1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Hadamarer Härtetest: Zwei Spiele in 48 Stunden

Erstellt:

Kommentare

Torabschlüsse, wie hier von Dillon Fosuhene (links), wird der SV Rot-Weiß Hadamar am Samstag gegen Neuhof und am Montag in Gießen brauchen.
Torabschlüsse, wie hier von Dillon Fosuhene (links), wird der SV Rot-Weiß Hadamar am Samstag gegen Neuhof und am Montag in Gießen brauchen. © Patrick Jahn

Härtetest für den SV Rot-Weiß Hadamar in der Fußball-Hessenliga. Das Team von Trainer Stefan Kühne muss zweimal innerhalb von drei Tagen ran. Am Samstag erwarten die Rot-Weißen in Niederhadamar mit dem SV Neuhof einen Gegner auf Augenhöhe, während das Gastspiel am Montag, dem „Tag der Deutschen Einheit“, beim FC Gießen einer Hammer-Aufgabe gleicht. Der TuS Dietkirchen, dessen Spiel beim FC Gießen am Donnerstagabend abgesagt worden war (wir berichteten), wird sein Heimspiel am Montag gegen den FSV Fernwald aller Voraussicht nach austragen - zumindest nach letztem Stand der Dinge.

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – SV Neuhof (Samstag, 15 Uhr, Auf dem Zipfen, Niederhadamar), FC Gießen – SV Rot-Weiß Hadamar (Montag, 15 Uhr, Waldstadion). Nach dem 1:2 gegen den SV Steinbach bezeichnet SVH-Trainer Stefan Kühne die Situation so: „Wir waren natürlich niedergeschlagen, weil wir uns viel vorgenommen hatten. Ehrlicherweise wäre ein Sieg aber auch nicht verdient gewesen, weil wir vor allem nach vorne viel zu wenig gemacht haben. Es geht ab sofort nicht mehr um Schönspielerei, sondern einfach darum, Punkte zu holen.“ Den Grund, warum seine Truppe nach dem wirklich überzeugenden Auftritt in Hanau (2:0) nicht in der Lage war, den Schwung mitzunehmen, sieht der Coach im Faktor „Abstiegskampf“: „Uns fehlt einfach die Leichtigkeit. Alles wirkt verkrampft, und der eine oder andere Spieler versteckt sich, weil das Selbstvertrauen fehlt.“ Samstag- Gegner SV Neuhof (15., 11 Punkte) steckt ebenfalls unten drin, weshalb ein „Dreier“ beinahe schon Pflicht ist. „Ich erwarte 90 Minuten auf Augenhöhe gegen einen Gegner, der eingespielt ist, sehr eklig wirkt und eher über den Kampf ins Spiel kommt. Trotzdem müssen wir gewinnen“, sagt der Ex-Profi, dessen Hoffnung vor allem auf der Psyche seiner Akteure beruht: „Wir müssen positiv denken. In Hanau hat man gemerkt, dass wir keinen Druck mehr haben mussten, weil es tiefer nicht mehr geht. So müssen wir auch gegen Neuhof zu Werke gehen.“

Dass der Fokus eher auf dem Spiel gegen die Osthessen, gegen die die Fürstenstädter im Übrigen in vier Aufeinandertreffen noch unbesiegt sind, liegt, ist klar. Das Gastspiel am Montag beim heimstarken FC Gießen (5.) spielt für den Coach aktuell noch keine große Rolle, auch wenn er weiß, was sein Team dort erwartet: „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft, und obwohl sie vor der Saison ziemlich zusammengewürfelt worden ist, hat sie sich schnell gefunden. Die Tabelle lügt ja bekanntlich nicht.“ Einer Verlegung hatte der Regionalliga-Absteiger im Übrigen nicht zugestimmt, was Stefan Kühne zwar missfällt, aber man es so akzeptieren, binnen 72 Stunden zweimal zu kicken – und das mit einem weiterhin arg dünnen Kader. „Personell sieht es eher schlechter als besser aus. Momentan ist auch keine Besserung in Sicht, was ziemlich nervtötend ist“, sagt Stefan Kühne, der es sicherlich unterschreiben würde, mit drei Punkten aus dem Doppelspieltag in die nächste Woche zu gehen. – Redaktionstipps: Hadamar – Neuhof 2:1, Gießen – Hadamar 3:1.

TuS Dietkirchen – FSV Fernwald (Montag, 15 Uhr, Reckenforst). Wenn gespielt werden kann, würde der TuS zumindest ausgeruht an die Aufgabe herangehen können. Bei der corona-gebeutelten Elf von Trainer Steffen Moritz ist vor dem Heimspiel gegen Fernwald „Druck auf dem Kessel“. Das sieht der Coach ganz genauso: „Es gibt keine zwei Meinungen. Gefühlt ist das für uns wieder ein Endspiel, weil wir gezwungen sind, unsere Heimspiele weitgehend zu gewinnen.“ Aber, und das ist ein Fakt, der in der Vergangenheit häufig Mut gemacht hat: „Wenn es um die Wurst geht, sind wir bekanntlich voll da.“ Die Mittelhessen, die sich nach schwachem Saisonstart mit einer sehr ordentlichen Serie zuletzt gefangen hatten, sind Neunter und sollten sich in etwa auf dem Niveau der Schwarz-Roten befinden. Steffen Moritz hat trotz des guten Verhältnisses zu seinem Fernwald-Kollegen Daniyel Bulut eine klare Meinung: „Das ist ein Gegner, gegen den man punkten muss, wenn man die Liga halten will.“ – Redaktionstipp: 3:2. Freitag:

FSV Fernwald - Türk Gü. Friedberg 19.00

FC Eddersheim - Viktoria Griesheim 19.30

Rot-Weiß Walldorf - FC Erlensee 19.30

KSV Baunatal - Eintr. Frankfurt U21 20.00

Samstag:

SV RW Hadamar - SV Neuhof 15.00

SV Steinbach - SV Weidenhausen 15.00

SV Unter-Flockenbach - Eintr. Stadtallendorf 15.00

Montag:

Viktoria Griesheim - SV Neuhof 15.00

SV Weidenhausen - SC Waldgirmes 15.00

TuS Dietkirchen - FSV Fernwald 15.00

FC Gießen - SV RW Hadamar 15.00

SV Steinbach - Türk Gü. Friedberg 15.00

FC Hanau 93 - TSV Steinbach 2 15.00

KSV Baunatal - Rot-Weiß Walldorf 15.00

FC Eddersheim - SV Unter-Flockenbach 15.00

Bayern Alzenau - FC Erlensee 15.00

Auch interessant

Kommentare