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Sein Einsatz nach der Knieverletzung macht der HSG Goldstein/Schwanheim Mut: Jonas Storck (links).

Handball

Der Landesliga-Aufsteiger vergibt zu viele Chancen: Goldstein verspielt den Erfolg

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Was Selbstvertrauen und ein sogenannter Lauf ausmachen können, zeigte sich für die beiden heimischen Vertreter in der Handball-Landesliga Mitte.

Die HSG Goldstein/Schwanheim dominierte im Heimspiel TuS Holzheim, stand am Ende aber nur mit einem Punkt da – 28:28 (17:15). Die TSG Eppstein wiederum lag gegen Heuchelheim lange zurück und zündete dann den Turbo zum 27:24 (14:13)-Sieg.

HSG Goldstein/Schwanheim – TuS Holzheim 28:28 (17:15). „Das war eine mittlere bis schwere Katastrophe“, beschrieb Abdel Bel Hassani die letzten zehn Minuten, in denen sich seine Handballer um den Lohn ihrer Arbeit brachten. „Eigentlich hatten wir das Spiel gut im Griff. Holzheim war dabei zu verzweifeln. Eine Umstellung beim Gegner hat uns dann das Genick gebrochen.“ Vom Start weg dominierten die Goldsteiner und führten auch ohne ihren beruflich verhinderten Stammtorhüter Christoph Stade nach 25 Minuten mit 15:11. Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln und verkürzten den Rückstand. Zur Pause stand es 17:15 für Goldstein/Schwanheim.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich die Überlegenheit der HSG fort. In der 50. Minute stand eine 26:22-Führung zu Buche. Dann stellten die Holzheimer ihre Deckung auf 4:2 um und nahmen Heiko Stade und Christopher Seipp auf den Außenpositionen in Manndeckung. „Eigentlich sind wir auch im Vier-gegen-Vier-Spiel gut zurechtgekommen“, erklärte Bel Hassani, „wenn du aber vier, fünf hundertprozentige Torchancen nicht machst, brauchst du dich nicht zu wundern und kannst am Ende sogar froh über den einen Punkt sein“. Zwei Innenpfosten- und ein Lattentreffer, sowie viele hektische Abschlüsse kosteten Goldstein/Schwanheim den Sieg. Rückkehrer Jonas Storck sorgte in seinem ersten Saisonspiel nach seiner Knieverletzung zwar noch für das 28:27, Marco Becker konterte aber 30 Sekunden vor Schluss für Holzheim. „Es ist trotzdem gut zu wissen, dass wir Jonas und auch Patrick Tran wieder an Bord haben“, konzentrierte sich Bel Hassani auf das Positive.

Goldstein/Schwanheim: Goertz; Schroth, Winter, H. Stade je 5, Schwer, Storck je 4, Kleiber 3, Tran, Sherlock je 1, N. Vrdoljak, Seipp, Berger.

TSG Eppstein – TSF Heuchelheim 27:24 (14:13). Mit einer offensiven 6:0-Deckung machten die „galligen und aggressiven“ Heuchelheimer Jan Immels Schützlingen das Leben schwer. „Als es nach fünf Minuten 1:5 stand, musste ich etwas machen, das ich noch nie als Trainer in Eppstein gemacht habe“, erklärte Immel. Mit Theo Roos, Thomas Becker und Alexander Barchanski brachte er nach einer Auszeit drei neue Spieler. Diese halfen mit, bis zur zwölften Minute auf 6:6 zu stellen. „Trotzdem war das eine gute Leistung von allen meinen Spielern. Jeder hatte gute Phasen, in denen tolle Tore oder starke Pässe kamen, aber dann auch wieder Phasen, in denen ich wechseln musste“, berichtete der Eppsteiner Trainer. Als seine Mannschaft die 14:13-Pausenführung verspielt hatte und nach dem Seitenwechsel schnell mit 14:16 und 15:17 im Hintertreffen lag, griff Immel erneut ein und brachte Mats Laun und Theo Roos. So zogen die Eppsteiner mit einem 6:0-Lauf bis zur 44. Minute auf 21:17 davon und ließen auch in der Folge nichts mehr anbrennen. „Es macht Spaß, diese gute Mischung zwischen jungen und erfahrenen Spielern funktionieren zu sehen“, freute sich Immel über die gute Form und Platz vier in der Tabelle.

Eppstein: Keller, Schreyer; Roos 7/5, Müller 5, Kroth 4, Kerber, Schmidt, Laun je 2, Barchanski, Henrich, N. Ladwig, T. Becker, Wagner je 1, M. Becker.

(awo)

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