+
Die Riedbergerinnen nach dem 2:1-Erfolg im "Endspiel" gegen die SG Bad Homburg/Köppern.

Frauenfußball-Kreisliga A

Mit Glück, Geschick und einer stabilen Defensive holt sich Riedberg den Titel

Drei Spieltage vor dem Saisonende der Frauenfußball-Kreisliga A glaubte beim SC Riedberg kaum noch jemand an den Gewinn der Meisterschaft.

Von Ralf Ehresmann

„Wir wollten unsere Gegner in den restlichen Partien noch ein wenig ärgern“, beschreibt Trainer Maik Tietze die Situation in der A-Liga Frankfurt (Gruppe 2) vor den restlichen Begegnungen. Doch dann kam alles ganz anders: Das Riedberger Frauenteam machte noch zwei Tabellenplätze wett, holte sich die Meisterschaft und stieg in die Kreisoberliga auf.

Tietze, der zusammen mit Peter Baltes die Mannschaft seit ihrer Gründung 2013 coacht, räumt ein, dass Glück mit im Spiel war: „Beim Konkurrenten TSG Neu-Isenburg II gab es ein torloses Remis, das in ein 3:0 für uns umgewandelt wurde, weil der Gegner eine nicht spielberechtigte Akteurin aus der Ersten Mannschaft eingesetzt hatte.“

Dann rochen die Riedbergerinnen auf einmal Lunte. Im folgenden Heimspiel fegten sie den FFV Oberursel II mit 5:0 vom Feld. Und im letzten Saisonspiel ging es dann zum Spitzenreiter SG Bad Homburg/Köppern, der bei zwei Punkten Vorsprung alle Trümpfe in der Hand hatte.

„Das Hinspiel hatten wir noch 0:4 verloren“, erinnert sich Tietze und fügt hinzu: „Allzu viel hatten wir uns für das Rückspiel nicht ausgerechnet, daher waren wir auch auf keine Feier eingestellt.“ Doch in einer dramatischen Begegnung konnten die Frankfurterinnen zum Schluss jubeln: Jackilyn Pennell brachte den SCR nach gut einer halben Stunde in Führung, Rebecca Rüdelstein glich kurz vor der Pause aus. Und Tamina Probst markierte nach 71 Minuten das erlösende Tor zum 2:1. Nachdem die Riedbergerinnen am Ende der Saison 2013/14 auf dem Kleinfeld noch als Tabellenzweiter zusammen mit der Mannschaft aus dem Hochtaunus von der B-Liga in die A-Klasse aufgestiegen waren, drehten sie nun den Spieß um.

Tietze glaubt, dass er mit der Mannschaft auch in der höheren Kreisoberliga bestehen kann. „Die Qualität sollte auch dafür ausreichen“, sagt er. Den Garant für den Erfolg sah nicht nur der Coach in der sattelfesten Defensivabteilung, die in 16 Partien nur neun Treffer kassierte. In der Offensive hat sein Team Nachholbedarf, das nur 37 Tore erzielte. Zum Vergleich: Bad Homburg war 63 Mal erfolgreich.

„Leider hören mit der früheren Leipziger Regionalliga-Spielerin Yvonne Scheil und der Torfrau Katrin Schwendke zwei herausragende Spielerinnen auf“, schildert Tietze. Dessen ungeachtet, blickt er aber optimistisch in die Zukunft: „Wir haben die mündlichen Zusagen einiger talentierter Spielerinnen und zudem eine starke U-16-Mannschaft, von der acht Akteurinnen aufrücken.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare