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Pierre Hübsch und die Usinger TSG hielten im Derby bis kurz vor Schluss das 0:0, dann trafen die Sportfreunde Friedrichsdorf noch zweimal.

Fußball Hochtaunus

Gruppenliga: FSV und SF Friedrichsdorf vor dem Derby gleichauf, Anspach gibt Tabellenführung ab

  • Thorsten Remsperger
    vonThorsten Remsperger
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  • Robin Kunze
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Während in dem einen Hochtaunus-Vergleich der Fußball-Gruppenliga in Neu-Anspach am 8. Spieltag keine Tore fielen, sah es auch beim zweiten Derby am Mittwochabend im Friedrichsdorfer Sportpark lange so aus. 

FC Neu-Anspach - FSV Friedrichsdorf 0:0: Eine Nullnummer gab es in den bisherigen sieben Spielen der aktuellen Saison weder für den FC Neu-Anspach noch für den FSV Friedrichsdorf. Gerade die Hausherren standen mit durchschnittlich 4 Treffern pro Partie (insgesamt 28 Tore; Spitzenwert in der Gruppenliga) für Offensivspektakel. Diesmal ließ der Gegner ein solches aber nicht zu. Das Spitzenspiel endete gestern Abend 0:0. „Der FSV hat uns das erwartet schwere Spiel geliefert“, sagte FCNA-Trainer Jörg Loutchan, „es gab viele Zweikämpfe, ob in der Luft oder am Boden. Permanent gab es Action auf dem kleinen Platz. Nach der Anfangsphase hat mein Team den Kampf angenommen und gut dagegengehalten.“ Mit der aggressiven Zweikampfführung kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten in den ersten 15 bis 20 Minuten leicht die Oberhand. FCNA-Keeper Mario Schreiber war jedoch auf dem Posten. Auch im zweiten Durchgang behielt der Schlussmann gegen Friedrichsdorfs Benjamin Celikci im Eins-gegen-eins die Nerven (61.).

„Insgesamt hatten wir mehr Chancen, die wohl größte des Spiels hatte aber Anspach“, berichtete FSV-Coach Metin Yildiz. Niklas Kraus sprang nach einer Standardsituation der zweite Ball vor die Füße, doch der Offensivspieler scheiterte aus kurzer Distanz an FSV-Torhüter Mike Itter (70.). Einen Schreckmoment hatte es bereits Mitte der ersten Halbzeit gegeben, als sich Neu-Anspachs Frederik Möbius in einem Zweikampf verletzte. „Es sah zunächst nicht schlimm aus und dem Gegenspieler ist auch kein Vorwurf zu machen, doch Freddy musste mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus“, berichtet FCNA-Vorstandsmitglied Michael Caspari. Möbius hatte einen Schlag auf die Hüfte abbekommen und konnte sich in der Folge kaum bewegen. Von dieser unglücklichen Szene einmal abgesehen, waren alle Beteiligten zufrieden. „Nach dieser Leistung kann der FSV definitiv nicht mehr unter dem Radar fliegen“, betonte Loutchan. Yildiz gab das Kompliment umgehend zurück. „Der FCNA wird definitiv bis zum Schluss oben mitspielen“, versicherte er, „und wir sind auch auf einem guten Weg.“ (rk)

SF Friedrichsdorf – Usinger TSG 2:0 (0:0): Die Zeichen standen im Derby auf Punkteteilung. In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, im zweiten Durchgang waren die Gäste am Drücker. Ein Tor wollte beiden Mannschaften lange Zeit nicht gelingen. „Die erste Hälfte haben wir verpennt, waren auch zu unsicher in unseren Aktionen“, berichtete Marius Walz. Nach der Pause erlebte der UTSG-Trainer allerdings einen „ganz anderen Auftritt“. „Da haben sie einige sehr gute Konter gehabt“, bestätigt auch SF-Coach Alexandros Theodosiadis.

