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Kevin Kratz ( Tus Dietkirchen).

Fußball-Verbandsliga Mitte und Gruppenliga Wiesbaden

Glanzvoller TuS Dietkirchen, Punkt für Dorndorf, Desaster für Waldbrunn und Würges

Verbandsliga Mitte

Verbandsliga Mitte

FC Dorndorf  – TSV Bicken 2:2 (1:1).     Den besseren Start erwischte    Bicken, während den Schwarz-Weißen in den ersten 20 Minuten die Nervosität zu schaffen machte. Yannik Blättels Kopfball nach Ecke von rechts verfehlte ebenso sein Ziel wie H. Tegas Schrägschuss (7.). Dann leistete sich FCD-Kapitän Manuel Groß einen schweren Fehler beim Rückpass auf Niklas Kremer, der Kopf und Kragen riskieren musste, um einen frühen Rückstand zu vermeiden (17.). Allmählich fand jetzt die Schilling-Elf besser ins Spiel, und prompt fiel die Führung: Einer der auffälligsten Dorndorfer, Soheil Mansur, umdribbelte im Strafraum zwei Gegner und hatte trotz Bedrängnis noch das Auge für den besser postierten Jonathan Kap, der aus zentraler Position das 1:0 erzielte (26.). Nur eine Minute später war wieder Niklas Kremer Endstation der Bemühungen des TSV; in toller Manier drehte er einen Freistoß   Velinovs um den Pfosten. Kurz vor der Halbzeit war  die FCD-Abwehr bei einem gelungenen Doppelpass der Bickener nicht aufmerksam genug, ließ sich überlaufen, und Velinov schob trocken zum 1:1 ein (42.). Die zweite Halbzeit zeigte weiterhin zwei Teams, die alles in die Waagschale legten. Kampf und Einsatz waren auch jetzt Trumpf, und zunächst wurden die Einheimischen belohnt. Nach einem überraschend ausgeführten Freistoß    durch Soheil Mansur stieß Max Kunz in die sich auftuende Lücke, grätschte den Ball mit links vor das Tor, und Jonathan Kap vollendete per Kopf zur verdienten Führung (58.). Die Bickener ihrerseits drängten nun mit Macht auf den Ausgleich, konnten sich aber bis zur Schlussminute nur noch eine nennenswerte Torchance erarbeiten. Auf der Gegenseite tankte sich Jonathan Kap zweimal bis zur Grundlinie durch, fand aber vor dem Tor keinen Abnehmer. Auch der eifrige Thomas Wilhelmy besaß noch eine Chance (80.), doch Gästekeeper Seshko konnte den Ball noch von der Torlinie kratzen. Als sich die Dorndorfer Zuschauer schon mit dem Sieg angefreundet hatten, kam die letzte Spielminute und mit ihr der letztlich verdiente Ausgleich: Freistoß  Bicken, Torhüter Seshko rennt mit nach vorne und wird von Yannik Blättel gefoult. Kais Gouri lässt sich die Chance nicht nehmen und schießt den Strafstoß ein (90.). lah

Dorndorf: Kremer, M. Groß, Meloni, Kunz, Fries, Chr. Groß, Mansur, Blättel, Wilhelmy (83. Geie), Katzerooni, Kap – Bicken: Seshko, Ruezgar (60. Russo), Schaefer, Velinov, T. Kager, Oxouzidis (60. Haas), Gouri, B. Kager, N. Tega, Guenduez, H. Tega (72. Discher) – Tore: 1:0 Kap (26.), 1:1 Velinov (42.), 2:1 Kap (58.), 2:2 Gouri (90., FE) – Rot: Blättel (90.) – SR: Rühl (Hohenahr) – Zusch.: 95.

FC Waldbrunn –  FV Biebrich 02 0:5 (0:2).Dem euphorischen Sieg gegen Marburg folgte nur vier Tage später die ernüchternde Niederlage gegen Biebrich. Die abgezockten Urgesteine der Verbandsliga zeigten dem Aufsteiger aus Waldbrunn, wie man sich so lange in der Liga halten kann: Aggressives, agiles Spiel,  Ausnutzen der wieder einmal zuhauf auftretenden Abspielfehler der Waldbrunner und eiskaltes und zielstrebiges Spiel über die Außen sorgten schon in den ersten Minuten für Gefahr im Waldbrunner Strafraum. Nach 14 Minuten sorgte Michael Seidelmann freistehend im Strafraum mit einem Kopfball ins lange Eck zur Führung des FV, aber ein Aufbäumen des FCW war nicht spürbar, und so kam es dann auch in der 37. Minute unter Mithilfe der Waldbrunner Abwehr zum unnötigen 0:2. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit begannen etwas verheißungsvoller für die Waldbrunner, doch in der 60. Minute hätte Orkan Zer den Sack schon frühzeitig für die Wiesbadener zumachen können. Als einzige sehenswerte Aktion der Waldbrunner war ein Angriff der Scholl-Brüder, den Lukas nur knapp neben das Tor schoss. Im Anschluss dominierte aber nur Biebrich, das  die Fehler gnadenlos ausnutzte und das  auch in der Höhe verdiente Ergebnis als schönes Ostergeschenk mit nach Wiesbaden nehmen durfte. Den Westerwäldern bleibt die Hoffnung,      dass sie sich am Ostermontag gegen Schwanheim auch noch ein abschließendes Präsent in Form von drei Punkten gegen den Abstieg machen.    hho

