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Tolle Stimmung in der Spielerkabine des TuS Dietkirchen nach dem Triumph.

Fußball-Verbandsliga Mitte

Der Geniestreich des TuS Dietkirchen

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Der Spieltag stand ganz im Zeichen des Geniestreichs des TuS Dietkirchen gegen den vom Tableau her übermächtigen Spitzenreiter FSV Fernwald.

„Was die Jungs heute geleistet haben, war ganz speziell. Ich empfinde Glück und Stolz der besonderen Art und Weise“, sprudelte es aus Trainer Thorsten Wörsdörfer nach dem souveränen 3:1-Erfolg seines TuS Dietkirchen gegen Tabellenführer FSV Fernwald heraus. Es war erst die zweite Saisonniederlage für den künftigen Hessenligisten. Damit brachten sich die Reckenforstler zudem in eine formidable Position um die Teilnahme an der Relegationsrunde.

TuS Dietkirchen – FSV Fernwald 3:1 (2:1). Vor dem Spiel: Für den TuS wäre eine Niederlage kein Weltuntergang geworden, aber drei „big points“ gegen den Tabellenersten würden eine Duftmarke für die weiteren Gegner setzen. 31 Gegentore des FSV Fernwald gegenüber 20 Dietkircher waren nicht unbedingt furchteinflößend. Und: Gegen Fernwald hat der TuS in der Vergangenheit immer seine besten Spiele gezeigt. Für die, die noch nicht aufs Spiel konzentriert waren: Freistoß von rechts von Kratz halblinks auf Dankof, der köpfte gegen die Laufrichtung von Jäckel aus gut zehn Metern überraschend für alle zum 1:0 ein. Da war noch keine Minute gespielt. Im Weiteren spielte Fernwald wie erwartet souverän, sicher einstudiert. Aber dafür konnte man sich beim Wörsdöfer-Team nichts kaufen, das hellwach, pfiffig und etwas krakelig, also unberechenbar, aufspielte.

Die Folge: Moses langer Pass auf Dankof, der legte quer an den 16er auf Kratz. Dieser schoss quasi durch seinen Gegenspieler hindurch satt links unten zum 2:0 ein (22.). Fernwald wirkte zunehmend leicht säuerlich. Dies entlud sich in der 38. Minute in einem sehenswerten, etwas eigensinnigen, aber erfolgreichen Kraftakt. Jörg überlief im Strafraum seinen Gegenspieler mit unbändigem Willen und zog, fast an der Torauslinie angekommen, aus zehn Metern flach ins lange rechte Eck zum 2:1 ab. In der zweiten Halbzeit hielt Fernwald den Druck weiter hoch, was den Reckenforstlern schon immer entgegengekommen ist, weil allen Spielern hohe Konzentration abverlangt wurde. Fernwald hatte natürlich gute Torchancen: Ein Freistoß streifte die Latte (80.), und Rademacher musste auf der Torlinie (90.) retten.

Doch da war es für Fernwald bereits zu spät. Die extrem raffinierte Einwechseltaktik von Trainer Wörsdörfer, nämlich eines der besten und elegantesten „Pferde im Stall“, Marco Müller, erst in der 63. Minute ins Rennen zu schicken, schlug in der 73. Minute wie eine Bombe ein. Eckball von Kratz irgendwie auf den Kopf von Müller – es stand 3:1. Jetzt war plötzlich für beide Mannschaften Platz da, was den Endstand aber nicht mehr änderte. Mann des Tages war Kevin Kratz, der an allen drei Toren mitbeteiligt war.

pb

Dietkirchen: Laux, Nickmann, Rademacher, P. Schmitt, Hautzel, Kratz, Mink (64. Müller), Dankof, Zuckrigl (89. Dietrich), Schaefer (83. Leukel), Wenig – Fernwald: Jäckel, Richardt (46. Vujica), Bender, Jörg, Goncalves, Szymanski, Weinecker, Bartelt, Völk (72. F. Erben), Fischer, D. Erben (46.Ersentürk) – Tore: 1:0 Robin Dankof (1.), 2:0 Kevin Kratz (22.), 2:1 Andre Jörg (38.), 3:1 Marco Müller (73.) – SR: Becher (Karben) – Zuschauer: 200.

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