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Umkämpftes Duell: Der Goldsteiner Christopher Seipp (links) muss sich gegen den Goldsteiner Christopher Gustavsson seiner Haut erwehren.

Handball

Goldstein verpasst den Heimsieg

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Beide Main-Taunus-Vertreter kassierten am siebten Spieltag in der Handball-Landesliga der Männer Niederlagen.

Die HSG Goldstein/Schwanheim war zuhause gegen Mit-Aufsteiger Friedberg näher am Sieg als die TSG Eppstein bei Spitzenreiter MSG Linden.

HSG Goldstein/Schwanheim – TG Friedberg 23:28 (11:16). Ohne Urlauber Heiko Stade und die verletzten Patrick Tran und Jonas Storck fehlte den Hausherren im Rückraum Erfahrung und Qualität. „Was wir an Tempogegenstößen und freien Chancen verworfen haben, war unterirdisch“, stellte Abdel Bel Hassani klar. Der Trainer konnte mit dem Start in die Partie sehr zufrieden sein. Von 3:3 setzten sich die Goldsteiner auf 6:3 ab. „Dann haben wir einmal den Torwart angeworfen, den Pfosten getroffen und noch freie Chance vom Kreis aus sechs Metern vergeben“, ärgerte sich der Trainer über die verpasste höhere Führung: „Der Gegner hat in einer Auszeit den Angriff umgestellt, uns im weiteren Verlauf nicht mehr so einfach in Ballbesitz kommen lassen und ruhig, clever und mit guter Präzision nach vorne gespielt.“ Im Gegensatz dazu leisteten sich viele Goldsteiner zahlreiche Fehlwürfe, die dem Tabellenvorletzten das Genick brachen. Friedberg setzte sich bis zur Pause auf fünf Tore ab. „Sie haben auch in der zweiten Halbzeit einfach ihren Stiefel runtergespielt, und wir mussten es kämpferisch versuchen“, berichtete Bel Hassani. Weil sein Torwart Christoph Stade nicht seinen besten Tag erwischt hatte und dafür Radu Balazs auf der Gegenseite die Gastgeber reihenweise zur Verzweiflung brachte, gab es eine Fünf-Tore-Niederlage. „Bei der hohen Qualität des Gegners kannst du dieses Spiel verlieren, auch wenn du es nicht darfst“, ordnete der Trainer die fünfte Saisonniederlage ein, „im Kellerduell am Samstag gegen Wettenberg II muss jetzt aber ein Sieg her“.

Goldstein/Schwanheim: Goertz, C. Stade; Schwer, Winter, N. und S. Vrdoljak je 4, Kleiber, Lange, Schroth je 2, Seipp 1, Neubauer, Praml, Maier, Berger.

MSG Linden – TSG Eppstein 31:25 (17:13). Dass die Trauben beim ungeschlagenen Tabellenführer hoch hängen würden, war für die Gäste klar. Schon in der ersten Halbzeit geriet die personell geschwächte Mannschaft ins Hintertreffen. Das 4:3 von Lukas Müller war in der achten Minute die einzige Führung für das Team von Jan Immel. „Der Gegner war einfach cleverer und hat seine Chancen eiskalt genutzt“, zollte Immel dem Gegner Respekt, „auch wir hatten Phasen, in denen wir nah dran waren. Das war eine gute Leistung und die Stimmung nach dem Spiel in der Kabine war gelöst. Weil es doch klare Verhältnisse waren“. Nach 16 Minuten führte Linden mit 11:6. Dass auch in Eppstein guter Handball gespielt wird, zeigten die Gäste nach einer Auszeit. Immel schien die richtigen Worte und Umstellungen gefunden zu haben, denn der Tabellensechste kam bis auf 9:11 heran (21.). Linden ließ sich aber nicht beirren und ging mit einer verdienten 17:13-Führung in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Heimmannschaft souverän. Spätestens nach dem Siebenmeter zum 26:18 durch Chris Grundmann (47.) war die Partie entschieden. Am Ende betrieben die Eppsteiner mit ihrem Top-Shooter Müller (9 Tore) noch Ergebniskosmetik. Nach der erwarteten Sechs-Tore-Niederlage in Mittelhessen kann der Blick wieder nach vorne gerichtet werden. Am Sonntag kommt Tabellennachbar Griedel nach Eppstein.

Eppstein: Keller, Schreyer; Müller 9, Roos 5, Kroth, T. Becker je 3, Henrich 2, Ladwig, Kerber je 1, Laun.

(awo)

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