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Fußball-Hessenliga

Auf Hadamar wartet bärenstarke Offensive

In der Fußball-Hessenliga steht dem SV Rot-Weiß Hadamar eine schwierige Aufgabe bevor. Das Team von Cheftrainer Stefan Kühne tritt am Samstag, 15 Uhr, bei Rot-Weiß Walldorf an.

VON PATRICK JAHN

„Wir sind keine Spitzenmannschaft“, hatte Hadamar-Trainer Stefan Kühne nach dem Remis im Spiel gegen den FV Bad Vilbel (1:1) deutlich gemacht. Was er damit meinte, führt er aus: „Die Leistung war nicht gut. Wenn man aber schon einen schlechten Tag erwischt, darf keinesfalls ein solches Gegentor passieren. Die Entstehung des Freistoßes war unnötig, die Zuteilung hat nicht gepasst und auch unser Torwart hätte früher herauskommen müssen.“ Dass der Coach bei dieser Fehlerkette die gesamte Mannschaft kritisiert, zeigt auch auf, dass wohl noch nicht jeder Spieler in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen – und genau das fordert er, damit seine Truppe in naher Zukunft zu einer Spitzenmannschaft in der Hessenliga reifen kann.

Mit dem Gastspiel bei Rot-Weiß Walldorf treffen die Fürstenstädter nun auf „meinen vor der Saison genannten Geheimfavoriten“, wie Stefan Kühne sagt. In der Tat hat der Tabellendritte, der mit 21 Treffern nach Hessen Dreieich die hungrigste Offensive der Liga stellt, bisher eine ganz starke Runde absolviert. Aufgrund der vielen englischen Wochen ist es den Hadamarern aber auch nicht verborgen geblieben, dass sich der Kontrahent zuweilen unkonstant präsentiert, was das 0:1 beim FSV Fernwald belegt.

„Walldorf ist technisch sehr gut, spielerisch stark und agiert zielstrebig und erfrischend nach vorne“, zollt Kühne dem kommenden Gegner Respekt. „Für mich ist das aber sekundär, denn ich weiß, dass meine Mannschaft gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren kann.“

Sorgen hat der Trainer allerdings angesichts seiner dünnen Personaldecke, denn mit Steffen Rücker, Iddris Sedy und Jerome Zey fallen aus dem ohnehin schon kleinen Kader erneut drei Spieler aus. Die Devise für Stefan Kühne ist daher klar: „Wir müssen defensiv gut stehen und Nadelstiche setzen – der eine oder andere muss dann halt sitzen“, hofft der Ex-Profi auf eine disziplinierte und effektive Vorstellung seines Teams. Redaktions-Tipp: 2:2.

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