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Hessenliga

SV RW Hadamar startet am Samstag gegen Lohfelden in die Rückrunde

Im Heimspiel gegen den FSC Lohfelden haben die Fürstenstädter nach dem 2:3 im Hinspiel noch etwas gutzumachen. Aber: Der Widersacher ist mit höchster Vorsicht zu genießen.

Das magere 4:2 gegen Schlusslicht FC Ederbergland haben Hadamars Trainer Torsten Kierdorf und seine Jungs abgearbeitet. Der Coach meint: „Wir wissen, dass es kein gutes Spiel von uns war. Wir haben darüber gesprochen, das Thema ist abgehakt. Positiv ist, dass wir dennoch drei Punkte geholt haben. Es gab Zeiten, da hat man uns für Niederlagen und gute Leistungen auf die Schulter geklopft.“ Kierdorf will es eigentlich auch gar nicht zulassen, dass zu viel Negatives über letzte Woche gesprochen wird. Fakt ist: Hadamar greift am Samstag nach dem zehnten unbesiegten Ligaspiel hintereinander. Bleiben die drei Punkte in Niederhadamar, wäre es sogar bei nur einer Punkteteilung der neunte „Dreier“. Und genau das ist das Ziel für die 90 Minuten gegen den FSC Lohfelden.

Torsten Kierdorf bewertet den Gegner nicht nach seinem Tabellenplatz, sondern hat vor allem die letzten Auftritte vor Augen: „Sie haben gegen nahezu jedes Team aus dem oberen Tabellendrittel gepunktet, deswegen erwarte ich ein Spiel, in dem wir auf jeden Fall an die 100 Prozent kommen müssen, um erfolgreich zu sein.“ Die Nordhessen rangieren derzeit mit 18 Punkten auf Platz elf und sehen in der Tat gegen starke Gegner meist gut aus, während die Spiele gegen die im Klassement unten angesiedelten Teams oft in die Hose gehen.

Besonders auffällig ist aber, dass der FSC seine letzten fünf Auswärtsspiele allesamt nicht verloren hat. Siege in Baunatal und Ginsheim sowie ein 2:2 beim KSV Hessen Kassel sind zweifelsfrei Ergebnisse, die aufhorchen lassen. Auch im Hinspiel mussten die Rot-Weißen leidvoll erfahren, welch unangenehmer Gegner die Lohfeldener doch sind. Nicht nur die damalige 2:3-Niederlage hat Torsten Kierdorf gezeigt, wo die Stärken des FSC liegen. „Lohfelden ist eine sehr aggressive Mannschaft, die zudem über eine gute Qualität in der Offensive verfügt. Auch das Umschaltspiel ist nicht zu verachten, denn wenn sie Balleroberungen haben, geht es schnell nach vorne“, meint Hadamars Trainer, und: „Der kleine Platz könnte ihnen entgegenkommen, weil sie eben auch situativ gutes Pressing spielen.“ Ohnehin ist sich Kierdorf sicher, dass „Lohfelden nicht da unten hingehört“.

Vier Partien hat der SV Rot-Weiß Hadamar vor der Winterpause noch vor der Brust. Die lange Saison mit vielen englischen Wochen hat ihre Spuren hinterlassen. Kierdorf: „Einige gehen natürlich auf dem Zahnfleisch. Da wir ja auch die zweite Mannschaft mit bestücken, haben einige Spieler kaum eine Pause. Wir müssen jetzt noch viermal alles raushauen, dann dürfen wir alle in die verdiente Winterpause.“

Aus personeller Sicht muss der Übungsleiter Oliver Pandov ersetzen, der erst nächste Woche wieder richtig ins Training einsteigt. Neben einem Fragezeichen, das noch hinter dem Einsatz von Jonas Herdering steht, gibt es aber durchweg Gutes zu vermelden. Neuzugang Niklas Kern steigt nach seinem Mittelfußbruch wieder ins Mannschaftstraining ein und könnte erst einmal bei der zweiten Mannschaft eine Alternative sein. Auch Tristan Burggraf ist nach fast sechs Wochen Ausfallzeit wieder mit von der Partie. „Offensiv habe ich natürlich die Qual der Wahl. Ich habe bei den Einheiten in dieser Woche genau hingeschaut und werde einiges auch aus dem Bauch heraus entscheiden“, meint Kierdorf, der von seiner Mannschaft unmissverständlich fordert, dass sie in den 90 Minuten gegen Lohfelden an ihre Grenze gehen muss.

von Patrick Jahn

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