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Diesmal als Spielertrainer im Einsatz: Alexandros Theodosiadis (SF Friedrichsdorf).

Fußball, Hochtaunus

Gruppenliga: DJK Bad Homburg ist nach Pflichtsieg nun Dritter

Die DJK Bad Homburg hat dank zwei Elfmetertore in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West beim Tabellenletzten Fauerbach gewonnen. Parallel verlieren die SF Friedrichsdorf trotz Überlegenheit in Beienheim.

SV Gronau – FC Neu-Anspach 1:5 (0:3): Vor der Partie forderte FCNA-Manager Michael Capsari einen Sieg von seiner Mannschaft, um in der Tabelle Boden gut zu machen. Dieser Aufforderung kamen die Spieler nach. „Wir haben es seriös gemacht und durchaus druckvoll gespielt gegen einen an diesem Tag überforderten Gegner“, sagte Caspari nach den 90 Minuten. Damit wurden die guten Leistungen aus den Vorwochen bestätigt, diesmal jedoch auch in etwas Zählbares umgemünzt. Nur die Chancenausbeute – so abwegig es bei einem 5:1 auch klingen mag – war nicht ganz optimal. „Kyle Howie hätte heute allein in der zweiten Halbzeit vorzeitig Torschützenkönig der Gruppenliga werden können“, scherzte Caspari, „aber man merkt auch so, dass er in Form kommt.“ Der Neuzugang vom TuS Merzhausen erzielte das 2:0 nach rund einer halben Stunde, die anderen vier Tore teilten sich Denis Fliess und Yassin Belfkih brüderlich. Jeder der beiden Routiniers schnürte einen Doppelpack. Trotz der Ausfälle von sechs potenziellen Stammkräften, darunter Stürmer Patrick Berschick, fuhren die Anspacher den Auswärtssieg ein. „Die drei Punkte waren das Ziel“, so Caspari, „jetzt gilt es, gegen Karben nachzulegen.“ Tore: 0:1/0:4 Fliess (23., 53.), 0:2 Howie (31.), 0:3/1:5 Belfkih (37., 87.),1:4 Schildger (74.).

Spvgg. Fechenheim – TSV Vatanspor Bad Homburg 2:3 (1:2): Mit einem satten Schuss aus 20 Metern eröffnete TSV-Kapitän Alexander Ujma den Torreigen in der 12. Minute. Die mustergültige Vorlage kam von Elias Benhima. Weiter ging es in der 22. Minute, als Sefa Usta per Chip-Pass Danyal Tekin bediente, woraufhin Tekin frei vor dem gegnerischen Torwart stand und die Nerven behielt. Den Anschlusstreffer besorgte Fechenheims Spielführer Tamim Jusofie in der 36. Minute. Er staubte ab, nachdem Ouassim Ouass per Freistoß an Keeper Nico Molitor gescheitert war. Bitter für Vatan: Molitor verletzte sich beim Gegentreffer am Kopf und musste ausgewechselt werden. Im zweiten Durchgang stellte Sefa Usta dann wieder den Vorsprung von zwei Toren her. Er wurde im Strafraum angespielt, schirmte den Ball mit dem Rücken ab und wuchtete dann aus der Drehung das Spielgerät in den Winkel (73.). Die Gastgeber schlugen nach fünf Minuten zurück. Diesmal verkürzte der eingewechselte Daniel Lotz, allerdings aus abseitsverdächtiger Stellung. „Wir standen gut und haben uns gewundert, warum der Treffer gezählt hat“, sagte TSV-Sprecher Pedro Ribeiro, „allerdings wurde Fechenheim bis zum Abpfiff auch nicht mehr gefährlich.“ Tore: 0:1 Ujma (12.), 0:2 Tekin (22.), 1:2 Jusofie (36.), 1:3 Usta (73.), 2:3 Lotz (78.).

SKV Beienheim – SF Friedrichsdorf 2:1 (1:1): In Abwesenheit des erkälteten Trainers Josip Coric verloren die Sportfreunde, die zuletzt mit einem 6:2 gegen den Türk. SV Bad Nauheim hatten aufhorchen lassen. Das vom spielenden Co-Trainer Alexandros Theodosiadis betreute Team geriet bereits in der 5. Minute in Rückstand. Mike Michalak kam zum Abschluss, Keeper Enver Osmanovic konnte zwar halten, doch den Abpraller schob Kapitän Ante Paradzik zum 1:0 für ins Netz. Drei Minuten später gab es die Chance zum Ausgleich per Strafstoß, doch Okan Koyun scheiterte am Pfosten. „Wer schon mal in Beienheim war, der weiß, dass der Platz dort eine Katastrophe ist“, sagte SF-Manager Martin Schmidt, „aber daran hat es nicht gelegen. Wir haben eine gute Viertelstunde gebraucht, bis wir im Spiel waren.“ Dann aber sei die Mannschaft lange Phasen sogar besser gewesen. Noch vor dem Pausenpfiff fiel folglich der Ausgleich. Nach einem langen Ball von Ex-Profi Theodosiadis setzte sich Kai Hohmann durch und erzielte das 1:1 (34.). „Auch in der zweiten Halbzeit waren wir besser, haben den Gegner im Griff, nutzen aber unsere Gelegenheiten nicht und verfallen dann in einen kollektiven Tiefschlaf“, schildert Schmidt. Zwei Minuten vor Schluss sortierte sich die Hintermannschaft der Sportfreunde noch, während der SKV einen Freistoß schnell ausführte. Das Ergebnis: Fatih Uslu kam frei zum Schuss und erzielte den Siegtreffer. Tore: 1:0 Paradzik (5.), 1:1 Hohmann (34.), 2:1 Uslu (88.).

Olympia Fauerbach – DJK Bad Homburg 0:2 (0:1): Der Favorit tat sich schwer gegen das Schlusslicht. „Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir Chancen im Zwei-Minuten-Takt“, sagte Trainer Enis Dzihic, „darunter sechs, sieben echte Hochkaräter.“ Dennoch mussten zwei Elfmeter herhalten, um sein Team auf die Siegerstraße zu führen. Beide Male wurde Routinier Ibrahim Cigdem im Strafraum zu Fall gebracht. Dass der Angreifer den ersten Strafstoß nicht selbst nahm, hatte nichts mit der alten Fußballweisheit „Der Gefoulte schießt nicht“ zu tun. „Er ist nicht als Schütze ausgemacht worden, da er in der Saison bereits drei vergeben hat“, erklärte Dzihic. Daher trat Soufian Chihab in der 43. Minute an und besorgte die 1:0-Führung für die Gäste. Aufgrund der angesprochenen Mängel bei der Chancenverwertung musste die DJK trotz spielerischer Überlegenheit lange zittern. Erst in der Nachspielzeit fiel das 2:0. Diesmal trat Cigdem trotz der mannschaftsinternen Schützenliste selbst an, Dzihic mischte sich nicht ein. „Hätte er verschossen, hätte es Konsequenzen gegeben“, sagte der Coach. Der Stürmer traf jedoch und die DJK gewann verdient, ohne aber wirklich zu überzeugen. Tore: 0:1 Chihab (43./FE), 0:2 Cigdem (90.+1/FE).

ROBIN KUNZE

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