Waldbrunn: Heupel, R. Scholl, Doll (70. E. Böcher), Egenolf, Mehr, J. Eisenkopf, Metovic, L. Scholl, Oshima, Fürstenau (46. Steinhauer), Breuer (46. Rösler) –  Tore: 0:1 Seidelmann (14.), 0:2 Zer (37.), 0:3 Gewalt (69.), 0:4 Meurer (71.), 0:5 Christ (83.) – Zuschauer: 130.

TuS Dietkirchen – SSV Langenaubach 4:2 (3:1).   Der Angstgegner war zu Gast. Aber man merkte dem Team von Trainer Thorsten Wörsdorfer vom Anpfiff weg an, dass diese Serie gebrochen werden sollte, und zudem wollten sich die Reckenforstler rehabilitieren für die schlechte Leistung im letzten Spiel. Dietkirchen war aggressiv und hatte direkt das Heft in der Hand. Folgerichtig fiel auch recht früh das 1:0 für die Schwarz-Roten: Kevin Kratz hatte sich im Mittelfeld den Ball erkämpft, trieb ihn nach vorne, zog aus gut 18 Metern ab und traf ins Eck. Da waren gerade einmal acht Minuten gespielt. Langenaubach brauchte ein wenig, um in die Partie zu finden. Aber in der 16. Minute war der SSV präsent. Nach einer Ecke lag der Ausgleich in der Luft, doch Dennis Leukel rettete auf der Linie. Jetzt entwickelte sich ein Spiel mit Torraumszenen auf beiden Seiten. Max Zuckrigl aus 16 Metern traf nicht ins Ziel, kurz danach bügelte Marvin Rademacher seinen Fehler in der Vorwärtsbewegung wieder aus und klärte einen Meter vor der Linie gegen Attia. Nach einer halben Stunde nahm Kevin Kratz das Leder  in Beschlag, setzte     Dennis Leukel ein, und es stand 2:0. Kurz vor dem Pausentee dann wieder der bärenstarke Kratz mit einem Zuckerpass auf „Zucker“. Der Kapitän lief alleine auf das Tor, umspielte den Keeper und netzte zum 3:0 ein.       Im direkten Gegenzug verkürzte Temel Uzun. Mit dem Pausenpfiff landete ein Fallrückzieher Max Zuckrigls in den Armen von Tormann Weber. Dennis Leukel hatte nach der Pause die nächste Chance für den TuS. Aber Keeper Weber hielt bravourös. Der SSV-Torwart schleppte sich zu dem Zeitpunkt schon durch das Spiel, da er sich vorher verletzt hatte. Was dann auch zum nächsten Tor beitrug: Nach einem Abschlag sackte er zu Boden, das Spiel lief weiter,  Dennis Leukel erkämpfte den Ball, das Spiel lief weiter, Leukel schoss   und sah dann erst,  dass der Keeper am Boden lag – es stand 4:1. Die Gäste protestierten lautstark. Unglücklicher Gegentreffer, aber regelkonform, denn der Schiedsrichter hatte nicht abgepfiffen.   Langenaubach kam         mit Wut im Bauch ein paarmal vor das Tor von Raphael Laux. Oskar Stahls und   Robin Dankofs Schüsse verfehlten ihr Ziel.  Zehn Minuten vor dem Ende traf  wieder Temel Uzun zum 4:2, ehe Kevin Kratz wegen einer angeblichen Tätlichkeit die Rote Karte sah.  „Danke an den Spieler aus Langenaubach, der nach der Partie zum Schiedsrichter ging und ihm erklärte, dass da nichts gewesen war“, so TuS-Pressewart Manuel Faßbender.    fas

Dietkirchen: Laux, Schmitt N., Rademacher, Hautzel, Kratz, Leukel (62. Nickmann), Dankof, Zuckrigl, Stahl (77. Müller), Bergs, Lorkowski – Langenaubach: Weber (62. Fünfsinn), Hartmann (77. Sonnenberg), Wadolowski, Uzun, Attia, Schneider, May, Müller, Reeh (71. Pilkington), D. Wadolowski, Noriega – Tore: 1:0 Kevin Kratz (8.), 2:0 Dennis Leukel (30.), 3:0 Max Zuckrigl (42.), 3:1 Uzun (44.), 4:1 Dennis Leukel (60.), 4:2 Uzun – Zuschauer: 110 – SR: Tesch (Groß-Zimmern).

