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Nur Mirko Dimter trifft in Griesheim für den SV Rot-Weiß Hadamar.

Fußball-Hessenliga

SV RW Hadamar: Griesheim nicht mehr Lieblingsgegner

Der „Lieblingsgegner“ ist keiner mehr. Zum ersten Mal nach neun Jahren kassierte der SV Rot-Weiß Hadamar in der Fußball-Hessenliga gegen Viktoria Griesheim eine Niederlage.

VON PATRICK JAHN

SC Viktoria Griesheim – SV Rot-Weiß Hadamar 2:1 (1:0). In einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in denen Hadamar aber deutlich mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte, waren die ganz großen Torchancen Mangelware. „Wir haben mehr quer und lang statt flach und schnell gespielt“, bemängelte Hadamars Coach, Stefan Kühne. Die logische Folge: Bis auf Halbchancen von Filip Pandza, der eine Hereingabe knapp verpasste, und einen Schuss von Yuki Noguchi passierte vorne wenig (19., 31.). Diese Tatsache hatte mitunter auch damit zu tun, dass Torjäger Leon Burggraf krankheitsbedingt nur auf der Bank Platz genommen hatte, und Jerome Zey mit Magen-Darm-Infekt gar nicht erst im Kader war.

Griesheim ging sechs Minuten vor der Pause in Führung: Nach einem Freistoß bekamen die Rot-Weißen die Situation nicht bereinigt, und Younes Bahssou murmelte den Ball irgendwie zum 1:0 über die Linie. Nach Wiederbeginn entwickelte der SVH mehr Druck nach vorne und kam zu zwei Gelegenheiten. Zunächst setzte Mirko Dimter das Spielgerät nach Hereingabe von Steffen Rücker an die Latte (60.), dann verpassten gleich zwei Gäste-Akteure eine scharfe Hereingabe Rückers um Haaresbreite (64.).

Hadamar musste das Risiko erhöhen und lockerte die Defensive. Die Griesheimer brauchten nicht lange, um den sich bietenden Platz zu nutzen: Nach einem Konter war Ali Kazimi zur Stelle und sorgte für die vermeintliche Entscheidung – 2:0 (81.). Die Fürstenstädter gaben nicht auf und kamen nur zwei Minuten danach zum Anschlusstreffer, als Viktoria-Torhüter Paul Jivan einen Rücker-Schuss nach vorne abgeklatscht hatte und Mirko Dimter auf 2:1 stellte (83.).

Was folgte, war die Brechstange – etliche lange Bälle, der eine oder andere Standard – doch all das half nichts mehr. Es blieb beim 2:1 für den SCV. „Ich kann der Mannschaft in puncto Wille und Leidenschaft keinen Vorwurf machen. Nach letzter Woche war es schwer für uns. Ich kann mit dem Auftritt leben, aber um Spiele zu gewinnen, muss mehr kommen“, meinte Stefan Kühne nach dem Abpfiff. Und weiter: „Ich hoffe, dass es nicht wieder vier Spiele dauert, bis wir erstmals gewinnen.“

Griesheim: Jivan, Royo, Kern, Bender, Stange (70. Kazimi), Bahssou (82. Stork), Volk, El Fahfouhy, Paraschiv, Schumacher, Arslan (90.+2 Houdek) – Hadamar: Strauch, Dimter, Mar. Neugebauer, Noguchi (46. Burggraf), Gschwender, Rücker, Sedy (46. Teller), Pandza, Herdering, Mat. Neugebauer, Paul – SRin: Schneider (Birstein) – Tore: 1:0 Younes Bahssou (38.), 2:0 Ali Kazimi (81.), 2:1 Mirko Dimter (83.) – Zuschauer: 100.

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