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Fußball-Hessenliga

Hadamar hat die Leidenschaft wiederentdeckt

In der Fußball-Hessenliga geht es ungebremst weiter. Am Samstag empfängt der SV Rot-Weiß Hadamar im zweiten Heimspiel nacheinander mit Türk Gücü Friedberg (Anstoß: 15 Uhr) ein zuvor wankendes Top-Team, das sich unter der Woche beim 6:0-Erfolg gegen den TuS Dietkirchen den Frust von der Seele geschossen hat.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – Türk Gücü Friedberg (Samstag, 15 Uhr). Das hat den Fürstenstädtern gut getan. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen wirkte der 2:0-Sieg gegen den FC Eddersheim wie eine Befreiung. Trainer Stefan Kühne: „Wir waren natürlich hochzufrieden. Die Mannschaft hat eine brutale Leidenschaft gezeigt, und das nach den vielen englischen Wochen zuletzt. Da muss ich meinen Hut vor ziehen.“

Das Heimspiel gegen Türk Gücü Friedberg wäre zweifelsfrei zum „Krisenduell“ geworden, hätten beide Teams am Mittwoch ihre Spiele nicht gewonnen. Weil Türk Gücü, das zuvor nur einen Zähler aus fünf Spielen geholt hatte, auch intern mit Querelen zu kämpfen hat, dürfte das 6:0 gegen Dietkirchen mächtig Auftrieb gegeben haben. Das weiß auch Stefan Kühne: „Das ist eine super zusammengestellte Truppe, die vor allem in der Offensive eine extreme Qualität hat. Wir müssen defensiv gut arbeiten und wieder Nadelstiche setzen. Mit Leidenschaft kann man vieles erreichen. Genau wie gegen Eddersheim werden wir das auch gegen Friedberg brauchen.“

Der lange verletzte Torwart Christopher Strauch wird zumindest wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen, ansonsten bleibt die personelle Lage angespannt. Wer das Duell Fünfter gegen Vierter gewinnt, nistet sich erst einmal im oberen Tabellendrittel ein. – Redaktions-Tipp: 2:1.

SC Waldgirmes – TuS Dietkirchen (Samstag, 15 Uhr). Besonders über die letzten beiden Auswärtsspiele sollten die Verantwortlichen des TuS den Mantel des Schweigens legen. Nach dem 0:6 am Mittwoch in Friedberg hat der Dietkircher Trainer Thorsten Wörsdörfer die Fehler auch bei sich gesucht: „Vielleicht habe ich auch die falsche Taktik gewählt, dafür können die Jungs nichts.“ Ansonsten war es wieder ein Abend zum Vergessen, an dem alles zusammenkam. „Vieles war schlecht. Der Platz, das Licht, der Schiedsrichter, und meine Mannschaft war auch schlecht“, fasst „Wörsi“ trocken zusammen. Wie soll es beim SC Waldgirmes, der als Tabellen-Siebter nur zwei Punkte mehr als die Schwarz-Roten aufweist, aufwärts gehen? Wörsdörfer versucht es mit Humor: „Vielleicht muss ich das Dietkircher Ortsschild in Waldgirmes anschrauben und ein bisschen Reckenforst-Luft mitnehmen. Im Ernst: Wir brauchen 90 Minuten körperliche Präsenz und Laufbereitschaft. Das, was uns in Heimspielen gelingt, müssen wir auch in Waldgirmes abrufen.“ Es gibt es vier weitere Gründe, die Mut machen: Maximilian Zuckrigl, Kevin Kratz, Marco Müller und Nicola Meloni dürften wieder einsatzbereit sein. – Redaktions-Tipp: 1:1.

Samstag:

Viktoria Griesheim - FV Bad Vilbel

15.00

SV RW Hadamar - Türk Gü. Friedberg

15.00

SC Waldgirmes - TuS Dietkirchen

15.00

Hessen Dreieich - FC Erlensee

15.00

SGB Fulda-Lehnerz - SV Neuhof

15.00

Buchonia Flieden - Hünfelder SV

15.00

Sonntag:

FSV Fernwald - KSV Baunatal

15.00

SV Steinbach - FC Hanau 93

15.00

SV Zeilsheim - Rot-Weiß Walldorf

15.00

FC Eddersheim - VfB Ginsheim

15.00

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