Leichathletik

Gold für Fynn Lenzner im letzten Versuch

Unter den jungen Leichtathleten aus dem Taunus überragt Jette Priedemuth bei den Titelkämpfen in Frankfurt. Der Königsteinerin gelingt mit dem Hammer eine beeindruckende Serie.

Die Flugzeit ist mit durchschnittlich rund vier Sekunden recht kurz, doch bereits beim Abwurf wissen erfahrene Leichtathleten ziemlich genau, ob ihr Hammer, Speer oder Diskus weit fliegen wird. Ein gutes Gefühl bei ihrem ersten Wurf hatte auf der Anlage in Frankfurt Jette Priedemuth, als sie ihren drei Kilogramm schweren Hammer mit über 70 km/h Abwurfgeschwindigkeit „auf die Reise“ schickte. Und ihr Gefühl sollte die Kaderathletin des Königsteiner LV nicht trügen. Erst bei 51,14 Metern schlug ihr Sportgerät im Rasen ein.

Jette Priedemuth hängte in der B-Jugend die teilweise über ein Jahr ältere Konkurrenz um mehr als sechs Meter ab und holte sich ganz sicher den Hessenmeistertitel. Auch alle anderen Versuche der KLVlerin landeten jenseits der geforderten DM-Norm von 47,00 Meter. Seiner Mitfavoritenrolle gerecht wurde Fynn Lenzner (TSG Wehrheim). Er machte es aber spannend. Der M14er fing erst im vorletzten Durchgang des Speerwerfens mit starken 40,70 Metern (Bestweite) den bis dahin führenden Jannis Lahrem (LG Seligenstadt/39,92) ab. Beim Diskuswerfen stand für den TSGler noch ein vierter Platz zu Buche. Trotzdem kann die Premiere mit 33,08 Metern als absolut gelungen bezeichnet werden.

Bei den Frauen nahm Vanessa Wallisch (TSGW) den Hammer in die Hand. Trotz fehlender Trainingsmöglichkeiten lieferte sie mit 37,95 Metern als Zweite ein solides Resultat ab. Beim Diskuswerfen waren dann die Beine schwer. Mit 37,64 Metern holte Wallisch Bronze. Ihr Trainer Adrian Ernst (M 50) wurde mit dem Diskus nach einem Wurf auf 35,52 Meter Dritter.

Pech hatte Jeremy McQueen (TSGW), der im Diskuswerfen der B-Jugend bis zum letzten Durchgang mit seinen 41,50 Metern auf dem Bronzerang lag, ehe er noch von Jonathan Pflüger (LV Kassel) abgefangen wurde, der 33 Zentimeter besser war. Da war es nur ein schwacher Trost, dass der Zehnkämpfer seinen Rekord um gut sechs Meter verbessern konnte. Gar nicht in die Spur kam Teamkollege Ruslan Ulancenko, der mit 40,90 Metern im Vorkampf ausschied. Lag’s an der Umstellung der Technik oder der Verletzungspause? Wurftalent Milena Arnold (W 13) überraschte ihren Coach Ernst mit Silber im Diskusring der W 14 mit starken 26,84 Metern. Zweite wurden mit dem Speer die Anspacherin Emilia Zimny (B-Jugend/39,48) und Lea Borngräber vom TV Weißkirchen (W 15/32,46). jp/red

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