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Au Backe: Trainer Marc Langenbach verliert mit den Eschbacher Pirates in Leverkusen deutlich.

3. Liga West der Frauen

Grippe-Hexe spielt Pirates einen Streich

Der Höhenflug der TSG Ober-Eschbach in der 3. Liga West der Handballerinnen ist vorerst gestoppt. Gegen Bayer 04 Leverkusen setzt es eine deutliche Niederlage. Das qualitative Gefälle im Kader verhindert ein besseres Ergebnis.

Nach drei Siegen in Folge mussten die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach in der 3. Liga West am Samstag wieder eine Niederlage hinnehmen. Beim TSV Bayer 04 Leverkusen II hatte das Team von Trainer Marc Langenbach mit 27:33 (15:17) das Nachsehen. Während die Hessinnen damit nach sechs Einsätzen bei 6:6 Punkten stehen, sind die „Werkselfen“ mit nun 9:3 Zählern schärfster Verfolger von Spitzenreiter TSG Eddersheim.

Der Optimismus, den Ober-Eschbachs Manager Gerhard Döll die Tage zuvor gezeigt hatte, sollte noch vor der Partie einen Dämpfer erhalten. So mussten die Pirates kurzfristig auf die von der „Grippe-Hexe“ heimgesuchten Kristina Bils und Beyza Toprak ebenso verzichten wie auf die ebenfalls erkrankte Janina Timmermann. „Zum Glück konnten wir das Trio dank unseres breiten Kaders quantitativ, nicht jedoch qualitativ ersetzen“, merkte Döll an und sprach von einer „gerechtfertigten Niederlage“.

Nur ein einziges Mal hatten die Ober-Eschbacherinnen in Leverkusen die Nase vorne – als Juliane Grauer nach 27 Sekunden das 1:0 der Gäste gelang. Ansonsten aber gab das Bayer-Team den Ton an und lebte dabei vor allem von der Treffsicherheit seines Trios Annika Lott (11), Mia Zschocke (7/1) und Junioren-Nationalspielerin Amelie Berger (5). „Die drei ließen sich kaum bremsen und waren für uns schwer zu verteidigen“, analysierte der TSGO-Manager.

Aus dem frühen 0:1 machte Leverkusen alsbald einen 7:4-Vorsprung (10.). Durch Juliane Grauer, die ihr Team noch einmal auf 7:6 (12.) heranbrachte, und Adrienn Zsigmond (zum 15:14/28.), die von Döll als „unsere positivste Erscheinung“ bezeichnet wurde, hielten die Ober-Eschbacherinnen bis zur Pause den Anschluss.

Im zweiten Abschnitt zog Leverkusen die Zügel immer fester an und durch Lisa Schmidt (20:15/35.) sowie Annika Lott auf 27:22 (49.) davon. Als Schmidt in der 54. Minute das 31:24 markiert hatte, war die größte Tordiskrepanz erreicht und die Partie entschieden.

TSG Ober-Eschbach: Harnisch; Grauer (7), Zsigmond (7), Skoczynska (6/3), Schwering (2), Winkes (2), Riedel (1), Lichtlein (1), Orban (1), Gehrke. gg

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