Weil zwei Teamkollegen verletzt ausfallen, wird Kriftels Diagonalangreifer Fabian Däke nun wieder auf seiner ursprünglichen Position als Zuspieler eingesetzt. FOTO: Marcel Lorenz
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Weil zwei Teamkollegen verletzt ausfallen, wird Kriftels Diagonalangreifer Fabian Däke nun wieder auf seiner ursprünglichen Position als Zuspieler eingesetzt.

VOLLEYBALL, DVV-Pokal

Große Chance für Kriftel

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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Zweitligist empfängt im Achtelfinale Bundesliga-Schlusslicht Haching-München

Kriftel -Für Tim Schön, den Trainer des Volleyball-Zweitligisten TuS Kriftel, ist dieses Spiel eine Kür: Am Samstag (20 Uhr, Weingartenhalle) erwartet seine Mannschaft im Achtelfinale des deutschen Pokalwettbewerbs den Bundesligisten TSV Haching München.

Auch wenn der Gegner derzeit noch punktlos auf dem letzten Tabellenplatz der höchsten deutschen Spielklasse rangiert, zeigt Schön Respekt: "Das ist ein Gegner, der körperlich und spieltechnisch auf einem anderen Niveau ist. Die Mannschaft baut vom Konstrukt nur auf junge deutsche Spieler. Sie hat damals die Wildcard angenommen." So gilt es für seine Mannschaft, den Druck anzunehmen und die eigenen Angriffe zu spielen. Wichtig ist für den Trainer, dass sie im Spielrhythmus bleibt und unbeschwert aufspielt. "Ich werde auch einige Akteure spielen lassen, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten, wenn das der Spielverlauf zulässt", macht der Trainer des Tabellensechsten der 2. Bundesliga Süd deutlich.

Haching noch ohne

Bundesliga-Sieg

Sicher kommt der Gegner in seinen Augen nach Kriftel, um sich nach fünf Bundesliga-Niederlagen und einer Satz-Bilanz von 2:15 wieder ein Erfolgserlebnis zu holen. "Ich glaube nicht, dass sie viel experimentieren werden. Ein Erstligist, der ausgeruht zu einem Zweitligisten fährt, hat etwas zu verlieren. Für uns gilt es, den Druck gegen diesen Gegner zu spüren, denn wir treffen anschließend in der Zweiten Liga auf Mannschaften, die im oberen Drittel der Tabelle stehen."

Die Verletzungen von Fynn Müller und Philip Büchi hatten zuletzt für Unruhe im Team gesorgt. "Wir wollen sie aus den eigenen Reihen bis Weihnachten kompensieren. So werden wir Fabian Däke zum Zuspieler umfunktionieren", kündigt Schön an. Der Kapitän ist seit der Saison 2009/10 in Kriftel, wobei er zwischendurch zwei Jahre zum Drittligisten Eintracht Frankfurt gewechselt ist. Vor diesem Wechsel hatte er in Kriftel in der Zweiten Liga gespielt.

Mit der bisherigen Saison ist Däke zufrieden: "Verglichen mit den letzten beiden Jahren war es ein guter Start, wobei wir gegen das Internat Friedrichshafen und in Freiburg etwas liegen gelassen haben. Wir sind in der Liga angekommen, haben den Anspruch, uns im Mittelfeld festzusetzen. Man sieht, dass wir weiterhin zusammengeblieben sind und sich jeder von uns weiterentwickelt hat."

United Volleys könnten im Viertelfinale warten

Er selbst hatte in der vergangenen Saison für sich entschieden, wegen der Corona-Pandemie nicht mehr zu spielen: "Die Einstufung als Profi konnte ich nicht nachvollziehen. Mir war das Risiko zu groß, mich zu infizieren, auch wenn das Konzept funktioniert hat. Das wollte ich nicht eingehen." Und nun wird der Diagonalangreifer wieder auf seiner ursprünglichen Position spielen. "Ich freue mich, auf meiner angestammten Position wieder zu spielen. Ich muss viele Wiederholungen sammeln, in meiner Backup-Rolle, denn der Tobi Thiel hat einen Schritt nach vorne gemacht und spielt sehr konstant", erklärte Däke. Er sieht seine Rolle nicht nur auf dem Feld, sondern auch im Training, wenn er mit den jungen Spielern redet. Und er freut sich auf das Pokalspiel: "Wir haben uns viel vorgenommen und hauen unser Bestes rein."

Und wenn das zum Sieg reicht, kommen im Viertelfinale ja vielleicht die United Volleys Frankfurt, wenn sie sich am Samstag bei Zweitligist Karlsruhe durchsetzen. Und dann gibt es noch etwas, um was es dem Kundenberater geht: "Ich habe mit unserem Trainer einen Deal ausgehandelt. Wenn wir am Wochenende gewinnen, dürfen wir am Montag zum Aufwärmen kicken." vho

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