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Heiko Weidenfeller.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

SV RW Hadamar 2: Mit Weidenfeller kehrt der Erfolg zurück

RSV

RSV Weyer ? FC Eddersheim 2 1:2 (0:1). Das Spiel begann verheißungsvoll mit zwei Halbchancen für den RSV. In Führung gingen jedoch die Gäste: Eddersheim setzte sich über rechts bis zur Grundlinie durch, und Mateo Kunjko vollstreckte im Torraum stehend den scharf hereingetretenen Flachpass. Dieser Treffer zeigte Wirkung, Weyer brachte so gut wie nichts mehr zu Stande. Während die Offensive zu ideenlos und vorhersehbar agierte, leistete sich die Abwehr bis dato ungewohnte Individualfehler. Die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten wusste der FC nicht in Tore umzumünzen. In Durchgang zwei änderte sich zunächst nicht viel. Erst 15 Minuten vor Schluss kam Gefahr nach einer Serie von Freistößen und Eckbällen auf, doch sowohl Markus Haberkorns Kopfball und Michael Schmitzs Schuss wurden noch vor der Linie geblockt. Mitten in dieser kleinen Drangphase nutzte Timo Grünewald den sich ihm durch die aufgerückte Abwehr gebotenen Raum und erhöhte durch einen Konter auf 0:2. Wer nun dachte, das Spiel sei gelaufen, sah sich getäuscht. Tobias Uran verkürzte im direkten Gegenzug wieder auf ein Tor Unterschied. Tatsächlich wurde es noch einmal richtig spannend. Aber diesmal durfte die bessere Mannschaft die Punkte für sich beanspruchen.

Weyer: Hisenay, Din, Orani, Sawall (75. Roth), Haberkorn, L. Seibel (62. Petri), D. Seibel, Uran, Schmitz, Wind (46. Kolodziejczyk), Schmidt ? Tore: 0:1 Mateo Kunjko (10.), 0:2 Timo Grünewald (85.), 1:2 Tobias Uran (87.) ? SR: Hämel (Marburg) ? Zuschauer: 70.

TuS Hornau ? SG Kirberg/Ohren/Nauheim 2:3 (0:0). Beide Teams begannen sehr motiviert. Es gab viele Zweikämpfe, die sich überwiegend im Mittelfeld abspielten. Der TuS erarbeitete sich ein leichtes optisches Übergewicht. Bis zur Halbzeit gab es aber kein Highlights. Die Dylong-Elf kam etwas besser in die zweite Halbzeit und hatte durch Enderich die erste richtige Torchance. Der SG-Keeper faustete aber den Ball aus dem Gefahrenbereich. In der 55. Minute dann das 1:0 durch Lukas Scheu, der nach schönem Pass von Robin Butzbach alleine vor dem Hornauer Tor auftauchte und sicher einschob. Kirberg blieb am Drücker, und Nico Mantel hatte den nächsten Torschuss, der aber abgewehrt wurde. Fünf Minuten (60.) später das 1:1 durch Marco Colovejic. In der 65. Minute fiel das 2:1 für Hornau durch Louis Schloo. Fast im direkten Gegenzug der Ausgleich aus durch einen 20-Meter-Hammer in den Winkel durch Recep Yücel. In der 68. köpfte Daniel Kraft gar das 3:2 für KON.

Kirberg/Ohren/Nauheim: Großmann, Reusch, R. Butzbach, Mantel, Yücel, Scheib, Kraft, Schulz, Scheu, Enderich, Dylong (Pfeiffer, Paulus, Azemi, Eckert) ? SR: Wacker (Niddatal) ? Tore: 1:0 Lukas Scheu (55.), 1:1 Marco Colovejic (60.), 2:1 Louis Schloo (65.), 2:2 Recep Yücel (67.), 2:3 Daniel Kraft (68.) ? Zuschauer: 60.

SG Höchst ? SV RW Hadamar 2 0:4 (0:1). Die SG begann stark, und Hadamar hatte Glück, dass bei zwei Schüssen (2./5.) die Querlatte den Hausherren im Weg stand. Die Rot-Weißen ? erstmals mit Heiko Weidenfeller als Verantwortlicher an der Außenlinie, war personell wieder mit zahlreichen Akteuren aus dem erweiterten Hessenliga-Kader angetreten und brauchte bis zur 10. Minute, ehe Yuki Noguchi erstmals für Gefahr vor dem SG-Tor sorgte. Der für den verletzten Makana (15.) gekommene Sammy Kilic setzte mit seiner Angriffsaktion (25.) das Signal zu den danach folgenden guten Tormöglichkeiten von Ladipo und Takano, die alle noch keinen Etrag brachten. Nach sehenswertem Pass von Mo Zouaoui erzielte Kuosey Takano (36.) die Führung für Hadamar, die auch den Halbzeitstand bedeutete. Aus der Pause kam der SVH sofort mit viel Elan. Ein Eckball von Yuki Noguchi fand in David Sembene einen Mitspieler, der direkt abzog und das 0:2 markierte. Als kurz danach Mo Zouaoui nach Doppelpass mit Takano zum 0:3 traf und vier Minuten später Noguchui im zweiten Versuch das 0:4 erzielte, war das Spiel quasi entschieden. Takano verpasste in der Folge den fünften SVH-Treffer. Höchst beklagte in der 81. Minute den dritten Alutreffer des Spiels, aber das Tor ist ja bekanntlich groß genug, um auch mal ins Netz zu treffen. So blieb es beim so nicht erwarteten deutlichen Erfolg für Hadamar, bei dem die individuelle Qualität der Spieler endlich auch einmal zum Tragen kam. Ein gelungener Einstand für Heiko Weidenfeller. rei

