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Der Schwanheimer Stefan Enders (links, gegen Oskar Stahl/Dietkirchen) hatte wie die meisten seiner Mitspieler gestern nicht seinen besten Tag erwischt.

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Germania Schwanheim steckt in einem Loch – Derby in Zeilsheim

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Der Negativtrend der Germania geht weiter: Auch auf heimischen Platz haben die Schwanheimer gegen die TuS Dietkirchen mit 1:2 das Nachsehen.

Das Team um Trainer Tomas Pelayo hätte mit einem Heimsieg nicht nur den aktuellen Fluch der Niederlagenserie gebrochen, sondern auch einen Sprung auf Platz vier machen können. So heißt die Realität nach dem elften Spieltag der Fußball-Verbandsliga Mitte für Germania Schwanheim nun Rang zehn.

Mit der TuS Dietkirchen empfing Schwanheim ein zuletzt formstarkes Team. Und obgleich der Ergebnisse zuletzt zeigte sich Pelayo von den Gästen enttäuscht. „Ich habe Dietkirchen wesentlich stärker erwartet“, resümierte der Schwanheimer Trainer im Anschluss an die ärgerliche 1:2-Heimschlappe. So habe Dietkirchen allenfalls anderthalb Torchancen herausgespielt und ansonsten das Spielgeschehen mit ihrer defensiven Vorgehensweise verweigert. Nur dem plumpen Einsteigen von Linksverteidiger Stefan Enders im eigenen Strafraum sei die glückliche Gästeführung zu verdanken, nachdem Marvin Rademacher den fälligen Elfmeter verwandelte (36.). Auch der zweite Dietkirchener Treffer war ein Geschenk seitens der Gastgeber: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld überwand Kapitän Matthias Terzic mit dem Kopf seinen Keeper Fabio Begher (54.). „Damit liegst du 0:2 hinten und keiner weiß warum“, ärgerte sich Pelayo, dem schlichtweg die Worte fehlten.

Freuen konnte sich der Trainer lediglich über die Joker-Qualitäten von Vladimir Bogdanovic, der für ordentlich Schwung sorgte und nur drei Minuten nach seiner Einwechslung traf (83.) sowie den unermüdlichen Offensivdrang von Rechtsverteidiger Serhan Karabas. „Meiner Meinung nach war er der beste Mann heute“, adelte Pelayo Karabas. Generell sei es positiv zu bewerten, dass die Mannschaft sich nicht aufgab. Doch kam das Aufbäumen der Hausherren zu spät.

„Am Ende wird abgerechnet, aber aktuell sieht es nicht gut aus“, erklärte Pelayo, der sein junges Team derzeit in einem tiefen mentalem Loch sieht. Um sich aus diesem zu befreien, müsse sein Team noch mehr als nur eine Schippe drauflegen, wobei es am Willen seiner Truppe nicht scheitere. „Sie wollen schon, aber irgendwo sind Hemmungen bei den Jungs. Wir als Trainer müssen die Jungs packen und ihnen helfen“, so der Trainer, der einem wichtigen Derby gegen Tabellennachbar SV Zeilsheim am Sonntag entgegensieht.

Schwanheim: Begher – Enders, Terzic, Kuac, Karabas – Samardzic (62. Ghebremariam), Schlee, Mitsiou (78. Matthews), Maingad (80. Bogdanovic) – Gök, Uth. Tore: 0:1 Rademacher (36.), 0:2 Terzic (54./ET), 1:2 Bogdanovic (83.).

(rku)

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