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Jean-Paul Beetz unternimmt mit der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten in der Bezirksoberliga einen erneuten Anlauf auf Punkte.

Handball, HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten

Gute Laune ist wichtiger als Punkte

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Wie Handball-Bezirksoberligist Steinbach/Kronberg/Glashütten mit der Negativserie umgeht. Am Sonntag könnte es den ersten Sieg geben.

Erst waren es 14 Tore, dann 16, dann 19. In den darauffolgenden Spielen betrug der Unterschied zum Gegner 10, dann nur 2 beziehungsweise 3 und zuletzt 9 Tore. Angesichts einer solchen Negativserie von sieben Niederlagen muss man als Trainer seine Handballmannschaft erst einmal bei Laune halten. Das ist Daniel Sailler und Jens Petry bei der HSG Steinbach/Kronberg/Glashütten gelungen. Denn den Übungsleitern und Spielern war von Vornherein klar: So richtig los geht die Saison erst Mitte November. Dann kommen die Mannschaften, die sich in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt auf einem ähnlichen Leistungsniveau bewegen. Wie Aufsteiger MSG Schwarzbach, der am Sonntag um 18 Uhr in der Steinbacher Altkönigsporthalle gastiert.

"Wir haben uns mental in Stellung gebracht, jetzt beginnen für uns die Wochen der Wahrheit", sagt Daniel Sailler. Der frühere Oberurseler Landesliga-Spieler ist im Sommer ganz auf die Trainerbank gewechselt, als bei der Dreier-HSG ein Nachfolger von Sebastian Linder (Handballpause) gesucht worden war. Sailler hatte in der Vorsaison den früheren Bundesligaspieler schon öfters vertreten.

Teamgeist steht im Vordergrund 

Gemeinsam mit Rückkehrer Petry (früher schon Coach beim MTV Kronberg) war Sailler klar, dass er wegen des personellen Aderlasses eine schwierige Aufgabe übernommen hat. Der Teamgeist steht beim Neuaufbau einer Mannschaft mit einigen unterklassigen Spielern klar im Vordergrund. Deshalb sagt Sailler auch jetzt vor dem Spiel nicht, dass man die Punkte unbedingt benötige, um in der Klasse zu bleiben. Er sagt: "Jetzt wird sich zeigen, ob wir in der Bezirksoberliga konkurrenzfähig sind." Falls nicht, ist das nicht schlimm.

Das deutete sich in den letzten Spielen schon an. Am nächsten dran an einem Punktgewinn waren die Steinbacher gegen die TSG Ober-Eschbach (25:27). Jüngst nach dem 23:32 gegen die HSG Goldstein/Schwanheim wurde man vom verlustpunktfreien Spitzenreiter gelobt. Der habe alles abrufen müssen. "Wir haben dreimal ordentlich gespielt und unsere kleinen Ziele erreicht, deshalb können wir am Sonntag mit einem guten Selbstvertrauen in die Partie gehen", sagt Sailler.

Die Kiste Bier gibt's auf jeden Fall

Nach sieben Niederlagen hört sich ein solches Statement komisch an. Doch schon der frühere Mittelmann Max Unterharnscheidt, der bei der bösen Abfuhr gegen die TSG Oberursel (22:41) einmalig die verhinderten Coaches vertreten hatte, hatte damals gesagt, dass man sich die gute Laune nicht verderben lasse. Die Kiste Bier stünde nach jeder Partie in der Kabine. Egal, wie das Ergebnis lautet.

Nach dem kommenden Spiel wird sie von Daniel Sailler bezahlt. Der dann 36-Jährige wird am Samstag seinen Geburtstag gefeiert haben. Für das Aufeinandertreffen mit der MSG Schwarzbach - die Spielgemeinschaft aus TuS Kriftel und TV Hofheim gewann bisher nur gegen den punktlosen Mitaufsteiger HSG Sindlingen/Zeilsheim - hofft Sailler auf die Einsätze von Rückraumspieler Maron Hofmann und Abwehrspezialist Johann Hausmann. Beide fehlten zuletzt wegen Schmerzen im Knie. Von ähnlichen Verletzungsproblemen kann Sailler selbst ein Lied singen. Deshalb hat er angekündigt, auch am Sonntag auf der Bank bleiben zu wollen. Zu gewinnen ist in Steinbach für die HSG-Handballer kein Muss, um die gute Laune zu bewahren. 

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