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Kreisoberliga-Aufsteiger TSG Oberbrechen präsentiert sich mit (obere Reihe, von links): Miles Schmitt, Tobias Kremer, Shiyar al Mohammad, Michael Stricker, Patrick Deisel, Pascal Schmitt, Marvin Knapp, Martin Rudloff, Michael Möbs und Simon Leimpek; Mitte, von links: Antoine Grund (Co,-Trainer), Horst Schaller (Torwarttrainer), Michael Eufinger (Spielausschuss), Sascha Lanzel, Erik Eufinger, Patrick Krämer, Kevin Kremer, Kai Bender, Fabian Eufinger, Marcel Pötz, Steve Hönscher, Mike Lorse, Paul Schneider, Philipp Schneider, Alexander Schraut (Spielertrainer), Sebastian Heun (Spielausschuss) und Armin Münkel (Abteilungsleiter Fußball); unten, von links: Til Eckert, Lukas Schneider, Quentin Wagner, Jonas Kremer, Florian Münkel, Tristan Wagner, Luca Kremer, Mohammed Amin al Mohammad und Leon Remagen. 

Fußball im NNP-Land

Der "Geniestreich" der TSG Oberbrechen

Ein Jahr lang ging die TSG Oberbrechen durch die harten Mühlen der Fußball-Kreisliga A. Unter dem neuen Spielertrainer Alexander Schraut hat das junge Team an Profil gewonnen und die direkte Rückkehr in die Kreisoberliga geschafft.

VON SASCHA LANZEL

Die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochene Saison 2019/20 hat für das junge Team der TSG Oberbrechen ebenso viele Höhen wie Tiefen parat gehabt. Letztlich überwogen aber die Höhen. Nach dem bitteren Abstieg in die Fußball-Kreisliga A Limburg-Weilburg schafften die Gelb-Schwarzen quasi auf den "letzten Drücker" den direkten Wiederaufstieg in die Kreisoberliga.

Das "gute Ende" war allerdings zu Saisonbeginn keineswegs zu erwarten gewesen. Das gesteckte Ziel hatte geheißen "oben mitspielen", oder anders ausgedrückt: oberes Tabellendrittel. Dass es am Ende tatsächlich für den 2. Platz reichte, ist nach einem Blick auf die Platzierungen der Mitabsteiger und der starken Konkurrenz in der A-Liga hoch einzuordnen. Ein Baustein für den tollen Erfolg war zweifelsfrei der neue Spielertrainer Alexander Schraut. In seinem ersten Jahr machte er zweifelsfrei einen sehr guten Job und wusste die Jungs von Anfang an mitzureißen. "Sowohl auf als auch neben dem Platz passt Alex in unser Gefüge und hat sich hervorragend in unseren Verein als Trainer und Spieler integriert", war es allenthalben zu hören.

Nach einem sehr gelungen Start in die Saison folgte für die TSG eine kleinere Schwächephase, in der das Team Plätze einbüßte und der spätere Meister, die SG Taunus, auf und davon raste. Waren es die vielen englischen Wochen oder die zahlreichen Auswärtsspiele? Schwer zu sagen.

Wie auch immer, das Team kam gestärkt zurück und ließ seit dem 13. Spieltag keinen einzigen Punkt mehr liegen. Aufgrund dieser Siegesserie, die selbst in Testspielen gegen höherklassige Teams nicht riss, hat sich die Mannschaft den Aufstieg zweifelsfrei verdient.

Das junge Durchschnittsalter birgt zweifelsfrei ein großes Potenzial, das bereits in der "Corona-Saison" zu erkennen war. "Die Jungs bringen einiges an Motivation mit und zeigen eine hohe Lernbereitschaft, was sich an der Trainingsbeteiligung erkennen lässt", wissen die Beteiligten. Selten stehen weniger als 20 Spieler auf dem Platz, wenn für anstehende Aufgaben trainiert wird. Nicht zuletzt hing dies mit der guten Chemie zwischen Mannschaft und Trainer zusammen. Durch dieses konstante Auftreten und der damit verbundenen Disziplin jedes Einzelnen ist es in Oberbrechen gelungen, sich zu entwickeln und letztlich gute Ergebnisse einzufahren.

Diese Entwicklung soll nun in der Kreisoberliga fortgesetzt werden. Aber bei der TSG weiß man: "Dass es in einer Entwicklungsphase nicht stets bergauf geht, ist uns bewusst. Gerade in einer höheren Liga werden wir mit mehr Rückschlägen rechnen müssen, aus denen wir lernen werden."

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