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Hatte durchaus Grund zur Freude: Hadamars Cheftrainer Stefan Kühne.

Fußball-Hessenliga

Hadamarer 2:2 in Kassel: Wie ein gefühlter Sieg

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar trotz 0:2-Pausenrückstands beim KSV Hessen Kassel noch einen Punkt mitgenommen.

VON PATRICK JAHN


KSV Hessen Kassel – SV Rot-Weiß Hadamar 2:2 (2:0). Die Fürstenstädter kamen überhaupt nicht ins Spiel, nahmen den Kampf nicht an und kamen meist einen Schritt zu spät. Da war es nicht verwunderlich, dass Hessen Kassel relativ früh schon mit 2:0 vorne lag. Allerdings resultierten die beiden Treffer aus Gastgeschenken, die aus Sicht der Rot-Weißen doch mehr als vermeidbar waren. Beim 1:0 erlief Lukas Iksal einen zu kurzen Rückpass und vollendete zur Führung (12.). Nicht einmal zehn Minuten danach sorgte ein unnötiges Foulspiel im Strafraum für das zweite Gegentor, denn Ingmar Merle verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (21.). Auch danach waren die Kasseler unter den Augen von Ex-Nationalspieler Cacau klar Herr im Haus. Ernsthafte Torchancen blieben aber aus. 

Wo war Hadamar? Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde es etwas besser – vielmehr nicht. In der Pause stellte Trainer Stefan Kühne von 4-3-3 auf das gewohnte 4-4-2 um, und brachte bis zur 64. Minute drei frische Kräfte. Das zahlte sich aus, auch wenn Christopher Strauch gegen Luis Allmeroth sein ganzes Können aufbieten musste, um seine Farben im Spiel zu halten. In den letzten 20 Minuten schlug die Stunde der Hadamarer. Iddris Sedy holte zwei Freistöße im Halbfeld heraus, die jeweils von Jonas Herdering in die Gefahrenzone gebracht wurden. Zunächst traf David Sembene aus dem Gewühl heraus zum Anschluss (70.), nur 180 Sekunden später war es Mirko Dimter, der nach einer ähnlichen Aktion zum 2:2 eingeschoben hatte (73.). Beinahe hätte Leon Burggraf den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt, als er freistehend vor Kassels Keeper, Niklas Hartmann, scheiterte (80.). Auf der anderen Seite entschärfte Torhüter Christopher Strauch noch einen Distanzschuss stark (83.).

 „Wir wollten eine neue Serie starten – dafür haben wir heute den Anfang gemacht“, freute sich Trainer Stefan Kühne über den Punkt, auch wenn ihm die schwache erste Hälfte seines Teams missfallen hatte. 

Kassel: Hartmann, Mißbach, Brill, Evljuskin, Meha, Brandner, Merle, Allmeroth (82. Bravo Sanchez), Saglik (65. Schmeer), Iksal, Najjer – Hadamar: Strauch, Dimter, Sembene, Mar. Neugebauer, Burggraf, Zey (64. Sedy), Gschwender, Rücker, Kröner (46. Aschenkewitz), Herdering, Mat. Neugebauer (46. Pandza) – SR: Carsten Dücker (Mackenzell) – Tore: 1:0 Lukas Iksal (12.), 2:0 Ingmar Merle (21./FE), 2:1 David Sembene (70.), 2:2 Mirko Dimter (73.) – Zuschauer: 1250.

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