehr kassieren, hätten wir uns auch nicht beschweren dürfen."

Anfang allen Übels war aus Sportfreunde-Sicht ein in der 3. Minute von Ali Razai getretener Strafstoß, mit dem er in Jens-Peter Michalak seinen Meister fand. Fauerbachs Spielertrainer Andreas Baufeldt schloss dann einen Konter zum 0:1 (12.) ab. Kassiert und weggesteckt, so das Motto der Gastgeber, die durch Deniz Pekgüzelyigit (16.) und Florian Kister den Spieß zum 2:1 (18.) umdrehten. Was den Sportfreunden aber keine Sicherheit gab. Cristian Vasile glich aus 30 Metern in den Winkel aus (30.), und nach einem Kopfball von Paul Wischtak hieß es 2:3 (35.). Entschieden war die Partie mit Niklas Beiers Doppelschlag (65./66.). Kister konnte nur noch auf 3:5 (75.) verkürzen.

Tore: 0:1 Baufeldt (12.), 1:1 Pekgüzelyigit (16.), 2:1 Kister (18.), 2:2 Bodea (30.), 2:3 Wischtak (35.), 2:4/2:5 Beier (65./66.), 3:5 Kister (75.).

FG Seckbach - 1. FC-TSG Königstein 3:0 (1:0) : "Wir haben wieder gegen uns selbst gespielt und uns dann auch selbst geschlagen", wirkte Königsteins Trainer Cagakan Kiran konsterniert. So leistete sich Hamza Hajradinovic in der 17. Minute ein Foulspiel, das mit Strafstoß geahndet wurde, den Milad Wardak zum 1:0 vollstreckte. Dabei blieb es bis zur 80. Minute, ehe wiederum Hajradinovic patzte, Seckbach einen Rückpass spielte, den Alen Kotarac aus der zweiten Reihe zum 2:0 verwertete.

Mitten in die Königsteiner Verärgerung über den vorentscheidenden Gegentreffer platzte dann noch das 3:0 (81.) durch Amin Asli. Kiran: "Wir rennen uns die Seele aus dem Leib, haben aber einfach keinen Spieler, der vorne netzt. Obendrein pfiff der Schiedsrichter gegen uns sehr kleinlich, bei Seckbach dagegen sehr großzügig."

Tore: 1:0 Milad Wardak (17./FE), 2:0 Kotarac (80.), 3:0 Asli (81.).

Usinger TSG - SC Dortelweil 2:3 (1:0): Die Schützlinge von Marius Walz mussten mit zwei Handicaps leben. Torjäger Marco Weber hatte sich im Training das Knie verdreht und fiel aus. Obendrein schied in der 19. Minute Webers kongenialer Sturmpartner Marcel Kopp aus - Zerrung. Die UTSG steckte beides aber zunächst weg und ging in der 33. Minute durch Ertugrul Senlikoglu in Front. Statt dann 2:0 durch Torben Selzer (36./ein Dortelweiler Abwehrbein rettete auf der Torlinie), egalisierte auf der Gegenseite Leon Günther mit einem Schuss ins Dreieck (55.).

Nur drei Minuten später brachte Dominik Steffen die Gäste sogar in Front, als Niklas Schulze einen Schuss von Dominik Schlatter nur abklatschen konnte. Rückstand und mit Weber sowie Kopp die Torgaranten nicht im Spiel - was nun? Für die UTSG antwortete Christian Kaus, der nach Freistoß von Vladislav Fomin zum 2:2 (67.) wieder ausglich. Aber erneut Steffen legte für den SC zum 2:3 wieder vor (73.). Dabei blieb es auch trotz eines Usinger Vorteils von 8:1 Eckbällen.

Tore: 1:0 Senlikoglu (33.), 1:1 Günther (55.), 1:2 Steffen (58.), 2:2 Kaus (67.), 2:3 Steffen (73.).

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