Handball

Gegen Nieder-Roden wollten die müden Knochen nicht mehr

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Mit vier Trainingseinheiten und zwei Testspielen absolvierten die Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim schon einen anstrengenden Auftakt in die letzte Vorbereitungsphase auf die neue Spielzeit.

Insgesamt sprach Trainer Tobias Fischer von einem erfolgreichen Wochenende. „Ich kann das nicht anders sagen: Es war von den Trainingseinheiten her top. Die Mädels ziehen mit – und sie wollen lernen.

Nach zwei knapp zweistündigen Trainingseinheiten und einer kurzen Mittagspause fuhren die Eddersheimerinnen zum Meister der 3. Liga Ost, der HSG Gedern/Nidda, die nun in der 2. Bundesliga Süd aktiv ist. „Gedern/Nidda hatte zuvor schon gegen die TSG Oberursel gespielt und traf danach gleich auf uns“, berichtete Tobias Fischer, der neben den Langzeitverletzten Lisa Brennigke und Franziska Feick auch die beruflich und privat verhinderten Sina Elter und Anna-Lena Kempf verzichten musste und damit nur neun Feldspielerinnen aufbieten konnte.

„Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der wir knapp geführt hatten, haben wir uns bis auf 16:11 abgesetzt“, war Fischer mit der Leistung seiner Mannschaft richtig zufrieden, „dann hat man gemerkt, dass sie müde waren“. Nun schlichen sich Fehler ins Spiel seines Teams auf, so dass Gedern/Nidda bis 30 Sekunden vor Schluss zum 27:27 ausgeglichen hatte. Der Trainer, den Resultate von Testspielen eigentlich nicht interessieren, forderte sein Team auf: „Wir fangen kein Tor mehr und werfen noch eins.“ Und so kam es: Melissa Kirchner wehrte den Ball ab, Stefanie Güter warf den Pass nach vorne, und Neuzugang Lilly König verwertete das Zuspiel kurz vor Schluss zum 28:27-Erfolg. „Wie gesagt, eigentlich sind mir die Resultate egal. Aber das war gut für die Moral. Und Lilly König, Anna Gempp und Melissa Kirchner haben sich gut eingefügt, wobei sie natürlich noch keine spielerische Bindung haben. Die muss in dieser Trainingsphase jetzt kommen“, resümierte der Trainer, für den es ein erfreulicher Auftakt in die letzte Vorbereitungsphase war.

Auch der zweite Tag begann mit einer zweistündigen Trainingseinheit. „Nach der Mittagspause hatte ich ein Novum eingeführt. Vier Spielerinnen haben in einer Theorie-Stunde unsere Spielzüge vorgetragen“, erklärte Fischer, „das hat zwei positive Aspekte: Wie bei der Vorstellung eines Gegners lernen die Spielerinnen, vor der Gruppe zu sprechen. Sie haben auch die Aufmerksamkeit ihrer Mitspielerinnen. Und wenn mir noch etwas fehlt, dann kann ich es immer noch anfügen. Für mich ist das eine gute Geschichte gerade im Sozialen Bereich“.

Nach einer weiteren zweistündigen Trainingseinheit ging es sofort ins Spiel gegen die HSG Nieder-Roden. „Das war neu für meine Mannschaft. Ich möchte sie aber jetzt so belasten, dass sie in der Runde richtig Gas geben kann“, begründete Fischer diesen ungewöhnlichen Schritt. Das Spiel war schnell erzählt: Bis zum 7:7 hielten die Gastgeberinnen mit, dann fehlte einfach die Kraft. Bis zur Pause führte der Oberligist, der ausgeruht war, mit 16:10. In der ersten Hälfte verletzte sich noch Lilly König am Fuß, so dass Alexandra Flebbe fast 50 Minuten durchziehen musste. „Das war so nicht geplant, zumal Melissa Kirchner alleine im Tor war und sich in der zweiten Hälfte steigerte“, erklärte Fischer. Am Donnerstag geht es nach Mainz, am Samstag treffen seine Damen beim Turnier in Bad Soden erneut auf die Nieder-Rodenerinnen.

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