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Wegen eines verlorenen Zweikampfs spuckt ein Fußballer im Kreis Limburg-Weilburg seinen Gegner an. Gerade in Corona-Zeiten hat das empfindliche Folgen.

Sportgericht

Gegner angespuckt – und das in Corona-Zeiten: Harte Strafe für Fußballer

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Weil er einen Gegner angespuckt hat, wurde jetzt ein Fußballer im Kreis Limburg-Weilburg mit einer empfindlichen Strafe belegt – auch wegen Corona.

Limburg – Spucken ist unwürdig und geht gar nicht – Spucken in Corona-Zeiten ist ein Unding. So sah es auch der Vorsitzende des Sportgerichts im Fußballkreis Limburg-Weilburg, Heinz Schneider. Er belegte jetzt einen Fußballer aus der Kreisoberliga Limburg-Weilburg mit einer äußerst empfindlichen Strafe.

Wie es der eingesetzte Schiedsrichter in seinem Sonderbericht notierte, hatte der Fußballspieler nach einem verlorenen Zweikampf in Richtung des Gegenspielers gespuckt und ihn mit seiner Körperflüssigkeit am Kopf getroffen. Da kannte Heinz Schneider, der Vorsitzende des Sportgerichts im Fußballkreis Limburg-Weilburg, keine Gnade und sperrte den Kicker ob seiner ekligen und verabscheuungswürdigen Tat für acht Pflichtspiele.

Gegner angespuckt während Corona-Pandemie: Fußballer im Kreis Limburg lange gesperrt

In der Urteilsbegründung des Sportgerichts heißt es im Wortlaut: „Die Aktion des Spielers ist, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, als schwerwiegendes Vergehen anzusehen und als grobe Beleidigung zu bewerten. Er hat durch das Spucken die Gesundheit des Spielers gefährdet, beziehungsweise eine gesundheitliche Beeinträchtigung billigend in Kauf genommen.“ (mor)

Dass diese Gefährdung, die das Sportgericht in der Handlung des Fußballers sieht, nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt die aktuelle Entwicklung im Landkreis. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens in der Pandemie hat der Kreis Limburg-Weilburg die Corona-Regeln verschärft. Auch im Sport gelten ab Mittwoch (28.10.) neue Regeln: Maximal 100 Zuschauer und permanent Mund-Nasenschutz.

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