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Das geht in Ordnung

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Von: Roland Stipp

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Rot-Weiss-Torjäger Varol Akgöz (rechts), hier beäugt von ?Hesse? Markus Brüdigam, traf zwei Mal ? doch das reichte nicht für einen Teilerfolg oder mehr.
Rot-Weiss-Torjäger Varol Akgöz (rechts), hier beäugt von ?Hesse? Markus Brüdigam, traf zwei Mal ? doch das reichte nicht für einen Teilerfolg oder mehr. © Christian Klein ( Foto Klein)

Rot-Weiss Frankfurt droht nach dem 2:3 (1:1) gegen Hessen Dreieich sogar noch in diesem Jahr der Verlust der Tabellen-führung in der Fußball-Hessenliga.

Im vorletzten Spiel vor der Winterpause konnten die „Roten“ nicht mehr überzeugen. In der ersten Halbzeit waren sie noch einigermaßen im Spiel, im zweiten Abschnitt lief fast gar nichts mehr zusammen. „Besonders die erste halbe Stunde nach der Pause war gar nicht gut. Da haben wir Dreieich den Gefallen getan, es fast nur durch die Mitte zu versuchen, wo sie aber gut gestanden haben. Am Ende muss man leider sagen, dass das Ergebnis in Ordnung geht“, sagte Rot-Weiss-Trainer Danyiel Cimen nach der Partie.

Die Gastgeber hatten vor knapp 200 Zuschauern am Brentanobad erst einmal Glück, weil der Linienrichter nach einer Kopfballablage von Denis Talijan auf Khaibar Amani eine Abseitsposition gesehen haben wollte. Amanis Treffer zählte nicht (3.). Auf der Gegenseite verfehlte Tim Fließ das Tor aus 20 Metern nur um Haaresbreite (9.), ehe wieder Talijan nach einem Freistoß von Daniele Fiorentino mit dem Kopf an den Ball kam – und aus vier Metern am glänzend reagierenden Ioannis Takidis scheiterte (15.).

Die große Chance zum Führungstreffer für die Gastgeber hatte dann Kadir Fil, dessen Direktabnahme nach einer scharfen Hereingabe von Luca Scholten aus zwei Metern über die Latte ging (33.). Deutlich schwieriger hatte es Amani, der nach einer halbhohen Flanke von Markus Wosieck und von zwei Gegenspielern bedrängt per Direktabnahme das 1:0 für Dreieich markierte (44.). Kaum war der Torjubel verhallt, besorgte Akgöz per Kopfball nach einer Fil-Ecke den Ausgleich (45.+1.). „Wir hatten die Chancen und hätten zur Pause führen müssen, zumal wir nur wenig zugelassen haben“, lautete Cimens Gesamteindruck.

Entschlossenheit fehlt

Im zweiten Abschnitt machte der Tabellenführer einen zu verspielten und auch ein bisschen planlosen Eindruck. Mit Flanken war gegen die Abwehrhünen der Gäste nichts auszurichten und durch das Zentrum ging auch nichts, weil dort Tempo und Entschlossenheit fehlten. Dreieich konnte sich recht bequem in seiner Hälfte einrichten und auf seine Gelegenheiten lauern. Christian Pospischil erkannte schließlich die Chance und schickte Fiorentino, der halblinks in den Strafraum zog, mit Velibor Velemir um Außenverteidiger Jeremy Lundy herum Doppelpass spielte und den Ball dann hübsch ins lange Ecke hob (53.). Elf Minuten später schickte Amani Fiorentino, der Innenverteidiger Damir Topcagic austanzte und den Ball über den herausstürzenden Takidis hinweg zum 3:1 in Tor lupfte (53.).

Kurz wurde es nach dem Anschlusstreffer von Akgöz sogar noch einmal spannend, der ein Zuspiel von Adam Freund verwertete (88.), zumal Wosieck für sein ungestümes Foul gegen Cem Kara im Mittelfeld die Rote Karte sah (89.). Gefährlich aber wurde der Tabellenführer nicht mehr – es fehlte bis zuletzt die Entschlossenheit vor dem Tor.

„Für uns geht es jetzt darum, dass wir uns weiter stabilisieren. Erst einmal sind wir froh, dass wir noch so weit gekommen sind“, sagte Dreieichs erleichterter Trainer Thomas Epp, der auch Sportdirektor ist und zugab: „Es gab nach dem schwachen Saisonstart schon Momente, wo ich überlegt habe, ob ich mich in mein Büro zurückziehen und einen anderen Trainer holen soll. Aber jetzt wir sind alle happy, dass wir es zusammen da hinten rausgeschafft haben.“

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