Gruppenliga Wiesbaden

SV Wiesbaden – SV RW Hadamar 2 2:1(0:1).       Wiesbaden versuchte von Beginn an, Hadamar mit kampfbetontem Spiel zu „bearbeiten“ und hatte auch die erste Chance, doch der scharf getretene Eckball von Nikoiaos Poursanidis ging knapp am langen Pfosten vorbei. Mit der ersten guten Angriffsaktion der Rot-Weißen folgte   auch die Führung durch Maurice Alves Trindade, der nach gutem Zuspiel von Marc Henkes mit einem satten Schuss aus 14 Metern den Ball unter die Latte setzte.    Fernschüsse von Miguel Granja und Franjo Tuzlak verfehlten knapp das SVW-Gehäuse. Kurz vor der Pause nochmals Wiesbaden,   doch der von Marco Knabe getretene Freistoß ging über das Tor. Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahm Wiesbaden das Kommando, scheiterte zunächst jedoch mit Schüssen durch Afghanyar und Arrahmouni an Philip Schönfeld. Besser machte es der eingewechselte Sergen Ervin, als er sich stark auf der linken Seite durchsetzte und mit einem platzierten Schuss ins lange Eck SVH-Keeper Schönfeld keine Chance ließ. In der Schlussphase wurde es dann dramatisch: Tristan Burggraf scheiterte freistehend mit einem Schuss aus kurzer Distanz an SVW Keeper Bouffone, im Gegenzug gab es Elfmeter für Wiesbaden. Nach einem guten Konter war Nikoias Poursanidis regelwidrig im Strafraum zu Fall gebracht worden. Atakan Biskin verwandelte      zum  umjubelten 2:1-Endstand. „Es war eine insgesamt schwache Vorstellung der Hadamarer, die  die vor allem kämpferisch starke Leistung des SVW aber nicht schmälern soll“, urteilte Hadamars Presse-Beauftragter Stefan Sanftleben.    san

Hadamar: Schönfeld, Tuzlak, Takizawa, Yigit, Mansur, Henkes, Granja, Alves Trindade (72. Noguchi), Burggraf, Schneider, Merfels – SR:   Jutzy (Frankfurt) – Tore:  0:1 Trindade (17.), 1:1 Evrin (80.),  2:1 Biskin 90.+2) – Zuschauer: 40.

DJK Flörsheim – RSV Würges 6:0 (2:0). In der 16. Minute vertändelt Würges im Mittelfeld den Ball,   Barnes wurde steil geschickt, die meisten erwarteten eine Hereingabe, aber Barnes drosch den Ball unter die Latte zur Führung für den Tabellenführer. Die erste gute Offensivaktion des RSV leitete El Funte     ein, aber ein Flörsheimer Abwehrspieler konnte die Kugel gerade noch so vor dem einschussbereiten Nukovic klären. In der 29. Minute war es wieder El Funte, der mit einem Volleyschuss aus 16 Metern für Gefahr sorgte.        Der RSV war jetzt besser im Spiel. Rock musste in der Folge gegen Barnes retten, der allerdings vorher klar im Abseits gestanden hatte.            Nach einem klasse Zuspiel erhöhte Kadi   mit Hilfe des Innenpfostens auf 2:0. Den RSV-Anhängern war klar, dass es gegen die spiel- und laufstarken Flörsheimer jetzt ganz schwer werden würde.       Rock musste gleich zweimal in höchster Not retten (55.). Kurz darauf dann aber die endgültige Entscheidung zu Gunsten des Spitzenreiters:  Wieder wurde um und im 16er mehrfach Doppelpass gespielt, und Pagliaro hatte keine Mühe, zum 3:0 einzuschießen.            In 75. Minute dann wieder ein unnötiger Ballverlust im Aufbauspiel der Würgeser, Monteiro-Carval war es egal, er vollendete souverän allein vor dem RSV-Gehäuse. Die DJK legte durch       Goalgetter Massfeller noch zweimal nach.

Würges: Rock, Bücher (63. Sayan), Pickhardt, Helling, Reitz (82. Hörning), Nukovic, Wagner, El Funte, Meuth (65. Kazerooni), Harmouch, Diehl –  SR: Hartmann (Frankfurt) – Zuschauer: 70 – Tore: 1:0 Barnes (16.), 2:0 Kadi (43.) 3:0 Pagliaro (58.), 4:0 Monteiro-Carval (75.), 5:0 (83.),  6:0 (88.) beide Massfeller.

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