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TUS Nordenstadt vs. RSV Weyer

Gruppenliga Wiesbaden

Glücksboten: Simon Neugebauer, Kern, Erwe, Kazerooni, Harmouch

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Der SV Rot-Weiß Hadamar 2 ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden. Das Team von Heiko Weidenfeller siegte bei Meso-Nassau Wiesbaden und ist schon Achter.

Das 2:1 in Wiesbaden tat den Hadamarern richtig gut. Noch dazu feierte Niklas Kern endlich seinen Einstand als Torschütze nach langer Verletzungszeit. Einen tollen Tag erwischt hatte der RSV Würges, der immerhin den SV Niedernhausen mit 3:0 von der Platte putzte. In der Tabelle machte das noch nicht wirklich viel aus, aber immerhin kletterten die „Roten“ vom 15. auf den 14. Platz. Den umgekehrten Weg – von drei auf vier – ging der RSV Weyer, der bei der SG Oberliederbach in einem hochklassigen Spiel beim 1:2 den Kürzeren zog. Tabellenschlusslicht SG Kirberg/Ohren/Nauheim versuchte sich bei der übermächtigen Spvgg. Eltville im Kampf gegen die Windmühlen, musste aber beim 0:3 die Segel streichen und vermochte auch nicht den spielfreien SV Elz (Tabellenvorletzter) zu überholen.

SC Meso-Nassau Wiesbaden – SV Rot-Weiß Hadamar 2 1:2 (0:1). Im Vergleich der direkten Tabellennachbarn war die Hessenliga-Reserve bemüht, die 1:8-Schlappe aus dem Hinrundenspiel mit einer ansprechenden Leistung wettzumachen. Die Anfangsphase sah den SVH spielbestimmend. Gute Möglichkeiten konnten aber nicht zu Treffern verwertet werden. Nach einem Foul an Sammy Kilic entschied der Referee auf Strafstoß, den der jüngste im Rot-Weiß-Trikot, Simon Neugebauer, zur 0:1-Pausenführung verwandelte. Nach dem Wechsel machte Meso mächtig Druck, und Hadamar hatte einige kritische Situationen zu meistern. Diese Druckphase fuhrte zum 1:1-Ausgleich (58.). Danach konnte sich Hadamar wieder befreien und das Heft in die Hand nehmen. Eine sehenswerte Aktion von Niklas Kern, der nach seinem Fußbruch erstmals mitspielte, führte in der 73. Minute zum 1:2. Kern setzte sich im Zweikampf durch und schlenzte das Leder zum Siegtreffer ins Netz. Hadamar: Durek, Gerwalt (83. Boullion), Sembene, Steinebach, S. Neugebauer, Petrone, Alves Trindade, Cetin (60. Kern), Mehmeti, Kilic, Schreiner – Tore: 0:1 Simon Neugebauer (28./FE), 1:1 Sikiric (58.), 1:2 Niklas Kern (73.) – SR: Lenssen (Frankfurt).

RSV Würges – SV Niedernhausen 3:0 (2:0). Der RSV begann druckvoll und störte früh. In der 2. Minute rutschte Nick Erwe am langen Pfosten in eine weite Flanke von Jermaine Pedraza und erzielte das frühe 1:0. Nur wenige Minute später setzte sich Manuel Meuth gut durch und wurde im Strafraum durch den Keeper von den Beinen geholt. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Ali Kazerooni sicher zum 2:0. In der Folge nutzte Würges den Schwung der frühen Tore und kam zu weiteren guten Gelegenheiten. Erst ab der 25. Minute boten sich dem SVN Abschlussmöglichkeiten im Strafraum. Keeper Jens Rock und diverse Abwehrbeine an der richtigen Stelle verhinderten den Anschlusstreffer. Das Spiel blieb offen, Niedernhausen drängte auf den Anschlusstreffer. Der RSV blieb in der Defensive stabil und kam durch Standards noch zu einigen Gelegenheiten, ohne zählbare Ergebnisse. Die zweite Halbzeit begann intensiv, die Zweikämpfe wurden härter. In der 65. Minute nutzte Hussen Harmouch eine unübersichtliche Situation im gegnerischen Strafraum und verwandelte zum 3:0. Das Spiel war entschieden. Der RSV verteidigte geschickt den Vorsprung und kam über die Außenbahnen immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Pech hatten die Gäste mit einem Pfostenschuss, der dem Keeper in die Arme sprang. Würges: Rock, Bücher, Kazerooni, Fries, Glasner, Erwe, Manuel Meuth, Maximilian Meuth, Pedraza, Böhmer, Harmouch (Morawiec-Zinge, Becker, Helling, Reitz, Nukovic, Hohly) – Tore: 1:0 Nick Erwe (2.), 2:0 Ali Kazerooni (6./FE), 3:0 Hussen Harmouch (66.).

SG Oberliederbach – RSV Weyer 2:1 (1:0). Echte Torchancen waren in der gutklassigen Anfangsphase nicht zu verzeichnen, die Tabellennachbarn egalisierten sich auf hohem Niveau. Obgleich die Gastgeber ein paar mehr Abschlüsse zu verzeichnen hatten, musste Leotrim Hisenay noch nicht ernsthaft eingreifen. Weyers Angriffe waren gut anzusehen, aber der Abschluss fehlte gänzlich in der ersten halben Stunde. Unmittelbar vor der Halbzeitpause kamen die Weyerer zu einer guten Chance samt folgendem Eckball, dieser wurde abgefangen, und nach einem schnellen Konter über drei Stationen durch Pascal Fischer zur Halbzeit-Führung verwertet. Der zweite Durchgang begann ereignisreicher. Zunächst ballerte Florian Jörss eine Hundertprozentige drüber und vergab damit die Vorentscheidung (50.), dann schlenzte Timo Wind knapp drüber. Kurz später folgte Weyers bester Angriff bis dahin: Pierre Roth steckte auf Timo Wind durch, dessen Flanke verwertete Michael Schmitz mit seiner ersten Chance per Kopf. Und so ging es Schlag auf Schlag weiter, der RSV verpasste die Führung, Oberliederbach konterte zum 2:1 durch Niklas Wagner, und Leo Hisenay verhinderte erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung. Mit der Einwechslung der Seibel-Brüder wurde die Schlussoffensive eingeleitet, die SG blieb aber ob ihrer starken Individualisten immer gefährlich. Die Mannen von Frank Wissenbach schafften es letztendlich nicht mehr, das gegnerische Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen, und aufgrund der Anzahl und der Qualität der Chancen ging der knappe Sieg auch so in Ordnung.

Weyer: Hisenay, Roth (76. D. Seibel), Haberkorn, Sawall, Petri (76. L. Seibel), Wecker (65. Uran), Din, Schmidt, Wind, Schmitz, Kolodziejczyk – SR: Gasche (Langenselbold) – Zuschauer: 70 – Tore: 1:0 Fischer (45.), 1:1 Schmitz (55.), 2:1 Wagner (60.).

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