Leichtathletik

Gleich drei süddeutsche Kracher

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Ob mit dem Diskus, im Hochsprung oder beim 1500-Meter-Lauf: Vor den Toren von München trumpfen die Damen aus dem Taunus mächtig auf und erkämpfen drei Mal Platz zwei.

Sie hatte den richtigen Diskusdreh raus. Vanessa Wallisch lieferte aus Taunus-Sicht das überragende Resultat bei den süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Männer und Frauen in Erding ab. Doch der Reihe nach.

Die Technikerin im Trikot der TSG Wehrheim hatte bereits bei der Anreise nach Bayern leichte Medaillen-Hoffnungen gehegt, stand sie doch mit einer Vorleistung von 47,18 Metern als Fünfte in der Meldeliste. Gleich im ersten Durchgang lieferte „Vanni“ dann glatte 47,00 Meter ab, lag damit auf Platz zwei und brachte sich mit dieser Weite bei der Vergabe von Edelmetall ins Gespräch.

Bei ihrem zweiten Versuch flog die ein Kilogramm schwere Metallscheibe auf 47,89 Meter. Lediglich elf Zentimeter war sie damit vom eigenen Kreisrekord noch entfernt. Rang zwei war damit gefestigt, obwohl die beiden nächsten Würfe nicht gültig waren. Dann in Durchgang Nummer fünf der Kracher: satte 48,80 Meter. Das war nicht nur ein neuer Kreisrekord, sondern auch die süddeutsche Vizemeisterschaft und ein Platz unter den Top-20 in der aktuellen deutschen Bestenliste.

Von der Konkurrenz konnte Rebecca Katharina Müller (LG Eintracht Frankfurt) mit 47,72 Metern zwar nochmal einmal kontern, aber nicht mehr an Wallisch vorbeiziehen. Durch Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund Selters/52,30 m) gab es übrigens einen dreifachen Hessen-Sieg. „Vanessa hat in dieser Saison schon einige sehr gute Weiten geworfen, die sie im Wettkampf aber nicht stehen konnte. Leider gab es nach dem Trainingslager einen etwas längeren krankheitsbedingten Ausfall. Da fehlen fast zwei komplette Wochen. Wir werden jetzt versuchen, bei den restlichen Wettkämpfen die 50-Meter-Marke anzugehen“, verrät ihr langjähriger Trainer Adrian Ernst. Wallisch nahm am gleichen Tag dann noch die Kugel in die Hand und wurde hier mit 11,55 Metern Achte.

Eine weitere Silbermedaille gab es für Anabel Peine (LG Eintracht Frankfurt). Die Hochspringerin aus Bad Homburg, die noch der jüngeren A-Jugend angehört, flog im Frauenfeld bei 1,73 Meter über die Latte. Das dritte „Taunus-Silber“ ging nach Friedrichsdorf. Sophie Burkhardt (LG Ovag Friedberg-Fauerbach) holte sich über 1500 Meter in starken 4:36,78 Minuten Platz zwei. Tags darauf stand sie dann über 800 Meter erneut auf der Bahn. Trotz schwerer Beine steigerte die Mittelstrecklerin aus der Zwiebackstadt ihre Bestzeit um eine knappe Sekunde auf nun 2:13,89 Minuten und wurde als Achte erneut zur Siegerehrung gerufen. In beiden Rennen war auch die Usingerin Anna Lisa Hawlitschek (MTV Kronberg) mit von der Partie, die auf 4:41,36 (5./1500 m) und 2:15,99 min. (13./800 m) kam.

fehlte mit 5,71 Metern der Weißkirchnerin Maira Gauges (LG Eintracht Frankfurt) zu Weitsprung-Bronze. Die A-Jugendliche musste bei den Frauen ganz knapp Katharina Sasse (TSV Schleißheim) den Vortritt lassen. Maira schnürte außerdem noch im Vorlauf über 100 Meter Hürden (14,77) ihre Spikes, wurde über 200 Meter in 25,47 Sekunden. (es fehlten nur vier Hundertstelsekunden zum B-Finale) gestoppt und beendete den 100-Meter-Endlauf in 12,33 Sekunden (Zwischenlauf 12,28) schließlich als Achte.

Auch Sprinterin Viktoria Koletzko (TSG Wehrheim) ist noch A-Jugendliche. Sie kam in Erding (12,32 und 25,57 Sekunden) aber nicht in den Bereich ihrer Bestmarken oder in eines der Finales.

Über 400 Meter lagen zwei heimische Langsprinterinnen ganz dicht beieinander. Natascha Seifert (MTV Kronberg) wurde in 58,65 Sekunden Elfte – mit vier Hundertstel Vorsprung auf ging mit 0,04 Sekunden Rückstand an die Steinbacherin Paul Grabiger (LG Eintracht Frankfurt/noch A-Jugend). jp

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