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Auf seine Dienste muss Torsten Kierdorf in der nächsten Zeit verzichten: Steffen Rücker (links)  hat sich einen Fußbruch zugezogen.

Fußball-Hessenliga

Die große "Abschüttel-Chance"

In der Fußball-Hessenliga steht für den SV Rot-Weiß Hadamar das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Im Sportpark Johannisau treffen die Männer von Trainer Torsten Kierdorf am Samstag, 15 Uhr, auf die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Es ist die große Chance, den Widersacher auf sieben Zähler zu distanzieren.

VON PATRICK JAHN

5:4-Sieg bei Türk Gücü Friedberg – ein Resultat, das eher im Eishockey vorkommt. Mittlerweile ist die Mannschaft von Trainer Torsten Kierdorf seit fünf Partien ohne Niederlage, die letzten drei wurden sogar „am Stück“ gewonnen. Rückblickend auf den verrückten Auftritt in Friedberg, bei dem seine Jungs beinahe noch eine komfortable 5:1-Führung hergeschenkt hatten, meint Kierdorf: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, und in den ersten 25 Minuten nach der Pause hat bei uns alles geklappt.“ Warum die Türken dann noch auf 4:5 herankamen, weiß der Trainer: „Wir haben unseren Einsatz nach dem 5:1 gedrosselt. Und prompt hat die Mannschaft gemerkt, dass eben 80 Prozent nicht reichen.“ Und weil der FC Bayern Alzenau schon wieder gestolpert ist, beträgt der Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz – auch wenn die Bayern noch ein Spiel mehr zu absolvieren haben – nur noch drei mickrige Zähler. Torsten Kierdorf ist das aber relativ egal: „Ich schaue nicht auf die Tabelle. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, und freuen uns jetzt auf ein Topspiel.“

Ein solches steht zweifelsfrei am Samstag an. Im Fuldaer Sportpark Johannisau trifft der Fünfte auf den Vierten. „Wir spielen im Stadion gegen einen Top-Verein, der in die Regionalliga möchte. Alleine das muss die Spieler schon genug motivieren.“ Aktuell weisen die Hadamarer vier Punkte mehr auf als der Kontrahent. Bei einem Auswärtssieg wären es deren sieben. Bei dann noch fünf zu absolvierenden Partien dürfte sich Rot-Weiß dieses Polster nicht mehr nehmen lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen die Fürstenstädter zweifelsohne eine überdurchschnittliche Leistung. Torsten Kierdorf hält extrem viel vom Gegner und dessen Personal: „Sie spielen einen sehr guten Fußball und haben mit Rummel, Schaaf und Pomnitz Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Ich schätze Fulda-Lehnerz stärker ein als beispielsweise Bayern Alzenau.“ Ein Statement, das sich gewaschen hat.

Bleibt nur die Frage, warum die Osthessen so unkonstant durch die Saison marschieren. Einer unerklärlichen Heimniederlage gegen Ederbergland (0:2) oder einem 1:1 gegen Bad Vilbel folgten ein 1:0-Sieg in Eddersheim oder ein klares 3:0 gegen Bayern Alzenau. „Ich verstehe nicht, warum sie es nicht schaffen, ihre Leistung konstanter abzurufen“, sagt Kierdorf.

Aus personeller Sicht gibt es Hiobsbotschaften: Steffen Rücker hat sich in Friedberg den Fuß gebrochen und wird ausfallen. Ein Auswärtssieg in Fulda, das wäre was. Und der Rückstand auf Tabellenplatz zwei würde sicher nicht größer . . .

Samstag:

Hessen Kassel - FV Bad Vilbel

14.00

Hünfelder SV - Türk Gü. Friedberg

15.00

FC Ederbergland - FC Gießen

15.00

SGB Fulda-Lehnerz - SV RW Hadamar

15.00

SC Waldgirmes - Viktoria Griesheim

15.00

Buchonia Flieden - VfB Ginsheim

15.00

Sonntag:

Spvgg. Neu-Isenb. - Bayern Alzenau

15.00

FC Eddersheim - FSC Lohfelden

15.30

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