+
Auf dem Sprung: Timo Terkowsky von der SG Wehrheim/Obernhain erzielt gegen die FTG drei Tore.

Handball

SG Wehrheim/Obernhain: Mit Glück hält die famose Serie

Während in den Männer-Bezirksligen A und B Teams aus dem Hochtaunus vorne stehen, sind die Frauen-Landesligisten in den Abstiegskampf verstrickt. Oberursels Handballerinnen landen dabei einen wichtigen Erfolg.

Das ist eine interessante Konstellation in der Handball-Landesliga Mitte der Damen: Ab Rang fünf wird um den Klassenverbleib gezittert, mehr als die Hälfte aller zwölf Mannschaften ist also in den Abstiegskampf involviert. Umso wichtiger war der dritte Saisonsieg der TSG Oberursel II , die sich durch den 26:23-Erfolg beim Tabellensiebten HSG Goldstein/Schwanheim auf Rang acht verbesserte.

Wie schon in den Vorwochen erwischte die Oberurseler Oberliga-Reserve einen guten Start. Paraden von der starken Torfrau Lissy Zeiler, Tempogegenstöße von Lara Kürten und Charlotte Frölich sowie schön herausgespielte Tore im Positionsangriff ermöglichten die 13:10-Pausenführung. Dass es nach dem Wechsel nicht mehr spannend wurde, lag wohl auch daran, dass sich die Goldsteinerin Maite Vilasante Saez bei einem unglücklichen Zusammenprall am Auge verletzte. Das Siebenmetertor von Karina Limbacher zum 21:14 (45.) stellte die höchste Führung der Gäste da, die den Sieg sicher nach Hause schaukelten.

TSGO-Tore: Karina Limbacher (6/3), Lara Kürten (5), Elfi von der Wehl (4), Vanessa Müller, Charlotte Frölich, Johanna Ried (je 3), Franziska Mahr, Tina Knoblauch (je 1).

Die HSG Anspach/Usingen hatte sich gegen die bis dato punktgleiche FSG Vortaunus aus Bad Soden etwas ausgerechnet, hatte aber wieder nur eine Rumpftruppe zur Verfügung und verlor mit 22:25. „Wir geben unser Bestes, aber mit diesem Kader ist nicht mehr drin, zumal mit einer Rückkehr der Verletzten noch nicht zu rechnen ist“, sagte HSG-Trainer Ralf Kern.

Anspach/Usingen steckte nie auf und kämpfte sich nach dem 9:15 zur Pause noch einmal auf 18:19 heran (50.). Dann fehlte die Kraft, um nachzulegen. „In Bestbesetzung wäre bestimmt ein Sieg möglich gewesen“, war sich Kern sicher.

HSG-Tore: Caro Schindler (11/7), Birte Bank, Nadine Köll, Katja Kalman (je 3), Rebecca Koch (2).

Bezirksoberliga, Frauen: SV Seulberg – FSG Bergen-Enkheim/Bad Vilbel 21:29 (8:15). Die Seulbergerinnen hatten sich eine kleine Chance gegen den erfahrenen Landesliga-Absteiger ausgerechnet. Dafür hätte laut Trainer Manfred Müller aber „alles passen müssen“. Das war aber nur in den Anfangsminuten so. Der Aufsteiger ging mit 4:1 in Führung (7.), ehe sich technische Fehler und Fehlversuche ins Spiel der Gastgeberinnen einschlichen. Der körperlich überlegene Gegner um Ex-Zweitligaspielerin Tina Beckmann (5/2) hatte gut zehn Minuten später den Spieß schon umgedreht – 5:10.

Nach dem Wechsel steigerte sich der SVS im Angriff und kämpfte unverdrossen weiter. Dennoch konnten die auf Trainer Müller arrogant wirkenden Gäste, die in der BOL den torgefährlichsten Angriff stellen, den Vorsprung ausbauen. Die letzten zehn Minuten gehörten aber den Seulbergerinnen, während die nur zu acht angetretene FSG nachließ. Müller lobte die Torfrauen Jenny Heinrich und Marie-Luise Schröder. Laura Schiewer habe in ihrem zweiten Spiel für die 1. Mannschaft nicht nur vier Tore erzielt, sondern auch ihre Mitspielerinnen gut angespielt. Als unermüdliche Antreiberin habe sich Bekki Weyand ausgezeichnet.