Gerade zwischen der 60. und 70. Minute erspielte sich Usingen gute Chancen, unter anderem durch Vinzent Schell (62., 66.) und Perica Zrakic (65.). „Momentan haben wir, was die Abschlüsse angeht, allerdings die Seuche“, bedauerte Walz das fehlende Quäntchen Glück. Ein glückliches Händchen bewies dagegen Theodosiadis. Er wechselte nach knapp einer Stunde Sebhat Kahsay ein, der in der 85. Minute nach Zuspiel von Christopher Skoczny das 1:0 erzielte. Vier Minuten später legte der Joker nach, verwandelte einen Konter mit Hilfe der Latte zum 2:0. „Die Einstellung der Jungs ist nach wie vor super. Sie sind nach dem Spiel natürlich geknickt gewesen, aber wir erkämpfen uns das Glück wieder zurück“, gab sich Walz nach der vierten Niederlage in Serie kämpferisch. (rk)

1. FC-TSG Königstein – SC Dortelweil 0:1 (0:1): Die Gäste übernahmen mit dem Sieg die Tabellenführung. Sie seien aber gar nicht wie ein Spitzenreiter aufgetreten. „Das war von beiden Mannschaften kein schönes Spiel“, sagte Königsteins Sportlicher Leiter Till Sommerfeld, „eigentlich hätte es 0:0 enden müssen.“ Nach einem Zweikampf zwischen dem Dortelweiler Dominik Steffen und seinem Bewacher Gabriel Vidovic zeigte der Unparteiische Nick Fuchs nach 32 Minuten auf den Punkt. Marvin Strenger erzielte das goldene Tor somit per Elfmeter. (rem)

TSG Niederrad – Vatanspor Bad Homburg 3:1 (1:1): Homburgs Trainer Necip Incesu bedauerte die Niederlage, denn schlechteren Fußball als der Gegner spiele sein Team nicht. „Die waren aber aggressiver, sehr laut auf dem Platz“, sagte der frühere Hessenliga-Stürmer, „wir haben uns davon einschüchtern lassen.“ Die Gäste waren durch einen Drehschuss von Sami Rachdi aus 13 Metern in Führung gegangen (16.), bald darauf hatte Kahan Kuscu ausgeglichen (19.). Nachdem Okan Koyun einen Foulelfmeter für Niederrad neben das Tor geschossen hatte (33.), verwandelte Kuscu kurz vor dem Pausenpfiff einen direkten Freistoß traumhaft zum 2:1 (45.). In der zweiten Halbzeit steigerte sich Vatanspor, hatte den Torschrei schon auf den Lippen. Doch nach dem Nicolas Pauly gestochert hatte, „ich glaube, über die Torlinie“ (Incesu), entschied Schiedsrichter Bernhard Gahr auf Weiterspielen. Dann sah Ömer Hotaman Gelb-Rot wegen Meckerns (86.) und Koyun machte per Konter für Niederrad alles klar (88.). (rem)

FSV Burg-Gräfenrode – DJK Bad Homburg 1:5 (1:1): Das 2:1 von Emin Basdar ließ für die DJK beim Schlusslicht den Knoten platzen (65.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke war der Schütze des ersten Tores wieder zur Stelle. Die Gastgeber hatten durch einen fulminanten Schuss von Georg Agi zwischenzeitlich ausgeglichen. Nach dem erneuten Führungstor habe sein Team das Spiel ganz gut im Griff gehabt, sagte der verletzt zuschauende Jean-Luc Jänsch (Nasenbeinbruch). Salih Yasaroglu (2) und der eingewechselte Orkan Beslen schraubten das Ergebnis in die Höhe. (rem)

Spvgg. 03 Fechenheim – FV Stierstadt 1:5 (1:3): Sein Comeback nach einer hartnäckigen Oberschenkelzerrung feierte Tim Pelka bereits am Sonntag. Gegen den FC Karben erzielte Stierstadts Top-Stürmer einen Doppelpack in 67 Minuten. Nun, am Dienstagabend bei der Spvgg. Fechenheim, gelangen ihm in 90 Minuten gleich vier Treffer. Den Auftakt überließ Pelka noch Mannschaftskameraden Elliot Baba, der schon in der 5. Minute nach Zuspiel von Manuel Grossmann zum 1:0 für die Gäste traf. „Unmittelbar zuvor traf Fechenheim allerdings den Pfosten, das Spiel hätte also unter Umständen auch ganz anders verlaufen können“, berichtete FV-Sportchef Marco Hentsch. Doch dank der frühen Führung und einem bärenstarken Pelka blieb Stierstadts dritter Sieg ungefährdet. Ob nach Steilpass (2:0, 6.), vom Elfmeterpunkt aus (3:1, 38.), nach erfolgreichem Nachsetzen gegen den Torwart (4:1, 62.) oder per Heber (5:1, 71.) – der Torjäger traf quasi aus allen Lagen. „Wir sind froh, dass er wieder mit dabei ist“, sagte Hentsch, „denn seine Tore werden wahrscheinlich über Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden.“ (rk)

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