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Für Trainer Torsten Kierdorf (rechts) ist Mohamed Zouaoui der Gewinner der letzten Wochen.

Fußball-Hessenliga

Gewaltige Hausnummer zum Start

Nach drei Monaten Pflichtspielpause geht es für den SV Rot-Weiß Hadamar am morgigen Samstag in der Fußball-Hessenliga endlich wieder um Punkte: Im Heimspiel gegen den FC Eddersheim (15 Uhr in Niederhadamar) treffen die Schützlinge von Trainer Torsten Kierdorf auf einen enorm gefährlichen Gegner.

Zum Abschluss der Winter-Vorbereitung zieht Hadamars Hessenliga-Trainer Torsten Kierdorf ein positives Fazit: „Wir konnten trotz der Witterung ordentlich trainieren und fühlen uns bereit für das erste Punktspiel.“ Bis auf die Tatsache, dass immer mal wieder angeschlagene Spieler Teile der Vorbereitung nicht absolvieren konnten, habe in den letzten Wochen alles gepasst. Die teilweise durchwachsenen Testspiele will der Coach nicht überbewerten: „Vorbereitung ist Vorbereitung, und Freundschaftsspiele haben meist keine große Aussagekraft. Dennoch ist es wichtig, dass es wieder losgeht, damit wir auch schnell wissen, wo wir stehen.“

Erfreulich ist für den Übungsleiter die Tatsache, dass Robin Böcher, der fast zehn Monate verletzt war, langsam wieder an die Mannschaft herangeführt wird. Auch Sommer-Neuzugang Christian Jindra, der noch kein Pflichtspiel für die Rot-Weißen bestritten hat, ist mit an Bord und laut Kierdorf auch ein absoluter Kandidat für die Startelf am Samstag. Weniger erfreulich hingegen sind die Hiobsbotschaften, dass Marius Löbig aufgrund einer Fußverletzung bis Mitte März außer Gefecht sein wird, und dass hinter dem Einsatz von Markus Neugebauer, der sich beim Hallenturnier in Hachenburg verletzt hatte, ein dickes Fragezeichen schwebt. „Ich weiß aktuell noch nicht, welche Elf ich ins Rennen schicke, es wird aber die eine oder andere Überraschung geben“, kündigt Kierdorf an. Ganz sicher in der Anfangs-Formation wird aber Mohamed Zouaoui stehen, dem der Trainer eine hervorragende Vorbereitung attestiert: „Er ist für mich so etwas wie ein Gewinner der letzten Wochen.“

Der FC Eddersheim, derzeit Tabellen-Achter, blickt indes auf eine Vorbereitung zurück, die zumindest von den Testspielen her nicht ganz so berauschend war. Trainer Rouven Leopold, Bruder des Ex-Hadamarers Dennis Leopold, dürfte angesichts namhafter Neuzugänge wie beispielsweise Jörg Finger (VfB Ginsheim) hier und da ein Experiment gewagt haben.

Für Torsten Kierdorf ist der kommende Gegner eine gewaltige Hausnummer: „Für mich gehört Eddersheim unter die ersten Sechs, zumindest was das Spielermaterial angeht. Sie hatten einen guten Start, ehe ihnen gegen Ende des Jahres, auch bedingt durch Verletzungsprobleme, ein wenig die Luft ausgegangen ist. Ganz abgesehen von den Winter-Neuzugängen haben sie ohnehin eine Riesenqualität in der Mannschaft.“ Auf Torjäger Turgay Akbulut (17 Treffer) sollte die Defensive der Fürstenstädter also zusätzlich mehr als nur ein Auge werfen.

Bei der 4:2-Hinspielniederlage war Rot-Weiß laut Kierdorf chancenlos, umso mehr stellt der Trainer eine klare Forderung an seine Spieler: „Wir brauchen Jungs, die 100 Prozent fit und bereit sind, den Kampf anzunehmen. Wir müssen über unsere Grenze hinausgehen, sonst haben wir keine Chance. Ziel ist es, früh zu pressen und Eddersheim nicht ins Spiel kommen zu lassen. Gelingt uns das, können wir mit gutem Umschaltspiel zum Erfolg kommen.“

Samstag:

Hessen Kassel - Spvgg. Neu-Isenb. 14.00

Buchonia Flieden - Türk Gü. Friedberg 14.30

FV Bad Vilbel - FSC Lohfelden 15.00

Viktoria Griesheim - Hünfelder SV 15.00

SV RW Hadamar - FC Eddersheim 15.00 (in Niederhadamar)

SGB Fulda-Lehnerz - FC Ederbergland 15.00

Sonntag:

VfB Ginsheim - FC Gießen 14.30

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