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Werden sie auch gegen den KSV Baunatal jubeln? Die Dietkircher Moses Nickmann (links) und Jason Schäfer.

Fußball-Hessenliga

Ein Großer auf dem Reckenforst

Am 8. Spieltag der Fußball-Hessenliga empfängt der TuS Dietkirchen am Samstag um 15 Uhr auf dem Reckenforst den KSV Baunatal.

VON PATRICK JAHN

Nachdem der TuS Dietkirchen durch das 2:0 beim 1. Hanauer FC auch auf fremdem Gelände bewiesen hat, dass er gewinnen kann, wird die Bilanz des vor der Saison sicherlich krassesten Außenseiters langsam, aber sicher angsteinflößend für die Konkurrenz. Platz sechs mit 13 Zählern nach sieben Spielen sind zweifellos eine fantastische Ausbeute. Wichtig ist jedoch, dass Thorsten Wörsdörfer und seine Jungs die Bodenhaftung nicht verlieren. Der Trainer meint: „Wir wollen weiter ,hamstern’, ohne aber gierig zu werden, denn das ist gefährlich.“ 

Bescheidenheit tut dem TuS in der momentanen (Erfolgs-)Phase gut. Beim Blick auf die Tabelle wird klar, dass auch am Samstag für die Dietkircher wieder ein „Dreier“ im Bereich des Möglichen liegt. Mit dem KSV Baunatal stellt sich ein Team vor, das bisher weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Mit gerade einmal vier Pünktchen rangiert der nordhessische Traditionsverein als Sechzehnter auf einem Abstiegsplatz. „Wir treffen wieder auf einen Gegner mit einem großen Namen. Es wäre falsch, den KSV an seinem Tabellenstand zu messen. Er will sicher eine Serie starten, um sich von den unteren Plätzen zu befreien. Allerdings gönne ich ihnen das erst ab nächster Woche“, sagt Thorsten Wörsdörfer. 

Seit dem 1. Spieltag (1:0 bei Türk Gücü Friedberg) wartet das Team von Trainer Tobias Nebe, das mit erst fünf erzielten Treffern offenkundig im Spiel nach vorne Probleme hat, auf ein Erfolgserlebnis. Ein solches – auch wenn es verloren gegangen war – war ganz klar der tolle Auftritt in der 1. Runde des DFB-Pokal-Wettbewerbs, als die Baunataler den Zweitligisten VfL Bochum beim 2:3 lange Zeit am Rande der Niederlage hatten. Angesichts von drei Pleiten in Serie dürfte es um das Selbstvertrauen der Nordhessen aber nicht allzu gut bestellt sein. 

Thorsten Wörsdörfer geht davon aus, dass der KSV erst einmal hinten die „Null“ stehen haben möchte, um dann mit Nadelstichen zum Erfolg zu kommen. „Ob sie nun defensiv spielen oder nicht, ist erst einmal zweitrangig. Wir haben mehr davon, wenn wir uns auf unser Spiel konzentrieren. Die Jungs lernen von Spiel zu Spiel. Dennoch haben wir noch reichlich Arbeit, um unserem Ziel näher zu kommen.“ Die Einsätze von Dennis Leukel und Moses Nickmann stehen auf der Kippe. Aber die Punkte 14, 15 und 16 sind ganz klar das erklärte Ziel.

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