SVS-Tore: Bekki Weyand (6), Lisa Weiershäuser (5/1), Laura Schiewer (4), Diana Kolibaba (2/2), Vivien Wenserski, Steffi Stockmann, Natascha Lindner, Hannah Schmidt (je 1).

Bezirksliga A, Männer: TSG Oberursel II – TuS Nordenstadt 28:26 (11:11). Dem Tabellenführer gelang ein guter Start (5:1), doch schlichen sich danach im Angriffsspiel immer wieder Schwächen ein, obwohl die Gästeabwehr nicht gerade stabil war. Der Aufsteiger um den früheren Oberligaspieler Stefan Bansemir (6) egalisierte bis zur Pause. Gleich nach dem Wechsel bescherte Konstantin Lotz mit vier Treffern den Oberurselern erneut eine sichere Führung, die nun auch nicht mehr abgegeben wurde. Hervorzuheben sind bei der TSGO II die Torhüter Kilian Witzel und Ian Michelson sowie Yanik Scheich, der keinen Fehlwurf hatte.

TSGO-Tore: Scheich (7/5), Lotz (6), Rummel (5), Macho, Bond (je 3), Hoppert, Metz (je 2).

Bezirksliga B, Gr. 2, Männer: SG Wehrheim/Obernhain – FTG Frankfurt 26:25 (12:13). Nach dem furiosen Auswärtssieg im Topspiel gegen den TV Petterweil II legte der Spitzenreiter aus dem Hochtaunus gegen den Tabellendritten aus dem Frankfurter Stadtteil Bockenheim nach. Jedoch mussten sich die Gastgeber mächtig strecken, dass sie auch im letzten Hinrundenspiel verlustpunktfrei blieben. Nach der 7:2-Führung verlor die SG den Faden, was in einem 12:13-Pausenrückstand gipfelte.

Gestützt auf einen erneut starken Torwart Steffen Wagner konnte Wehrheim/Obernhain nach 45 Minuten wieder zum 18:17 in Führung gehen. Bis zum Abpfiff blieb es nun spannend. In Überzahl hätte Patrick Hartmann knapp drei Minuten vor Schluss beim Stand von 25:23 schon „den Deckel draufmachen“ können, scheiterte aber per Siebenmeter. Dafür erzielte der frühere Oberurseler dann gut eine Minute vor dem Abpfiff das 26:24.

„Die FTG Frankfurt hat uns alles abverlangt, und das Zustandekommen des Sieges war mit Sicherheit etwas glücklich“, resümierte das Trainergespann der SG, Sebastian Wagner und Marcel Heid, „aber Glück muss man sich eben auch verdienen. Mit der kämpferischen Leistung aus dem zweiten Durchgang haben wir das getan.“ Seinen nächsten Einsatz hat das Team erst am 26. Januar wieder (beim TV Bergen-Enkheim)

SG-Tore: Goslar (7), Schmidt, Hartmann (je 6), Terkowsky (3), Butsch (2), Bonin, Velte (je 1).

Bezirksliga B/C, Frauen: SV Seulberg II – HSG BIK Wiesbaden 18:28 (8:13). Gegen den Spitzenreiter zeigte sich der SVS II gegenüber der Derbyniederlage in Wehrheim verbessert und konnte die Partie bis zur 20. Minute offen gestalten. Durch eine zehnminütige Flaute im Angriff büßte Seulberg jedoch die Chancen schon ein. Wesentlich verkürzen konnte der SVS den Rückstand später nicht mehr.

SVS-Tore: Vivien Wenserski (4), Lina Streb (3), Theresa Schröder, Yvonne Gottlieb, Rica Hübner (je 2), Jasmin Ketter (2/2), Alina Wallmeyer, Maria Cipca, Dana Hoffmann (je 1). rem/fiu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare