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Kai Klug in seinem Element. Solche Paraden können die Fußball-Anhänger bald im Friedrichsdorfer Sportpark bewundern.

Fußball

Gruppenligist DJK Bad Homburg hat sich von mehreren Spielern getrennt

Kaum haben die Fußballer in den Amateur-Spielklasse eine Pause eingelegt, gibt es die ersten Vereinswechsel zu vermelden. Dabei soll der Kader von DJK Bad Homburg nur vorübergehend verkleinert werden.

Der erste Knaller für das neue Fußballjahr ist schon gezündet. Torwart Kai Klug wechselt in der Winterpause von der DJK Bad Homburg zum Ligarivalen der Gruppenliga Frankfurt West, dem FSV Friedrichsdorf. Das Team von Trainer Metin Yildiz nimmt als Tabellensechster die Führungsrolle unter den Gruppenligisten im Hochtaunuskreis ein. Und auf Torwart Klug wartet dort eine starke Defensivabteilung: mit nur 26 Gegentoren stellt der FSV die zweitstärkste Abwehr. Nur Tabellenführer Spvgg. 05 Oberrad hat weniger Treffer kassiert (20).

Der 30-jährige Klug verlässt die Kirdorfer, wie er selbst sagt, „ohne nachzutreten oder negative Gefühle“. Er wünsche der DJK alles Gute. Aber ganz glücklich mit der Art und Weise, wie das abgelaufen sei, ist er auch nicht. Am letzten Trainingstag vor der Winterpause habe man ihm mitgeteilt, dass der Verein sich von ihm trennen wolle. „Das hätte man früher schon sagen können“, meint der Torwart, der im Hochtaunus auch schon für die SG Ober-Erlenbach und den FC Neu-Anspach gespielt hat. Klug vermutet die Hintergründe für die Entscheidung der DJK im zwischenmenschlichen Bereich. Für rein sportliche Gründe sehe er keinen Grund. Er habe seine Leistung gebracht, auch wenn er es für jeden Sportler schwer findet, sich selbst zu beurteilen. Aber wirklich entscheidende Fehler habe er bei sich nicht gesehen.

Schneller als andere Interessenten

FSV-Trainer Yildiz bekam von der Trennung Wind und reagierte schnell. Schneller als andere Interessenten. „Er hat mich davon überzeugt, dass ich zu seinem Verein wechsle, der sehr gut dasteht“, sagt Klug. „Wir sind glücklich, dass sich ein solcher Mann für uns entscheidet, Kai wird uns wieder ein Stück nach vorne bringen“, kommentiert Yildiz. Überdies wisse der bisherige Stammtorwart Patrick Mohr berufsbedingt noch nicht, wie regelmäßig er künftig trainieren kann. Und der dritte Keeper im Verein, Lars Hinz, sei beruflich nach Kassel versetzt worden.

Ebenfalls im Winter kehre Adrian Augustincic aus Kirdorf nach Friedrichsdorf zurück, ergänzte Yildiz. Zum Mittelfeldspieler sei der Kontakt nie abgerissen. 

„Ein dufter Typ“

DJK-Trainer Stephan Bodenröder bezog zur Trennung von Kai Klug Stellung. Seine Leistungen für die Kirdorfer hätten nicht den Ausschlag gegeben. „Er ist ein dufter Typ und ein sehr guter Torwart. Aber irgendwie hat es bei uns nicht hundertprozentig gepasst. Man kann so etwas manchmal nicht richtig erklären“, drückte sich Bodenröder etwas nebulös aus.

Sie tüfteln am Gruppenliga-Kader für die Rückrunde: Stephan Bodenröder (rechts) und Jürgen Bornschein, Trainer-Duo von DJK Bad Homburg.

Ebenfalls nicht mehr das DJK-Trikot wird Denis Fliess tragen, der wie Klug von Verbandsligist Vatansanspor Bad Homburg an den Wiesenborn gewechselt war. Von einer ebenfalls „vernünftigen Trennung“, spricht Bodenröder. Weitere Abgänge gebe es derzeit nicht. 

Zugänge im Winter

Dafür wolle der Verein die Gruppenliga-Mannschaft in der Winterpause gezielt verstärken. Der Schwerpunkt bei den Transfers liege in der Abwehr und im Mittelfeld, verriet Bodenröder. Nach und nach sollen zudem Talente aus der eigenen A-Jugend eingebaut werden. „Die jungen Spieler sollen das Gefühl haben, ihre faire Chance zu bekommen“, sagt der Trainer.

Bodenröder trainiert die DJK jetzt schon im fünften Jahr. Gemeinsam mit seinem gleichberechtigten Trainerkollegen Jürgen Bornschein sieht er die Mannschaft „als Aufsteiger voll im Soll“. Sechs Siegen und fünf Unentschieden stehen acht Niederlagen gegenüber. Als Zwölfter hält sich die DJK am Rande der Abstiegszone. Nichts anderes als der Klassenerhalt sei aber auch das Ziel im ersten Jahr, sagt Bodenröder.

Was die Wiederholung des Heimspiels gegen den FC Oberstedten betrifft (wegen der schweren Verletzung des Spielers Vincent Warnecke wollten die Gäste nicht weiterspielen, ist vom Fußballverband noch keine Entscheidung über die Wertung beziehungsweise eine Neuansetzung getroffen worden. Die DJK muss noch in dieser Woche eine schriftliche Stellungnahme zum Spielabbruch abgeben. Daher wird es von Vereinsseite vorerst keine Äußerung dazu geben.

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