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Diese Flanke von Daniel Sachs kann Hadamars Alexander Schraut (links) nicht verhindern. Auch wenn es so aussieht: Es war kein Handspiel. Foto: Häring

Fußball-Hessenliga

Hadamar springt den "dreifachen Bangert"

VON OLIVIER BASLER

VON OLIVIER BASLER

SV Rot-Weiß Hadamar – Spvgg. Neu-Isenburg 4:0 (2:0). Trotz des Fehlens der angeschlagenen Jerome Zey und Leon Burggraf, die am 1. Mai aber wieder auf dem Platz stehen könnten, übernahm Rot-Weiß sofort die Kontrolle. Zunächst fehlte es den Hadamarern allerdings an Tempo und Konsequenz im Spiel nach vorne. Den ersten Abschluss durch Marius Löbig (8.) konnte Neu-Isenburgs Torwart Andreas Rudolf recht entspannt entschärfen, nach knapp zwanzig Minuten entschied sich Jann Bangert im Strafraum für einen Querpass zu viel.

Zielstrebiger schloss Jann Bangert allerdings kurz darauf ab: Marius Löbig legte nach einem abgefangenen Ball für den Stürmer ab, der sich elegant drehte und aus 16 Metern trocken abzog – 1:0 (21.). Jetzt tauten auch die Neu-Isenburger langsam auf und gaben ihre ersten  Torschüsse ab; beide hätten fast den Ausgleich gebracht. Ansonsten fiel die Spvgg. Neu-Isenburg vor allem durch viele Fehlpässe im Spielaufbau auf.

Auf der anderen Seite schlug Hadamar eiskalt zu: Nach Balleroberung von Mohamed Zouaoui schoss Jann Bangert exakt wie beim 1:0 aus 16 Metern flach in die linke Ecke (30.). Den Hattrick verpasste der Ex-Wehener eine Minute später, als er knapp über das Tor zielte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Rot-Weißen alles klar: Erst drückte Jonas Herdering den Ball über die Linie (52.), dann legte Neugebauer fünf Meter vor dem Tor für Jann Bangert auf – 4:0 (54.). In der Folge plätscherte die Partie vor sich hin; die Hadamarer wollten nicht mehr so richtig, Neu-Isenburg konnte an diesem Tag offenbar nicht. „Wie bei einem Betriebsausflug“ habe sich sein Team präsentiert, meinte der enttäuschte Spvgg.-Trainer Peter Hoffmann im Anschluss an das Duell.

„Ein ordentliches Spiel“ attestierte dagegen Torsten Kierdorf seiner Elf, die trotz des 4:0 beileibe keinen perfekten Auftritt hingelegt hatte. Gegen einen schwachen, harmlosen Gegner reichte das aber dieses Mal.  In der Schlussphase ließen die Fürstenstädter den Ball laufen und hätte durch die eingewechselten Dennis Winter und Miguel Granja sogar ein noch deutlicheres Ergebnis herausschießen können.

„Wir wollten einfach und flach Fußball spielen und unseren Ballbesitz nutzen – das haben wir meist geschafft“, fasste Torsten Kierdorf zusammen.

Hadamar: Strauch, Kuczok, Schraut, Neugebauer, Zouaoui, Böcher, Kretschmer, Bangert (72. Granja), Rücker (60. Winter), Löbig (77. Kunisch), Herdering – Neu-Isenburg: Rudolf, Hartmann, Nedwied, Atzberger (46. Atzberger), Günther (65. Janovsky), Cichutek, Kamikawa, Letellier, Züge, Sachs (56. Bickel), Rhein – SR: Rübe –Tore:1:0 (21.), 2:0 (30.) beide Jann Bangert, 3:0 Jonas Herdering (52.), 4:0 Jann Bangert (54.) – Zuschauer: 180.

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