Hadamar: Hasselbach, Dörnte, Ladipo, Makano (15. Kilic), Petrone (68. Schreiner), Zouaoui, Matth. Neugebauer, Takano, Noguchi (79. Bouillon), Mehmeti, Sembene ? Tore: 0:1 Takano (36.), 0:2 Sembene (50.), 0:3 Zouaoui (64.), 0:4 Noguchi (68.) ? SR: Schäfer (SG Dornheim) ? Zuschauer: 80.

Spvgg. Eltville ? RSV Würges 6:1 (2:1). Würges trat ohne die gesperrten Rotsünder Chaparro, Sayan, Kazerooni und mit Ersatztormann Luca Schäfer von den A-Junioren auf der Bank, aber mit dem wiedergenesenen Helling in der Startelf an. Nach Foulspiel im Sechzehner an Fries feuerte Harmouch den Strafstoß links über das Tor (6.). Nur eine Minute später die wichtige Gegenreaktion: Erwe setzte sich links stark durch ? 0:1. Drei Minuten danach ließ Harmouch Pleuger im Sechzehner reinpassen, Veith vollendete problemlos. In der 15. Minute eine Freistoßflanke von links Richtung Elfmeterpunkt, Naghsh-Ajpisheh war mit dem Kopf zum 2:1 zur Stelle. In der 17. klärte Rock hervorragend gegen den durchgebrochenen Veith, in der 18. (Maxi Meuth) und der 24. Minute (Pedraza) verzog Würges Distanzschüsse. Während der ersten Hälfte tauschte der RSV die Außenpositionen der Viererkette durch, was zunächst für etwas mehr Stabilität sorgte, aber kurz vor der Pause hatte Eltville noch zwei recht gefährliche Abschlüsse. Was überhaupt Patrick Veith und auch der Neuner aus Eltville an Freiräumen genossen ? noch mehr in der zweiten Halbzeit ? war nur schwer nachvollziehbar. Im zweiten Durchgang gab es nur noch Halbchancen für den RSV. Die Rheingauer wiederum legten sich den Gegner clever zurecht und wussten ihre Freiräume zu nutzen. In der 68. Minute fiel das 3:1 (der starke Veith war weitgehend ungestört in den Strafraum eingedrungen und schloss souverän ab) und das 4:1 (72.) durch den eingewechselten Beetz. Bender erhöhte in der 77. Minute und mit dem Schlusspfiff per Doppelschlag.

Würges: Rock, Pickhardt (46. Bücher), Harmouch, Helling, Becker, Nukovic (64. Reitz), Maximilian Meuth, Fries (57. Hohly), Pedraza, Erwe, Manuel Meuth ? Tore: 0:1 Nick Erwe (7.), 1:1 Patrick Veith (10.), 2:1 Ali Naghsh-Ajpisheh (15.), 3:1 Patrick Veith (68.), 4:1 Christian Beetz (73.), 5:1 Eric Bender (77.), 6:1 Eric Bender (90.) ? SR: Schindler (TSV Richen) ? Zuschauer: 80.

FC Bierstadt ? SV Elz 1:1 (0:1). Auf Seiten des SV Elz hatte Mustafa Günes den ersten ernstzunehmenden Torabschluss (4.). Der FC musste nach einer Viertelstunde verletzungsbedingt wechseln, hatte aber gegen Ende er ersten Halbzeit ein paar Möglichkeiten. Wenn schon aus dem Spiel nichts passiert, richtet es meistens ein Standard: Freistoß für den SVE an der Strafraumkante, Benjamin Lübke nahm Maß und zirkelte den Ball zur 0:1-Führung ins Netz(45.). Kurz nach Wiederanpfiff dezimierte sich der FC Bierstadt selbst. Tim Mernberger sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (52.). Elz tat sich mit der Überzahl zunächst etwas schwer, doch bald hatten Markus Balmert und Ajmir Koochi aussichtsreiche Gelegenheiten zur Resultatsverbesserung, ihre Abschlüsse waren jedoch zu ungenau (57., 59.). Bierstadt entwickelte ordentlich Druck auf das gelb-schwarze Gehäuse. Die Chancenverwertung des SVE blieb weiterhin inkonsequent. Dennis Dietrich verpasste es, nach einem guten Konter dem Spiel eine vorentscheidende Wendung zu geben (77.). Elz ließ in der Schlussphase absolut hochkarätige Chancen liegen und brachte den Sieg nicht über die Ziellinie, sondern musste in der Schlussminute noch das 1:1 zum Endstand durch Volkan Zer hinnehmen. höl

Elz: Schmitt, Amin(45. Neis), Lübke, Häckl, Born, Balmert (85. Peters), Kesgin (65.Frackowiak), Schlag, Koochi, Günes, Dietrich ? Tore: 0:1 Benjamin Lübke (45.), 1:1 Volkan Zer (90.) ? Gelb-Rot: Tim Mernberger (52./wiederholtes Foulspiel) ? SR: Paul (Oberursel/Taunus).

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