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Nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen den KSV Hessen Kassel waren Spieler und Verantwortliche sichtlich aus dem Häuschen. Das darf gerne auch am Samstag wieder so aussehen.

Fußball-Hessenliga

SV RW Hadamar vor der Mutprobe in Kassel 

Darauf haben sie im Lager der Fürstenstädter lange gewartet: Im Kasseler Auestadion dürfen die Rot-Weißen am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) auf eine stattliche Kulisse hoffen.

VON PATRICK JAHN

Es ist zweifelsohne das Topspiel des 30. Spieltags der Fußball-Hessenliga – und das nicht nur, weil der Tabellenzweite auf den -vierten trifft. Sowohl Hessen Kassel als auch der SV Rot-Weiß Hadamar sind seit sieben Spielen unbesiegt. Während die Nordhessen davon gleich sechs Partien erfolgreich gestalten konnten, sind es auf Hadamarer Seite deren fünf.

Der langjährige Zweitligist KSV Hessen, der in den 80ern unter Trainerlegende Jörg Berger sogar heftig ans Tor zur Bundesliga geklopft hatte, hatte am Ostermontag ein absolutes Highlight: Offiziell 15 488 Zuschauer sahen im Auestadion den 3:1-Derbyerfolg über den KSV Baunatal; der angepeilte Zuschauerrekord für ein Fünftliga-Match fiel aber nicht, den somit weiter der SV Waldhof Mannheim hält (18 313 im Juni 2011 gegen den FV Illertissen).

Selbstverständlich darf sich der Regionalliga-Absteiger nicht alle Tage über eine solche Resonanz freuen, doch bleibt ein solches Erlebnis natürlich haften. SVH-Coach Torsten Kierdorf sieht das ganz genau so: „Ich finde das eine tolle Sache. Das zeigt, dass auch in der Hessenliga was los ist und man guten Fußball sehen kann.“ Selbstredend würde es der Trainer begrüßen, wenn auch bei eigenen Heimspielen etwas mehr los wäre: „Ich würde mich freuen, wenn meine Jungs dem ein oder anderen Zuschauer mehr zeigen könnte, was sie drauf haben.“

Zunächst steht aber das Auswärtsspiel an, dem die Rot-Weißen schon seit einigen Wochen entgegenfiebern. Der KSV Hessen Kassel hat unumstritten die Strukturen, um mindestens eine Etage höher zu kicken. Nach dem letztjährigen Abstieg ist der Wiederaufstieg das erklärte Ziel, das die Nordhessen aber – sollten sie den zweiten Platz halten – über den Umweg Aufstiegsrunde in Angriff nehmen müssen. „Kassel ist ein Top-Team und hat nur ganz wenige Schwächen. Damit wir dort bestehen können, brauchen wir einen Tag, an dem alles passt und die Jungs über ihrem Limit spielen“, weiß Kierdorf.

Unabhängig vom Spielausgang gibt es für Torsten Kierdorf aber noch einige Gründe mehr, sich besonders auf das Spitzenspiel zu freuen: „Wir spielen gegen einen Traditionsverein in einem Stadion mit vielen Zuschauern – und wir wollen zeigen was wir können. Auch für mich als Trainer ist es natürlich ein Stück weit ein besonderes Spiel.“ Erfreulich aus Sicht der Fürstenstädter ist zweifelsfrei die Tatsache, dass die Mannschaft rein gar nichts zu verlieren hat, denn der Druck liegt ganz klar beim KSV Hessen.

Doch wie wollen die Hadamarer im Auestadion bestehen? Kierdorf macht deutlich: „Wir müssen mit viel Mut und Power auftreten. Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, zu was wir im Stande sind. Wir werden deswegen auch an unserer Ausrichtung nichts ändern. Wichtig wird vor allem sein, dass alle vom Kopf her voll da sind und nichts Außergewöhnliches versuchen. Natürlich brauchen wir auch etwas Glück – beim 1:0-Hinspielsieg hatten wir das.“

Aus personeller Sicht gibt es wohl keine Veränderungen, so dass Kierdorf nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. „Egal, wie das Spiel ausgehen mag, die Jungs können stolz sein, dass sie in diesem Spitzenspiel stehen.“

Samstag:

Hessen Kassel - SV RW Hadamar

14.00

FSC Lohfelden - Türk Gücü Friedb.

15.00

Hünfelder SV - FC Gießen

15.00

SC Waldgirmes - SGB Fulda-Lehnerz

15.00

Buchonia Flieden - Vikt. Griesheim

15.00

FC Ederbergland - Bayern Alzenau

15.00

Sonntag:

Spvgg. Neu-Isenburg - FV Bad Vilbel

15.00

FC Eddersheim - KSV Baunatal

15.30

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