Fußball-Hessenliga

Das Hadamarer Zittern ins große Glück

VON

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar ? KSV Hessen Kassel 1:0 (1:0). Von der ersten Sekunde an ging es richtig zur Sache. Intensive Zweikämpfe, hohes Spieltempo, schlichtweg ein starkes Hessenliga-Spiel. Bereits nach 180 Sekunden hätte Yves Böttler die Fürstenstädter in Führung bringen können, doch ein Abwehrbein verhinderte nach Löbig-Hereingabe den Abschluss des Torjägers mit der Hacke. Im direkten Gegenzug prüfte Sebastian Schmeer Hadamars Keeper Christopher Strauch (4.). Auch danach blieb es abwechslungsreich: Nach Flanke von Maik Baumgarten legte Schmeer ab, doch Jon Mogges Schuss trudelte abgefälscht knapp vorbei (14.).

Dann begann die stärkste Phase der Kierdorf-Elf: Marius Löbig war nach feiner Kombination frei durch, zielte aber daneben (18.). Als Vorbereiter machte er es besser, als Yves Böttler seine perfekt getimte Flanke zum 1:0 einnickte (22.). Großer Jubel bei den Rot-Weißen, die vier Minuten später allerdings Fortuna im Bunde hatten ? Janik Zieglers 16-Meter-Kracher landete an der Unterkante der Latte und sprang wieder heraus (26.). Kassel drückte fortan auf den Ausgleich, doch die Hadamarer ließen bis zum Pausenpfiff nichts mehr zu.

Nach Wiederbeginn war klar, dass die Nordhessen das Tempo noch einmal erhöhen würden. Erstes Indiz: Ingmar Merles Freistoß lenkte Christopher Strauch stark über die Querstange (51.). In dieser Phase setzte sich der KSV in der Hälfte der Einheimischen fest und hatte etliche ruhende Bälle, die stets für Gefahr sorgten. Durchatmen durften die Platzherren in Minute 66, als Jon Mogge sehr gut vorbereitete, doch Brian Schwechels Schuss um Zentimeter am Kasten vorbei ging.

Die Zweikämpfe wurden immer intensiver, während der Druck des Favoriten immer größer wurde. Hadamar lieferte in diesem hektischen Treiben eine wahre Abwehrschlacht und hatte wieder Glück: Ein Freistoß Sebastian Schmeers verfehlte das Ziel um Haaresbreite (80.).

Zehn Minuten vor dem Ende landete ein Drehschuss des Stürmers innerhalb des Strafraums ebenfalls neben dem Tor (82.). Die Mannschaft von Torsten Kierdorf hatte kaum noch Entlastung nach vorne, hätte aber durch den eingewechselten Jerome Zey die Partie entscheiden können; aus spitzem Winkel ging die Kugel aber knapp vorbei (85.).

Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit wurde es noch einmal eng, doch Christopher Strauch parierte gegen den freistehenden Sebastian Schmeer bravourös. Kurz danach war Schluss, so dass sich die Hadamarer in einem zum Teil atemberaubenden Spiel über drei glückliche Punkte freuen durften. Hut ab, SV Rot-Weiß Hadamar!

Hadamar: Strauch, Dimter, Schraut, Neugebauer (72. Kuczok), Kröner, Böttler (75. Zey), Rücker, Löbig, Herdering, Bangert, Pandov (90. Zouaoui) ? Kassel: Hartmann, Bravo-Sanchez (70. Dawid), Schmeer, Brill, Mogge, Schwechel, Ziegler, Baumgarten, Merle, Allmeroth, Najjer ? SR: Werner (Nauheim) ? Tor: 1:0 Yves Böttler (22.) ? Zuschauer: 650.

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