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Günay vermiest Stierstadt die Premiere

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Von: Wolfgang Bardong

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Abgezogen: Celil Günay (DJK) schießt, Stephan Leber (FV Stierstadt) kommt auf dem neuen Kunstrasenplatz einen Schritt zu spät. Der Ball geht nichts ins Tor. Günay bringt aber später mit seinen Treffern zum 1:1 und 3:1 den Sieg für die Kirdorfer unter Dach und Fach.
Abgezogen: Celil Günay (DJK) schießt, Stephan Leber (FV Stierstadt) kommt auf dem neuen Kunstrasenplatz einen Schritt zu spät. Der Ball geht nichts ins Tor. Günay bringt aber später mit seinen Treffern zum 1:1 und 3:1 den Sieg für die Kirdorfer unter Dach und Fach. © Heiko Rhode

Favoritensturz durch die DJK, zwei Platzverweise am Wiesenborn – bei Bad Homburgs KOL-Clubs war so einiges los.

FV Stierstadt – DJK Bad Homburg 1:3 (1:0): Diese Premiere ging gründlich in die Hose. Im ersten Spiel auf dem neuen Kunstrasen musste der FV gleich eine Niederlage einstecken. FV-Spielausschussmitglied Michael Zadravec süßsauer: „Wir sind einfach keine Kunstrasen-Mannschaft. Deshalb werden wir den Platz nächste Woche mit roter Erde wieder zuschütten.“

Zur Pause durften die Gastgeber noch auf einen Dreier spekulieren. Nachdem Enrico La Medica (28.) und Altan Sak (29./Kopfball) zunächst das 1:0 ausgelassen hatten, machte es in der 44. Minute La Medica besser und schloss eine Kombination über Michael Muschik und Altan Sak zur Pausenführung ab. Die DJK wirkte nach der Pause deutlich engagierter, mit mehr Zug zum gegnerischen Tor. Das zahlte sich sofort aus: Celil Günay staubte einen Pfostentreffer von Patrick Schröder zum 1:1 (52.) ab.

Dabei blieb es in einem recht zerfahrenen Spiel – bis sich der FV drei Minuten vor Schluss einen Stellungsfehler in seiner Abwehr leistete und Mohamed El Malki eiskalt zum 1:2 traf. Drei Minuten später machte dann wiederum Günay zum 1:3 (90.) alles klar.

Tore: 1:0 Enrico La Medica (44.), 1:1 Günay (51.), 1:2 El Malki (87.), 1:3 Günay (90.).

FSV Friedrichsdorf – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 2:2 (1:2): Bereits in der 9. Minute hatte Johannes Kütt die Gastgeber unter die kalte Dusche gestellt: Aus fünf Metern hatte er nach Doppelpass zum 0:1 eingeschossen. Der FSV kam durch Freistoßschütze Burak Sahin zunächst zu einer dicken Ausgleichschance (17.) und dann auch tatsächlich zum 1:1 (22.): Max Zymolka köpfte einen Sahin-Freistoß ein. In der Folge vergaben Sahin (25.) und Labinot Lugolli (38.) zwei FSV-Möglichkeiten – auf der Gegenseite drohte durch Lars Röske (35.) und Spielertrainer Gregory Strohmann (37./Kopfball) ebenfalls zwei Mal Gefahr.

Dann reifte die für FSV-Trainer Metin Yildiz „haarsträubende“ 39. Minute heran: Kreshnik Hashani hatte drei Gästespieler versetzt und hätte dann drei freistehende Mitspieler bedienen können. Er entschied sich jedoch für die vierte Variante – und versuchte es selbst. Prompt gescheitert, landete der Ball bei den Gästen, die einen überfallartigen Konter inszenierten, den Adrien Niklas aus abseitsverdächtiger Position zum 1:2 abschloss. Yildiz’ Ärger, der sich an Schiedsrichter Schwarz entzündete, sollte nach der Pause nicht verrauchen. Im Gegenteil: „Der Mann war überfordert und hat seinen Teil zum Spielausgang beigetragen“.

Dabei bezog sich Yildiz auf die 56. und 58. Minute, als seinem Team nach Handspiel von SGler Tim Sczesniok erst ein Handelfmeter und dann nach Foul am einschussbereiten Moritz Wagner noch ein Strafstoß verweigert worden sei. Immerhin reichte es für den drückend überlegenen FSV noch zum 2:2 (82.) durch Victor Radu, der eine Sahin-Flanke einköpfte. Dann die 88. Minute: Schwarz gab Elfmeter für die Gäste, doch Lars Röske jagte den Ball jedoch an den Pfosten.

Tore: 0:1 Kütt (9.), 1:1 Zymolka (22.), 1:2 Niklas (40.), 2:2 Radu (82.).

