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Hadamar und Dietkirchen: An den Spielplanschräubchen gedreht

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Von: Marion Morello

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Lotto-Hessenliga.
Lotto-Hessenliga. © HFV

Die Chose ging ratzfatz über die Bühne, nichtsdestotrotz barg sie eine Menge Zündstoff. Klassenleiter Thorsten Bastian (Rockenberg) hatte die Vereinsvertreter zu einem Online-Meeting zusammengerufen, um die Termine für die Auf- und Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga festzuzurren.

Die Abstiegsrunde beginnt am 5./6. März, die Aufstiegsrunde eine Woche später am 12./13. März; das ist der Anzahl der Vereine geschuldet. Während zehn Clubs in die Play-offs gehen, sind es in den Play-downs derer zwölf, ergo: zwei Spieltage mehr. Auch wenn es in den Play-offs also ein eher bescheidenes Programm mit jeweils zehn Spielen pro Verein sind, so schien es dennoch schier unmöglich gewesen zu sein, auf „lokale Bedürfnisse“ einzugehen.

Das trifft ganz besonders den Fußballkreis Limburg-Weilburg. Beide Vereine aus dem NNP-Land, der SV Rot-Weiß Hadamar und der TuS Dietkirchen, sollten – so sah es der vorab verschickte Spielplan jedenfalls vor, grundsätzlich zeitgleich Heim- und Auswärtsspiele haben. Das war natürlich der „Super-GAU“. Beide Vereine erhoffen sich in der Aufstiegsrunde mit den besten Mannschaften der Hessenliga eine zumindest halbwegs gefüllte Zuschauertribüne. Finden allerdings zwei Spiele gleichzeitig statt, und das Pi mal Daumen sechs Kilometer Luftlinie voneinander entfernt, nehmen sich die Reckenforstler und die Rot-Weißen gegenseitig die Zuschauer weg, ganz klar.

Nach der Publikation des Vorab-Planes hatte diese Zeitung beim Verbandsfußballwart nachgefragt, ob das denn nicht zu ändern sei. Die Antwort von Thorsten Bastian: „Nein, das liegt am Vereinsschlüssel.“ Dieser ist die Nummer, die jedem Verein beim Erstellen des Plans zugewiesen wird. Der Computer spuckt dann den entsprechenden Plan aus. Ohne Wenn und Aber...

Dem SV Rot-Weiß Hadamar und dem TuS Dietkirchen blieb also nichts anderes übrig, als zum Telefon zu greifen und sämtliche Gegner in Eigeninitiative zu kontaktieren, um hier und da doch noch ein Schräubchen zu drehen. Und das ist tatsächlich gelungen. Einmal wurde das Heimrecht getauscht, mal spielt Dietkirchen sonntags, und Hadamar tritt gegen Stadtallendorf bereits am 30. April an. Der Spielplan wurde – leicht entzerrt – durchgewunken. Großer Dank sei an dieser Stelle vor allem dem Rot-Weiß-Teammanager Mark Zingel und Dietkirchens Spielausschuss Thomas Heftrig gesagt, die nichts unversucht gelassen und etliche Telefongespräche geführt hatten.

Auch über die Anzahl der Absteiger wurde diskutiert. Thorsten Bastian stellte klar, dass es maximal sechs Vereine treffen wird. Sollten aus der Regionalliga hessische Verein absteigen, werde die Hessenliga 2022/23 über die Richtzahl 18 hinaus aufgestockt. Wenn es der Zweite der Play-offs über die Relegation in die Regionalliga schaffe und es kommt kein Verein von dort runter, „sind es sogar nur fünf Absteiger“. MARION MORELLO

Aufstiegsrunde, 1. Spieltag:

Samstag, 12. März:

SV RW Hadamar – FSV Fernwald 14.00

SC Waldgirmes – Eintr. Stadtallendorf 15.00

SC Hessen Dreieich – Fulda-Lehnerz 15.00

1. FC Erlensee – TuS Dietkirchen 16.00

Sonntag, 13. März:

FC Eddersheim – SV Neuhof 15.00

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