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Glattrasur im Sportpark Wingert

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Hält Ausschau nach einer Anspielstation: SGO-Neuzugang Marko Corlija.
Hält Ausschau nach einer Anspielstation: SGO-Neuzugang Marko Corlija. © Gerhard Strohmann

Lange musste in der vergangenen Saison im Sportpark Wingert gezittert werden. Das soll nun nicht mehr, könnte aber wieder der Fall sein.

Die SG Ober-Erlenbach steht vor einer ganz schweren Saison. Nicht weniger als zehn Stammspieler sind gegangen. Damit ist für Trainer Michael Deuerling, dessen Team heute Abend gegen die Usinger TSG (19.30) die neue Runde eröffnet, viel fußballerische Qualität verloren gegangen. Dennoch ist ihm nicht bange: „Wir haben nach der Saison einen klaren Schnitt gemacht, eine Glattrasur vorgenommen. Die Bedingungen in der vergangenen Saison haben mir wie auch dem Vorstand nicht mehr gefallen.“ Ihm sei die schwere Ausgangslage nun bewusst: „Für uns zählt nur der Klassenerhalt.“

„Schwer, aber reizvoll“

Aus vielen Eigengewächsen und erfahrenen Akteuren anderer Clubs gilt es, schnellstens ein schlagkräftiges Team zu formen. „Es ist eine schwere, aber sehr reizvolle Aufgabe, hier eine völlig neue Mannschaft mit Zukunft aufzubauen“, weiß Deuerling. Bei bis zu fünf Absteigern wartet auf ihn eine Menge Arbeit, was seine Zuversicht, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, aber nicht erschüttern kann. Mit Dejan Alempic und Marko Corlija (beide von Ligarivale FG Seckbach) wurden laut Coach zwei Führungsspieler verpflichtet, „die enorme Qualität auf den Platz bringen“. Radoica Kukolj (KSV Tempo Frankfurt) macht im Training (dazu zählte auch ein hausinternes Trainingslager) einen großartigen Eindruck und gilt als Hoffnungsträger in vorderster Front. Auch Amir Isovic (TV Wasserlos) hat die Anforderungen des Trainers erfüllt.

Mit David Bremerich, Deniz Güven (Vatanspor Bad Homburg) und Alexander Döppes (FC Lorsbach) stießen, so Deuerling, „weitere drei großartig veranlagte, noch sehr junge Spieler“ dazu. Ihnen müsse er noch „den Stallgeruch der Gruppenliga beibringen – aber mit Einstellung und Willen sollte der Sprung in die 1. Mannschaft schnell gelingen“.

Sein System will Deuerling zunächst nicht ändern: „Wir bleiben beim 4-4-2, da weiß jeder meiner Spieler, welche taktische Vorgabe er hat.“ Florian Grassler ist Deuerlings neuer Kapitän und damit Nachfolger von Pedram Ghazahnfari, der zu Türk Gücü Friedberg wechselte. „Jetzt passt es wieder gesundheitlich. Ich freue mich, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann“, sagt der 27-Jährige, der vergangene Saison wegen eines Kreuzbandrisses nur zwei Spiele bestritt. Auch er sieht den Ligaverbleib als elementares Ziel und weiß, dass man vor einer ganz schweren Saison steht: „Wir wollen aber nicht wieder bis zum Schluss zittern müssen. Dazu gilt’s, uns schnell als Mannschaft mit den vielen neuen Spielern zu finden.“

Die Tests sind aus Grasslers Sicht nicht so gut verlaufen, die Abstimmung fehle noch: „Und oft folgte auf eine gute Halbzeit eine schwächere.“ Des Trainers Arbeit schätzt er sehr. „Deuerling ist ein erfahrener Mann. Er weiß uns zu nehmen, übt sachliche Kritik, führt viele Einzelgespräche und nimmt die erfahrenen Akteure mit ins Boot.“ wst

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