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Nach 20 Jahren war Germania Schwanheim beim Offensiv-Cup wieder obenauf.

Hallenfußball

Germania Schwanheim gewinnt nach 20 Jahren wieder den Offensiv-Cup

Sieben Vereine aus den westlichen Frankfurter Stadtteilen, die „fußball-geographisch“ zum Kreis Main-Taunus zählen, nahmen am Samstag an der inoffiziellen Kreismeisterschaft in Kriftel teil. Zwei von ihnen standen sich im Endspiel gegenüber.

1999 hatte Germania Schwanheim zum ersten und bis dato einzigen Mal den Offensiv-Cup zugunsten der LEBERECHT-Stiftung dieser Zeitung gewonnen. Tomas Pelayo hatte seine Schwanheimer Fußballer schon am frühen Morgen in der Teamsitzung darauf eingeschworen, den damaligen historischen Triumph genau 20 Jahre später wiederholen zu wollen. Nach dem 4:0 im Finale der 33. Auflage des Hallenturniers mit den besten Teams des Kreises Main-Taunus aus den verschiedenen Ligen von der Hessenliga bis zur B-Klasse gegen den SV Zeilsheim gab der impulsive Coach stolz zu Protokoll: „Das geht runter wie Öl. Wir haben Geschichte geschrieben und uns von Spiel zu Spiel gesteigert.“

Besonders gefiel Pelayo, dass sechs der neun Kaderspieler inklusive der Coach selbst eine Zeilsheimer Vergangenheit aufweisen. Schon während des hitzigen Halbfinales, als sein Team dem haushohen Favoriten aus der Hessenliga FC Eddersheim ein 2:2 abgetrotzt hatte und sich dann im Neunmeterschießen durchsetzte, hatte der Coach alle Hände voll zu tun, um seine emotionalen Spieler zurückzuhalten. Selbst hatte der Spanier seine Emotionen aber in hohem Maße ausgelebt und so seine Fußballer zum Triumph mitgerissen.

Im zweiten Spiel löste Germania Schwanheim das Ticket zum Viertelfinale im Offensiv-Cup

Dabei hatte es in der Gruppenphase mit dem 1:2 gegen Alemannia Nied nicht gut angefangen, im zweiten Spiel lösten die Germanen mit dem 7:3 das Ticket zum Viertelfinale, in dem der verbliebene Rest von Verbandsliga-Rückzieher DJK Flörsheim 4:0 ausgeschaltet wurde.

Unter der Regie von Co-Trainer Carlos Saraiva erreichte der Frankfurter Ligakonkurrent SV Zeilsheim das Endspiel mit so bekannten Spielern wie Kadir Fil, Kaan Köksal oder Moussa Zie Ouattara. Vier Punkte in der Gruppenphase gegen die SG Oberliederbach und Germania Okriftel reichten zum Gruppensieg, im Viertelfinale wurde der VfB Unterliederbach nach einem 1:1 im Neunmeterschießen nach Hause geschickt. Im Halbfinale traf Zeilsheim unter den Augen des auf der Tribüne sitzenden Cheftrainers Sascha Amstätter auf das Überraschungsteam des Turniers. Alemannia Nied, seines Zeichens Tabellenführer der Kreisoberliga, ging aus der Gruppe A mit Schwanheim und Höchst als Sieger hervor, gewann dann im Viertelfinale gegen Flörsheim mit 4:0 und zog im Semifinale dann mit 0:3 den Kürzeren.

Unter dem Strich belegten die Alemannen den dritten Platz, nach dem sie im Neunmeterschießen Eddersheim besiegt hatten.

10 000 Euro für Leberecht-Stiftung gesammelt

A-Liga-Tabellenführer SG Sossenheim konnte mit den Naziri-Brüdern Romal und Ahmed sowie Hüseyin Can das Vorrunden-Aus nach zwei Niederlagen nicht verhindern. Ein Farbtupfer war B-Ligist Creu Höchst, der sich am frühen Morgen im Qualifikationsspiel gegen C-Ligist SV Fischbach mit 3:2 für das Turnier qualifizierte. Mit zwei 2:8-Niederlagen gegen Eddersheim und Unterliederbach waren die Spanier in der Gruppe D aber überfordert.

Zugunsten der Stiftung LEBERECHT wurden wieder mehr als 10 000 Euro als Spenden gesammelt. Allein die 124 Treffer, die die 13 Teams in 19 Partien plus Neunmeterschießen um Platz drei erzielten, wurden von der Taunus Sparkasse mit je 20 Euro prämiert.

(ace)

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