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Marius Löbig (links) und Yves Böttler (rechts) freuen sich mit Yuki Noguchi.

Fußball-Hessenliga

SV RW Hadamar: Am Samstag letztes Spiel gegen den Hünfelder SV

Der Vorhang für das Fußballjahr 2018 fällt: In der Fußball-Hessenliga empfängt der SV Rot-Weiß Hadamar zum Abschluss eines sportlich erfolgreichen Jahres den Hünfelder SV (Anstoß: 14 Uhr in Niederhadamar). Die Marschroute ist klar: Ein Sieg soll her, um schöne Weihnachten zu haben.

Wer den direkten Tabellennachbarn KSV Baunatal mit 4:1 abfertigt, hat eigentlich keinen Grund zum Meckern. Oder, Torsten Kierdorf? „Nein, wir durften letzte Woche hochzufrieden sein. Von der ersten bis zur 90. Minute hat die Mannschaft sowohl fußballerisch als auch kämpferisch eine sehr gute Leistung gezeigt. Im Spiel waren teilweise sogar die Phasen, die uns während unserer Siegesserie ausgezeichnet hatten“, gibt der Trainer des SV Rot-Weiß Hadamar zu Protokoll. Für die letzte Aufgabe des Jahres am morgigen Samstag gegen Aufsteiger Hünfelder SV spricht vom Papier her nahezu alles für die Hadamarer.

Die Osthessen warten als Tabellen-Vierzehnter seit mittlerweile sieben Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Lediglich einen Zähler sammelte der HSV in seinen letzten Partien. Zudem stellt das Team von Trainer Dominik Weber mit nur 16 erzielten Toren die schwächste Offensive der Liga. Zum Vergleich: SVH-Knipser Yves Böttler kommt alleine schon auf 16 „Buden“. Dennoch warnt Torsten Kierdorf vor dem Widersacher: „Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen skeptisch, denn ich kann die Mannschaft nur schwer einschätzen. Ich finde, dass sie beileibe nicht so schlecht ist, wie sie steht. Deswegen bin ich auch davon überzeugt, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird.“

Dass die Favoritenrolle bei den Fürstenstädtern liegt, kann aber auch Kierdorf nicht abstreiten: „Klar ist, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen. Trotzdem brauchen wir wieder eine Leistung wie gegen Baunatal, um am Ende drei Punkte mehr zu haben. Der Gegner steht defensiv sehr gut, hat aber offenkundig Probleme mit dem Toreschießen.“

Nach dem katastrophalen Saisonstart wäre ein weiterer „Dreier“ im Verbund mit dann 35 Punkten schon eine ganz feine Sache. Das sieht Torsten Kierdorf auch beim Rückblick so: „Wir sollten nie vergessen, wie wir in die Saison gestartet sind. Die Leistung kann man daher eigentlich nicht hoch genug bewerten.“

Nette Worte findet der Rot-Weiß-Coach im Übrigen auch für alle Personen, die auf und neben dem Platz eine wichtige Rolle spielen: „Für mich war das Jahr 2018 natürlich auch neu. Und genau deswegen möchte ich einfach mal ,danke’ sagen. Danke an alle Fans, vor allem diejenigen, die uns auch auswärts immer begleiten. Danke an alle, die im Trainer- und Betreuerstab sind. Danke an alle, die im Hintergrund unheimlich viel für den Verein leisten. Der größte Dank gilt aber meiner Frau, die mir den Rücken freihält und all die Strapazen mitmacht.“

Für die Partie gegen den Hünfelder SV kann der Trainer auf den gleichen Kader zurückgreifen, der auch gegen Baunatal erfolgreich war – also auch auf Yuki Noguchi, der urplötzlich das Interesse anderer Vereine geweckt hat. Drei Punkte sind das erklärte Ziel, danach dürfen alle Beteiligten die Füße hochlegen. Und dann, in 2019, will das Team hungrig und gut erholt da weiter machen, wo es (hoffentlich) am Samstag aufhört.

Samstag:

SV RW Hadamar - Hünfelder SV 14.00 (in Niederhadamar)

Viktoria Griesheim - FSC Lohfelden 14.00

Buch. Flieden - Spvgg. Neu-Isenburg 14.00

KSV Baunatal - Bayern Alzenau 14.00

SGB Fulda-Lehnerz - FC Eddersheim 15.00

von PATRICK JAHN

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