Späte Tore

FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach – FC Oberstedten 1:2 (0:0): Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Altin schimpfte FSG-Vorstandsmitglied Alfred Göttlicher: „Wir haben mehr als unglücklich verloren. Der Schiedsrichter entschied im Zweifelsfall immer für Oberstedten und hat ohne ersichtlichen Grund acht Minuten nachspielen lassen.“ Just in der „96. Minute“ war es dann Luca Kaestner, der nach einer Ecke den Oberstedtener Siegtreffer erzielen sollte. Göttlicher: „Gewinnt der FCO künftig noch weitere Spiele derart glücklich, ist an seinem Titelgewinn nicht mehr zu rütteln.“

Die Partie hatte sich mit einer guten Möglichkeit der FSG angelassen: Nach einem Eder-Freistoß schoss Daniel Dietrich nur knapp daneben (11.). Der Spitzenreiter antwortete mit Möglichkeiten für Masiullah Mahbubi per Freistoß (13.) und zwei Alleingängen (17./34.) sowie einem Basdar-Freistoß, der nur knapp über das von Maximilian Rühl vorzüglich bewachte W/W/S-Gehäuse strich (25.). Im zweiten Abschnitt konnte sich die bis dahin verstärkt aufs Verteidigen ausgerichtete FSG mehr und mehr lösen und kam in der 66. Minute zu ihrer zweiten dicken Chance für Eder nach Heilheckers Vorarbeit. Nicht von ungefähr ging der nun agilere Gastgeber dann in der 79. Minute in Front: Nach Hereingabe von Louis Presle produzierte FCOler Marvin Klempin beim Abwehrversuch ein Eigentor – der Spitzenreiter lag hinten.

Im Stil einer Klassemannschaft schüttelten sich die Stedtener aber nur kurz, glichen in der 88. Minute mit einem Kopfball von Nouri Jeghan aus – um dann wenig später das späte Glück durch Kaestner ausgiebig zu bejubeln.

Tore: 1:0 Klempin (79./ET), 1:1 Jeghan (88.), 1:2 Kaestner (90.+6).

SGK Bad Homburg – FC Reifenberg 1:2 (0:1): Dieses Mal hatte er nicht so lange gewartet wie vor einer Woche: SGK-Spielertrainer Mohamed Chafchaoui wechselte sich gestern bereits zur Pause ein, nachdem seine Mannschaft sich bis dahin wieder mal im Auslassen bester Chancen überboten hatte. Allen voran Petrov (2) und Osagie (2) – Chafchaoui konnte es nicht fassen: „Wir erspielen uns Möglichkeiten bis zum Umfallen, schießen aber links oder rechts am Tor vorbei. Oder aber Christian Bös hielt, und das tat er mehrmals richtig gut.“

Der bisherige Tabellenletzte durfte in der 30. Minute die Führung am Wiesenborn feiern: Gabriel Girbita hatte einen Strafstoß versenkt. Auch das 1:1 (62.) fiel vom Elfmeterpunkt aus: René Zschieschang hatte getroffen, nachdem zuvor „eine Reifenberger Hand“ den Ball dem einschussbereiten Chafchaoui stibitzt hatte. Die SGK wollte sich mit dem Remis nicht begnügen und legte den Vorwärtsgang ein. Bis der Schuss in der 71. Minute nach hinten losging und Iulian Ivan einen Konter zum 1:2 abschloss.

In der 84. Minute war die Partie für Ivan allerdings vorbei. Reifenbergs Goalgetter war nach einem Befreiungsschlag seiner Mannschaft auf dem Weg zum 1:3, als er von dem ihm entgegenstürmenden Keeper Salvatore Mancuso 35 Meter vor dem Kirdorfer Kasten im Luftkampf unfair gebremst wurde. Der Gefoulte trat nach. Logische Folge: Rot für beide. In der 88. Minute geriet der Reifenberger Sieg ins Wackeln, als Kyle Howie frei stehend das 2:2 versiebte.

Tore: 0:1 Girbita (30./FE), 1:1 Zschieschang (62./HE), 1:2 Ivan (71.).

Windiges Spiel

SV Seulberg – FC Neu-Anspach II 1:2 (1:0): Der starke Wind war im Friedrichsdorfer Sportpark 45 Minuten lang ein Freund der Seulberger. Die spielten druckvoll auf, beflügelt vom frühen 1:0 (6.) durch Dominic Minnert, der aus zwölf Metern per Kopf erfolgreich war. Seulberg blieb am Drücker, ohne sich jedoch Gelegenheiten zu erspielen. Zur Pause drehte der Wind, nun wurden die Schützlinge von FCNA-Trainer Lars Busch angetrieben. Und als in der 52. Minute Seulbergs Abwehr den Ball nicht weg bekam, drosch ihn Jules Lezius zum 1:1 ins Tor. Nur drei Minuten später köpfte Mikko Meier eine Ecke von Philipp Kraus zum 1:2 ein. Eine Bornschein-Chance (60.) – mehr hatte der Gastgeber dann nicht mehr anzubieten. Gelb-Rot sah Gästespieler Siyar Aygün (90.+3/Foul).

Tore: 1:0 Minnert (6.), 1:1 Lezius (52.), Meier (55.).

Die Partie EFC Kronberg – FC Mammolshain fiel aus. Schiedsrichterin Felina Dietsch (Langen) pfiff nicht an. Ihr erschien das Risiko, das Spiel auf dem zum Teil mit Schnee und Eis bedeckten Kunstrasen auszutragen, zu hoch. EFC-Trainer Carsten Keller: „Die Entscheidung geht in Ordnung.“

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